Feiertage

Gesetzliche Feiertage in Deutschland: bundesweit und je Land

In Deutschland gelten neun gesetzliche Feiertage in allen 16 Ländern, etwa Neujahr, Ostermontag und der Tag der Deutschen Einheit. Weitere Feiertage legt jedes Land selbst fest, sodass es je nach Land zehn bis zwölf landesweite Feiertage gibt.

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Ruhige Dorfstraße mit Fachwerkhäusern an einem sonnigen Morgen
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In Deutschland gelten neun gesetzliche Feiertage in allen 16 Ländern. Jedes Land ergänzt sie um ein bis drei eigene, sodass es je nach Land zehn bis zwölf landesweite Feiertage gibt. Dazu kommen wenige örtliche Feiertage wie das Augsburger Friedensfest am 8. August, das nur in der Stadt Augsburg gilt.

Was einen Tag zum gesetzlichen Feiertag macht

Gesetzlicher Feiertag ist ein Tag nur dann, wenn ein Gesetz ihn ausdrücklich dazu erklärt. Das Grundgesetz schützt diese Tage über Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 der Weimarer Reichsverfassung „als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“. Welche Tage das sind, steht jedoch nicht im Grundgesetz, sondern in den Feiertagsgesetzen der Länder.

Der Status hat handfeste Folgen. An gesetzlichen Feiertagen dürfen Arbeitnehmer von 0 bis 24 Uhr grundsätzlich nicht beschäftigt werden (§ 9 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz). Fällt Arbeit wegen des Feiertags aus, zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter (§ 2 Entgeltfortzahlungsgesetz). Geschäfte bleiben in der Regel geschlossen; Ausnahmen regeln die Ladenöffnungsregeln der Länder.

Kirchliche Feste, Gedenktage und Brauchtumstage begründen dagegen keinen Anspruch auf einen freien Tag. Heiligabend, Silvester und Rosenmontag sind deshalb rechtlich keine Feiertage, auch wenn viele Betriebe an diesen Tagen früher schließen. Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, wird er nicht nachgeholt. Einen Ersatztag sehen die deutschen Feiertagsgesetze nicht vor.

Die Länder entscheiden – mit einer Ausnahme

Feiertage sind in Deutschland Sache der Länder. Jedes Land hat ein eigenes Sonn- und Feiertagsgesetz, etwa das Bayerische Feiertagsgesetz oder das Sächsische Sonn- und Feiertagsgesetz. Darin stehen die gesetzlichen Feiertage, die besonders geschützten Tage und die Regeln für Veranstaltungen.

Die einzige Ausnahme ist der Tag der Deutschen Einheit. Er beruht auf Bundesrecht, nämlich auf Art. 2 Abs. 2 des Einigungsvertrags: „Der 3. Oktober ist als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag.“ Die übrigen acht bundesweiten Feiertage gelten überall, weil alle 16 Landesgesetze sie aufführen.

Vor der Wiedervereinigung trug ein anderer Tag diesen Namen. Der Bundestag erklärte am 3. Juli 1953 den 17. Juni zum „Tag der deutschen Einheit“ und damit zum gesetzlichen Feiertag der Bundesrepublik. Er erinnerte an den Volksaufstand in der DDR. Mit dem Einigungsvertrag verlor er 1990 den Feiertagsstatus, blieb aber nationaler Gedenktag.

Weil die Länder zuständig sind, ändert sich der Feiertagskalender von Zeit zu Zeit. Seit 1995 ist der Buß- und Bettag nur noch in Sachsen gesetzlicher Feiertag. Die anderen Länder hoben ihn auf, um die Arbeitgeberbeiträge zur neuen Pflegeversicherung auszugleichen (§ 58 Abs. 2 SGB XI). In Sachsen tragen Beschäftigte deshalb einen höheren Anteil am Pflegebeitrag (§ 58 Abs. 3 SGB XI).

Hinzugekommen sind seither mehrere Feiertage. Nachdem 2017 der Reformationstag zum 500. Reformationsjubiläum einmalig bundesweit frei war, führten ihn Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein 2018 dauerhaft ein. Berlin feiert seit 2019 den Internationalen Frauentag, Mecklenburg-Vorpommern seit 2023. Thüringen machte 2019 den Weltkindertag zum Feiertag.

Die neun bundesweiten Feiertage

Diese neun Tage sind in allen Ländern gesetzliche Feiertage:

  • Neujahr – 1. Januar
  • Karfreitag – Freitag vor Ostersonntag
  • Ostermontag – Tag nach Ostersonntag
  • Tag der Arbeit – 1. Mai
  • Christi Himmelfahrt – 39 Tage nach Ostersonntag, immer ein Donnerstag
  • Pfingstmontag – 50 Tage nach Ostersonntag
  • Tag der Deutschen Einheit – 3. Oktober
  • 1. Weihnachtstag – 25. Dezember
  • 2. Weihnachtstag – 26. Dezember

Vier dieser Tage hängen vom Ostertermin ab und liegen deshalb immer auf einem Werktag: Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag. Die fünf Feiertage mit festem Datum wandern dagegen durch die Woche. Höchstens vier von ihnen können im selben Jahr auf ein Wochenende fallen, nie alle fünf.

Ostersonntag und Pfingstsonntag sind als Sonntage ohnehin arbeitsfrei. Brandenburg führt beide in § 2 seines Feiertagsgesetzes trotzdem ausdrücklich als gesetzliche Feiertage auf und kommt so auf zwölf Feiertage.

Feiertage, die nur in einzelnen Ländern gelten

Die landesweiten Zusatzfeiertage folgen grob der konfessionellen Prägung. Katholisch geprägte Länder im Süden und Westen feiern Fronleichnam und Allerheiligen, die meisten Länder im Norden und Osten den Reformationstag. Kein Land hat Reformationstag und Allerheiligen zugleich als Feiertag.

  • Heilige Drei Könige (6. Januar): Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt
  • Internationaler Frauentag (8. März): Berlin, Mecklenburg-Vorpommern
  • Fronleichnam (Donnerstag, 60 Tage nach Ostersonntag): Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland; in Teilen Sachsens und Thüringens
  • Augsburger Friedensfest (8. August): nur Stadt Augsburg
  • Mariä Himmelfahrt (15. August): Saarland; in Bayern in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung
  • Weltkindertag (20. September): Thüringen
  • Reformationstag (31. Oktober): Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
  • Allerheiligen (1. November): Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Buß- und Bettag (Mittwoch vor dem 23. November): Sachsen

In Bayern stellt das Landesamt für Statistik nach der letzten Volkszählung fest, in welchen Gemeinden mehr Katholiken als Protestanten leben. Nur dort ist Mariä Himmelfahrt Feiertag; die Gemeinde gibt das ortsüblich bekannt (Art. 1 Bayerisches Feiertagsgesetz). In Sachsen legt eine Verordnung fest, in welchen Gemeinden Fronleichnam gilt. Wer in einem anderen Land arbeitet als er wohnt, richtet sich in der Regel nach dem Feiertagsrecht am Arbeitsort.

Alle Feiertage 2027 nach Bundesland

Die Matrix zeigt jeden gesetzlichen Feiertag 2027 und die Länder, in denen er gilt. Für die Jahre davor und danach gibt es eigene Seiten: Feiertage 2026 und Feiertage 2028. Wochentage und freie Werktage des kommenden Jahres analysiert die Seite Feiertage 2027.

Gesetzliche Feiertage 2027 nach Bundesland (● gilt, ◐ teilweise)
FeiertagDatumSHHBHHMVNWNISTBEBBRPHETHSNSLBWBY
Neujahr01.01. Fr●●●●●●●●●●●●●●●●
Heilige Drei Könige06.01. Mi––––––●–––––––●●
Internationaler Frauentag08.03. Mo–––●–––●––––––––
Karfreitag26.03. Fr●●●●●●●●●●●●●●●●
Ostersonntag28.03. So––––––––●–––––––
Ostermontag29.03. Mo●●●●●●●●●●●●●●●●
Tag der Arbeit01.05. Sa●●●●●●●●●●●●●●●●
Christi Himmelfahrt06.05. Do●●●●●●●●●●●●●●●●
Pfingstsonntag16.05. So––––––––●–––––––
Pfingstmontag17.05. Mo●●●●●●●●●●●●●●●●
Fronleichnam27.05. Do––––●––––●●◐◐●●●
Mariä Himmelfahrt15.08. So–––––––––––––●–◐
Weltkindertag20.09. Mo–––––––––––●––––
Tag der Deutschen Einheit03.10. So●●●●●●●●●●●●●●●●
Reformationstag31.10. So●●●●–●●–●––●●–––
Allerheiligen01.11. Mo––––●––––●–––●●●
Buß- und Bettag17.11. Mi––––––––––––●–––
1. Weihnachtstag25.12. Sa●●●●●●●●●●●●●●●●
2. Weihnachtstag26.12. So●●●●●●●●●●●●●●●●
Anzahl10101011111011101211101111121212
davon Mo–Fr5556756657666788

Kirchliche Feste und Gedenktage ohne Feiertagsstatus

Viele bekannte Tage im Kalender sind keine gesetzlichen Feiertage. Dazu gehören kirchliche Tage wie Gründonnerstag, Karsamstag, Aschermittwoch, Allerseelen und die Adventssonntage. Auch Brauchtumstage wie Rosenmontag, Walpurgisnacht, Martinstag, Nikolaus und Halloween sind gewöhnliche Arbeitstage, sofern sie nicht auf ein Wochenende fallen.

Heiligabend und Silvester behandelt nur das Steuerrecht besonders. Zuschläge für Arbeit am 24. Dezember ab 14 Uhr bleiben bis 150 Prozent des Grundlohns steuerfrei. Am 31. Dezember ab 14 Uhr sind es bis 125 Prozent (§ 3b Einkommensteuergesetz). Ob der Nachmittag frei ist, regeln Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag.

Daneben gibt es staatliche Gedenktage ohne Arbeitsruhe. Der Volkstrauertag erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und liegt immer auf einem Sonntag. Brandenburg nennt in seinem Feiertagsgesetz zudem den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, als Gedenktag und nicht als Feiertag. Die Hintergründe christlicher und anderer religiöser Feste erklärt der Ratgeber Religiöse Feiertage.

Stille Tage

Einige Tage schützen die Länder stärker als gewöhnliche Sonn- und Feiertage. An diesen stillen Tagen sind öffentliche Tanzveranstaltungen und laute Unterhaltung ganz oder zeitweise verboten. Typische stille Tage sind Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.

Umfang und Uhrzeiten unterscheiden sich je Land. In Brandenburg gilt das Tanzverbot vom Karfreitag 0 Uhr bis Karsamstag 4 Uhr. Am Volkstrauertag und am Totensonntag gilt es von 4 bis 24 Uhr, an Heiligabend ab 13 Uhr (§ 6 Feiertagsgesetz Brandenburg). Die Regeln aller Länder vergleicht die Seite Stille Feiertage.

Arbeit, Lohn und Zuschläge an Feiertagen

Das Beschäftigungsverbot hat viele Ausnahmen. § 10 Arbeitszeitgesetz erlaubt Feiertagsarbeit unter anderem in Rettungsdiensten und Krankenhäusern, in Gaststätten, im Verkehr und in der Energieversorgung. Wer an einem Feiertag arbeitet, der auf einen Werktag fällt, bekommt innerhalb von acht Wochen einen Ersatzruhetag (§ 11 Abs. 3 Arbeitszeitgesetz).

Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf einen Feiertagszuschlag gibt es nicht. Zuschläge ergeben sich aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag. Steuerfrei bleiben sie bis 125 Prozent des Grundlohns, am 1. Mai sowie am 25. und 26. Dezember bis 150 Prozent. Der Grundlohn zählt dabei mit höchstens 50 Euro je Stunde (§ 3b Einkommensteuergesetz).

Wer am letzten Arbeitstag vor oder am ersten nach einem Feiertag unentschuldigt fehlt, verliert den Lohnanspruch für den Feiertag (§ 2 Abs. 3 Entgeltfortzahlungsgesetz). Weil nur ausgefallene Arbeitszeit bezahlt wird, erhalten Teilzeitkräfte keinen Ausgleich, wenn ein Feiertag auf ihren freien Tag fällt. Tarif- und Arbeitsverträge können abweichende Regeln enthalten. Mehr dazu steht im Ratgeber Arbeiten an Feiertagen.

Alle Anlässe von A bis Z

Die Tabelle führt alle 35 Anlässe mit eigener Seite auf feiertage-ferien.com auf. „Bundesweit“ bedeutet gesetzlicher Feiertag in allen 16 Ländern; die Länderkürzel stehen in der Tabelle darunter.

Feiertage und Anlässe von A bis Z
AnlassStatusTermin
1. Adventkein Feiertag (Sonntag)27. November bis 3. Dezember
2. Adventkein Feiertag (Sonntag)4. bis 10. Dezember
3. Adventkein Feiertag (Sonntag)11. bis 17. Dezember
4. Adventkein Feiertag (Sonntag)18. bis 24. Dezember
Adventkirchliche Festzeitvom 1. Advent bis Heiligabend
AllerheiligenBW, BY, NW, RP, SL1. November
Aschermittwochkein Feiertag46 Tage vor Ostersonntag
Augsburger Friedensfestnur Stadt Augsburg8. August
Buß- und BettagSNMittwoch vor dem 23. November
Christi Himmelfahrtbundesweit39 Tage nach Ostersonntag (Donnerstag)
Erntedankfestkein Feiertag (Sonntag)meist 1. Sonntag im Oktober
FronleichnamBW, BY, HE, NW, RP, SL; Teile von SN und TH60 Tage nach Ostersonntag (Donnerstag)
Halloweenkein Feiertag31. Oktober
Heiligabendkein Feiertag24. Dezember
Heilige Drei KönigeBW, BY, ST6. Januar
Internationaler FrauentagBE (seit 2019), MV (seit 2023)8. März
Karfreitagbundesweit, stiller TagFreitag vor Ostersonntag
Karnevalkein FeiertagRosenmontag 48 Tage vor Ostersonntag
Mariä HimmelfahrtSL; Teile von BY15. August
Martinstagkein Feiertag11. November
Muttertagkein Feiertag (Sonntag)2. Sonntag im Mai
Neujahrbundesweit1. Januar
Nikolauskein Feiertag6. Dezember
OsternOstermontag bundesweit; Ostersonntag in BBOstersonntag zwischen 22. März und 25. April
PfingstenPfingstmontag bundesweit; Pfingstsonntag in BB49 und 50 Tage nach Ostersonntag
ReformationstagBB, HB, HH, MV, NI, SN, ST, SH, TH31. Oktober
Silvesterkein Feiertag31. Dezember
Tag der Arbeitbundesweit1. Mai
Tag der Deutschen Einheitbundesweit (Bundesrecht)3. Oktober
Totensonntagkein Feiertag (Sonntag), stiller TagSonntag vor dem 1. Advent
Valentinstagkein Feiertag14. Februar
Volkstrauertagstaatlicher Gedenktag (Sonntag), stiller Tagzweiter Sonntag vor dem 1. Advent
Walpurgisnachtkein FeiertagNacht vom 30. April auf den 1. Mai
Weihnachten1. und 2. Weihnachtstag bundesweit25. und 26. Dezember
WeltkindertagTH (seit 2019)20. September

Feiertage nach Bundesland

Die Tabelle nennt für jedes Land die Zahl der landesweiten gesetzlichen Feiertage und die Tage, die über die neun bundesweiten hinausgehen. Örtliche Feiertage sind nicht mitgezählt. Einen ausführlichen Vergleich bietet die Seite Feiertage im Bundesländervergleich.

Landesweite gesetzliche Feiertage je Bundesland
LandKürzelFeiertageZusätzlich zu den neun bundesweiten
Baden-WürttembergBW12Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Allerheiligen
BayernBY12Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Allerheiligen; örtlich Mariä Himmelfahrt und Augsburger Friedensfest
BerlinBE10Internationaler Frauentag
BrandenburgBB12Ostersonntag, Pfingstsonntag, Reformationstag
BremenHB10Reformationstag
HamburgHH10Reformationstag
HessenHE10Fronleichnam
Mecklenburg-VorpommernMV11Internationaler Frauentag, Reformationstag
NiedersachsenNI10Reformationstag
Nordrhein-WestfalenNW11Fronleichnam, Allerheiligen
Rheinland-PfalzRP11Fronleichnam, Allerheiligen
SaarlandSL12Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen
SachsenSN11Reformationstag, Buß- und Bettag; örtlich Fronleichnam
Sachsen-AnhaltST11Heilige Drei Könige, Reformationstag
Schleswig-HolsteinSH10Reformationstag
ThüringenTH11Weltkindertag, Reformationstag; örtlich Fronleichnam

Quellen

Häufige Fragen

Wie viele gesetzliche Feiertage gibt es in Deutschland?

Neun Feiertage gelten in allen 16 Ländern. Mit den landesweiten Zusatzfeiertagen kommt jedes Land auf zehn bis zwölf; Brandenburg zählt dabei Oster- und Pfingstsonntag mit.

Wer legt in Deutschland die Feiertage fest?

Die Länder in ihren Feiertagsgesetzen. Nur der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist bundesrechtlich geregelt, in Art. 2 Abs. 2 des Einigungsvertrags.

Wird ein Feiertag nachgeholt, wenn er auf einen Sonntag fällt?

Nein. Die Feiertagsgesetze kennen keinen Ersatztag. Ein Feiertag am Wochenende bringt Beschäftigten mit Fünftagewoche keinen zusätzlichen freien Tag.

Gilt der Feiertag am Wohnort oder am Arbeitsort?

Maßgeblich ist in der Regel das Feiertagsrecht am Arbeitsort; für steuerfreie Zuschläge legt § 3b Abs. 2 EStG das ausdrücklich fest. Wer in Bayern wohnt und in Hessen arbeitet, hat an Allerheiligen also normalerweise keinen freien Tag.

Welche Länder haben die meisten Feiertage?

Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland mit je zwölf landesweiten Feiertagen, Brandenburg ebenfalls mit zwölf einschließlich Oster- und Pfingstsonntag. In Teilen Bayerns kommen Mariä Himmelfahrt und in Augsburg das Friedensfest hinzu.

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