Anlässe

Weihnachten: Termine, Feiertage und Bräuche

Der 1. Weihnachtstag ist am Freitag, 25. Dezember 2026, der 2. Weihnachtstag einen Tag später am 26. Dezember. Beide Tage sind in allen 16 Bundesländern gesetzliche Feiertage. Heiligabend am 24. Dezember ist dagegen kein Feiertag.

Von Zuletzt geprüft am 8 Min. Lesezeit

1. Weihnachtstag

25

Dezember 2026

Freitag

Feiertag in allen 16 Ländern

in 83 Tagen

Weihnachtsbaum mit Strohsternen, roten Äpfeln und Bienenwachskerzen in einer Bauernstube
KI-generiert

Der 1. Weihnachtstag ist am Freitag, 25. Dezember 2026, der 2. Weihnachtstag einen Tag später am 26. Dezember. Beide Tage sind in allen 16 Bundesländern gesetzliche Feiertage. Weihnachten 2026 beginnt aber schon am Heiligen Abend, dem 24. Dezember, der selbst kein Feiertag ist.

Für Christen ist Weihnachten das Fest der Geburt Jesu. Für Familien und Berufstätige ist es zugleich der Auftakt zu den Tagen „zwischen den Jahren“, in denen sich mit wenigen Urlaubstagen lange Pausen ergeben.

Wann ist Weihnachten 2026?

Weihnachten hat ein festes Datum. Der 1. Weihnachtstag ist immer der 25. Dezember, der 2. Weihnachtstag immer der 26. Dezember. 2026 liegt der 1. Weihnachtstag auf einem Freitag; ein Jahr später ist es der Samstag, 25. Dezember 2027.

Die erste Übersicht zeigt die drei Festtage vom Heiligen Abend bis zum 2. Weihnachtstag mit Wochentag. Die Tabelle darunter nennt die Termine der nächsten Jahre samt Kalenderwoche.

Weihnachten 2026: alle Tage
TagDatumWochentagGesetzlicher Feiertag
Heiligabend24. Dezember 2026Donnerstagnein
1. Weihnachtstag25. Dezember 2026Freitagbundesweit
2. Weihnachtstag26. Dezember 2026Samstagbundesweit
Weihnachten: die nächsten Termine
TerminDatumWochentagKalenderwoche
Weihnachten 202625. Dezember 2026FreitagKW 52
Weihnachten 202725. Dezember 2027SamstagKW 51
Weihnachten 202825. Dezember 2028MontagKW 52
Weihnachten 202925. Dezember 2029DienstagKW 52
Weihnachten 203025. Dezember 2030MittwochKW 52

Wie viele Tage es noch bis zum 1. Weihnachtstag sind, zeigt der Countdown:

Countdown: Weihnachten am Freitag, 25. Dezember 2026

83Tage
–Stunden
–Minuten
–Sekunden

Gesetzliche Feiertage in allen Ländern

Beide Weihnachtstage sind bundesweit gesetzliche Feiertage. Geregelt ist das nicht in einem Bundesgesetz, sondern in den Feiertagsgesetzen der Länder. Das Bayerische Feiertagsgesetz etwa nennt in Art. 1 den „Ersten Weihnachtstag“ und den „Zweiten Weihnachtstag“ ausdrücklich.

An beiden Tagen dürfen Beschäftigte grundsätzlich nicht arbeiten (§ 9 Arbeitszeitgesetz). Ausnahmen erlaubt § 10 ArbZG, zum Beispiel für Rettungsdienste, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Gaststätten und Verkehrsbetriebe. Geschäfte bleiben an beiden Feiertagen geschlossen.

Fällt ein Feiertag auf einen Arbeitstag, zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter, als wäre gearbeitet worden (§ 2 Entgeltfortzahlungsgesetz). Wer am letzten Arbeitstag vor oder am ersten nach den Feiertagen unentschuldigt fehlt, verliert diesen Anspruch. Für Arbeit an den Weihnachtstagen sind Zuschläge bis 150 Prozent des Grundlohns steuerfrei – wie sonst nur am 1. Mai (§ 3b EStG).

Wer an einem Weihnachtstag arbeitet, der auf einen Werktag fällt, hat Anspruch auf einen Ersatzruhetag. Er muss innerhalb von acht Wochen gewährt werden (§ 11 Abs. 3 ArbZG).

Fällt einer der Weihnachtstage auf einen Samstag oder Sonntag, gibt es keinen Ersatztag. Die Feiertagsgesetze der Länder kennen kein Nachholen, der freie Tag geht dann für Beschäftigte mit Fünftagewoche verloren. Das betrifft drei von sieben möglichen Konstellationen: Der 25. Dezember fällt auf einen Freitag, Samstag oder Sonntag. Wie Feiertage auf den Urlaub angerechnet werden, erklärt der Ratgeber Feiertage und Urlaub.

Was Weihnachten bedeutet

An Weihnachten feiern Christen die Geburt Jesu Christi in Betlehem. Die katholische Kirche begeht den 25. Dezember als Hochfest der Geburt des Herrn, in der evangelischen Kirche heißt der Tag auch Christfest. Neben Ostern und Pfingsten ist Weihnachten eines der drei großen Feste des Kirchenjahres. Am Mittag des 25. Dezember spendet der Papst in Rom den Segen „Urbi et orbi“.

Die Weihnachtsgeschichte steht im Lukasevangelium (Lk 2). Maria bringt Jesus in Betlehem zur Welt und legt ihn in eine Futterkrippe; Engel verkünden die Geburt den Hirten auf dem Feld. Das Matthäusevangelium (Mt 2) erzählt von Sterndeutern aus dem Osten, die einem Stern folgen und Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen.

Der 26. Dezember ist in der katholischen Kirche dem heiligen Stephanus gewidmet. Er war einer der sieben Diakone der Urgemeinde in Jerusalem und gilt als erster Märtyrer des Christentums. Viele Gemeinden feiern auch am 2. Weihnachtstag Festgottesdienste.

Dass Weihnachten heute vor allem ein Familienfest ist, hat eine lange Vorgeschichte. Mit der Reformation gewannen Hausandachten an Bedeutung. Nach und nach verlagerte sich das Feiern von der Kirche in die Wohnstube. Mit der Bescherung rückte im 19. Jahrhundert schließlich der Heilige Abend in den Mittelpunkt.

Die Weihnachtszeit im Kirchenjahr

Mit dem Heiligen Abend endet der Advent, und die Weihnachtszeit beginnt. In der katholischen Kirche dauert sie bis zum Fest der Taufe des Herrn am Sonntag nach dem 6. Januar. Auf die beiden Festtage folgen weitere Gedenk- und Feiertage:

  • 27. Dezember: Fest des Evangelisten Johannes
  • 28. Dezember: Fest der Unschuldigen Kinder, die König Herodes töten ließ
  • Sonntag in der Weihnachtsoktav: Fest der Heiligen Familie
  • 1. Januar: Hochfest der Gottesmutter Maria, der achte Tag nach Weihnachten
  • 6. Januar: Erscheinung des Herrn, bekannt als Fest der Heiligen Drei Könige

Vielerorts bleiben Baum und Krippe bis zum 6. Januar stehen. Gesetzlicher Feiertag ist der Dreikönigstag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt.

Auch regionale Bräuche knüpfen an diese Tage an. Im Hochsauerland zogen früher „Johannes- oder Stephanusknechte“ zum Wurstsingen von Haus zu Haus und bekamen dafür Gaben. In Westfalen weckten junge Frauen früher am 25. Dezember das Federvieh: Krähte der Hahn, sollte im kommenden Jahr Hochzeit sein.

Warum am 25. Dezember?

Die Bibel nennt kein Geburtsdatum Jesu, und auch die Jahreszeit lässt sich aus den Evangelien nicht ablesen. Gefeiert wird die Geburt am 25. Dezember nachweislich seit dem 4. Jahrhundert. Als ältestes Zeugnis gilt der Chronograph von 354, ein römischer Kalender. Er vermerkt zum 25. Dezember: „natus Christus in Betleem Iudeae“ – Christus wurde in Betlehem in Judäa geboren.

Warum gerade dieser Tag gewählt wurde, ist nicht sicher geklärt. Eine Erklärung rechnet vom 25. März, dem Fest der Verkündigung, neun Monate weiter. Eine andere verweist auf das Fest des „Sol invictus“, des unbesiegten Sonnengottes, das Rom seit 274 zur Wintersonnenwende feierte. Christen hätten ihm die Geburt Christi als „Sonne der Gerechtigkeit“ entgegengesetzt.

Beide Erklärungen haben Lücken und Widersprüche; Fachleute diskutieren sie bis heute.

Bräuche: Baum, Krippe, Geschenke

Der Weihnachtsbaum

Der Christbaum hat seine Wurzeln in den mittelalterlichen Paradiesspielen. Dafür schmückte man einen Baum mit Früchten, der an den Sündenfall erinnerte – und an die Erlösung durch die Geburt Christi. Als frühe Erwähnung eines Weihnachtsbaums gilt ein Baum von 1419 im Freiburger Heilig-Geist-Spital, behängt mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen.

Die ersten Schmuckstücke waren essbar: Nüsse, Gebäck und Zuckerwerk. Die Bezeichnung „Zuckerbaum“ oder „Essbaum“ stammt aus dem 17. Jahrhundert, Glasschmuck kam erst im 19. Jahrhundert hinzu. 1611 soll im Schloss der Herzogin Dorothea Sibylle in Schlesien erstmals ein Tannenbaum mit Kerzen gestanden haben.

In die Wohnzimmer kam der Baum um 1800, zuerst vor allem in evangelischen Familien. Lange galt er als evangelisches Gegenstück zur katholischen Krippe; in katholischen Wohnzimmern setzte er sich erst Ende des 19. Jahrhunderts durch. Kerzen aus den neuen Stoffen Stearin und Paraffin machten das Licht am Baum im 19. Jahrhundert für viele Haushalte bezahlbar.

Die Krippe

Leere Holzkrippe mit Stroh in einem Stall, von einem warmen Lichtstrahl beleuchtet
Die Krippe erinnert an die Geburt Jesu im Stall von Betlehem. KI-generiert

Als Vater der Weihnachtskrippe gilt Franz von Assisi. 1223 ließ er im italienischen Greccio eine Futterkrippe mit Heu, Ochs und Esel herrichten und feierte dort mit den Menschen der Umgebung Weihnachten. Figuren gab es dabei noch nicht: Die Anwesenden stellten die Szene selbst dar.

So beschreibt es Papst Franziskus in seinem Schreiben „Admirabile signum“ von 2019. Später wurden Krippen mit geschnitzten oder gebauten Figuren in Kirchen und Häusern üblich. Mancherorts wächst die Krippe über die Festtage: Die Heiligen Drei Könige kommen erst am 6. Januar dazu.

Geschenke

Der Brauch, sich zu beschenken, wird oft mit den Gaben der Sterndeuter in Verbindung gebracht (Mt 2,11). Geschenke zu Weihnachten bekamen lange vor allem die Dienstboten eines Hauses. Eine Bescherung für Kinder entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert, als der Wohlstand wuchs. Dass die Gaben heute an Weihnachten kommen und nicht mehr am 6. Dezember mit dem Nikolaus, geht auf die Reformation zurück.

Die Geschichte dahinter erzählt die Seite zum Nikolaustag. Wann die Geschenke ausgepackt werden und wer sie in welcher Region bringt, steht auf der Seite zu Heiligabend.

Weihnachtsferien, Brückentage und „zwischen den Jahren“

Die Schulen haben über Weihnachten in allen Ländern frei. Die Weihnachtsferien beginnen meist wenige Tage vor Heiligabend und reichen in der Regel bis in die erste oder zweite Januarwoche. Die Termine legt jedes Land selbst fest; alle Daten stehen auf der Seite Weihnachtsferien.

Für Berufstätige sind die Tage zwischen dem 2. Weihnachtstag und Neujahr eine der günstigsten Zeiten für Urlaub. Viele Betriebe schließen dann ganz oder arbeiten mit kleiner Besetzung. Wie viele Urlaubstage Sie für die Zeit von Heiligabend bis Neujahr brauchen, hängt vom Wochentag ab.

Arbeitstage von Heiligabend bis Neujahr nach Wochentag
Heiligabend fällt aufArbeitstage 24.12. bis 1.1.davon Heiligabend und SilvesterFrei am Stück
Montag4211 Tage (Sa 22.12. bis Di 1.1.)
Dienstag429 Tage (Di 24.12. bis Mi 1.1.)
Mittwoch429 Tage (Mi 24.12. bis Do 1.1.)
Donnerstag5211 Tage (Do 24.12. bis So 3.1.)
Freitag6210 Tage (Fr 24.12. bis So 2.1.)
Samstag409 Tage (Sa 24.12. bis So 1.1.)
Sonntag3010 Tage (Sa 23.12. bis Mo 1.1.)

Die Tabelle zählt Heiligabend und Silvester als volle Arbeitstage. Gibt Ihr Betrieb an beiden Tagen frei oder rechnet sie als halbe Tage, sinkt der Bedarf entsprechend. Am günstigsten ist ein Sonntag: Dann reichen drei Urlaubstage für zehn freie Tage. Ungünstig ist ein Freitag, weil beide Weihnachtstage auf das Wochenende fallen.

Ein Beispiel: Fällt Heiligabend auf einen Donnerstag, sind der 24. sowie der 28. bis 31. Dezember Arbeitstage. Mit diesen fünf Urlaubstagen haben Sie von Donnerstag, 24. Dezember, bis Sonntag, 3. Januar, frei. Nehmen Sie die drei Tage vor Heiligabend dazu, werden daraus 16 Tage am Stück.

Welche Brückentage sich zu Weihnachten 2026 in Ihrem Land lohnen, zeigt die folgende Übersicht. Eigene Kombinationen mit Ihren Urlaubstagen rechnen Sie im Brückentage-Planer durch.

Brückentage rund um Weihnachten 2026
ZeitraumGilt inUrlaub nehmenUrlaub → frei
25.12. bis 03.01.2027alle LänderMo 28.12., Di 29.12., Mi 30.12., Do 31.12.4 → 10

Eigene Kombination rechnen: Brückentage-Planer

Der Ausdruck „zwischen den Jahren“ stammt aus einer Zeit, in der das neue Jahr nicht überall am 1. Januar begann. Was es damit auf sich hat und was an Silvester für Arbeit und Ladenöffnung gilt, steht auf der Seite zu Silvester.

Orthodoxes Weihnachten am 7. Januar

Nicht alle Christen feiern am 25. Dezember. Orthodoxe Kirchen, die am julianischen Kalender festhalten, begehen Weihnachten am 7. Januar – darunter die russische, die serbische und die georgische Kirche. Der julianische Kalender liegt derzeit 13 Tage hinter dem gregorianischen, deshalb fällt ihr 25. Dezember auf unseren 7. Januar. Zum Ende dieses Jahrhunderts wächst der Abstand auf 14 Tage; das Fest rückt dann auf den 8. Januar.

Die orthodoxen Kirchen von Griechenland und Rumänien feiern dagegen seit 1924 am selben Tag wie Katholiken und Protestanten, die bulgarische seit 1968. In Deutschland ist der 7. Januar kein gesetzlicher Feiertag. Orthodoxe Gemeinden mit julianischem Kalender feiern ihre Weihnachtsgottesdienste hier in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar.

Grüße zu Weihnachten

Texte für Familie, Freunde, Kollegen und Geschäftspartner sowie Bilder zum Herunterladen finden Sie gesammelt bei den Weihnachtsgrüßen. Dort gibt es kurze Grüße für den Messenger ebenso wie längere Texte für Karten und Briefe.

Quellen

Weihnachten nach Jahren

Häufige Fragen

Wann ist Weihnachten 2026?

Der 1. Weihnachtstag ist am Freitag, 25. Dezember 2026, der 2. Weihnachtstag am 26. Dezember. Heiligabend liegt am Vortag, dem 24. Dezember.

Ist der 2. Weihnachtstag überall ein Feiertag?

Ja. Der 25. und der 26. Dezember sind in allen 16 Bundesländern gesetzliche Feiertage. Fällt einer davon auf ein Wochenende, gibt es keinen Ersatztag.

Seit wann wird Weihnachten am 25. Dezember gefeiert?

Das Fest ist seit dem 4. Jahrhundert belegt. Als ältestes Zeugnis gilt ein römischer Kalender, der Chronograph von 354.

Warum feiern manche orthodoxe Christen am 7. Januar?

Sie richten sich nach dem julianischen Kalender, der derzeit 13 Tage hinter dem gregorianischen liegt. Ihr 25. Dezember fällt deshalb auf unseren 7. Januar.

Wie viele Urlaubstage brauche ich von Heiligabend bis Neujahr?

Je nach Wochentag drei bis sechs, wenn Heiligabend und Silvester als volle Arbeitstage zählen. Am günstigsten ist ein Heiligabend am Sonntag, am ungünstigsten einer am Freitag.

Passt dazu

  • Anlässe 1. Weihnachtstag

    Christfest am 25. Dezember: Gottesdienste, Festessen, was geöffnet hat.

  • Anlässe 2. Weihnachtstag

    Stephanstag am 26. Dezember: Bedeutung, Bräuche, Arbeit und Ausflüge.

  • Anlässe Silvester

    Termin, Arbeitszeit und Läden zum Jahreswechsel.

  • Schulferien Sommerferien

    Alle 16 Länder im Überblick.