Feiertage

Feiertage im Land Bremen: Termine, Reformationstag und Gedenktage

Im Land Bremen gelten 10 gesetzliche Feiertage: die neun bundesweiten und seit 2018 der Reformationstag am 31. Oktober. Die Regeln gelten in Bremen und Bremerhaven gleichermaßen.

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KI-generierte Landschaft, wie sie für die Weserniederung bei Bremen typisch ist
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Im Land Bremen gelten 10 gesetzliche Feiertage, und nur einer davon ist kein bundesweiter: der Reformationstag am 31. Oktober. Er ist seit 2018 arbeitsfrei. Bis dahin hatte Bremen wie Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nur die neun bundesweiten Feiertage. Die Regeln gelten für beide Städte des Landes, Bremen und das rund 60 Kilometer weserabwärts gelegene Bremerhaven.

Ungewöhnlich ist, wie weit das Bremer Gesetz über die freien Tage hinausgeht. Es schützt christliche, jüdische, islamische und alevitische Feste und gibt Schülern an den Feiertagen ihrer Religion unterrichtsfrei.

Gesetz über die Sonn-, Gedenk- und Feiertage

Rechtsgrundlage ist das Gesetz über die Sonn-, Gedenk- und Feiertage vom 12. November 1954. § 2 Absatz 1 zählt die staatlich anerkannten Feiertage mit den Buchstaben a bis j auf, der Reformationstag steht unter j. Absatz 2 stellt klar, dass diese Tage auch im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetzes als Feiertage gelten.

Der Buchstabe j hat eine kurze Vorgeschichte. Zunächst stand dort nur der 31. Oktober 2017 als einmaliger Feiertag zum 500. Jahrestag der Reformation. Seit 2018 ist der Reformationstag jedes Jahr frei; die geänderte Fassung von § 2 gilt seit dem 29. Juni 2018.

Sonntage und Feiertage sind nach § 3 Tage allgemeiner Arbeitsruhe. Von 7 bis 11 Uhr sind gewerbliche Sportveranstaltungen und Veranstaltungen verboten, die den Gottesdienst unmittelbar stören (§ 5). Am 1. Mai und am 3. Oktober gilt diese Einschränkung nicht. Flohmärkte ohne gewerbliche Anbieter kann die Ortspolizeibehörde auch an Sonn- und Feiertagen erlauben (§ 4 Absatz 4).

Arbeiten an Feiertagen in der Hafenstadt

Öffentlich bemerkbare Arbeiten sind an Sonn- und Feiertagen verboten (§ 4 Absatz 1). Ausgenommen sind nach Absatz 2 unter anderem Post, Bahn, Schifffahrt, Luftfahrt, Versorgungsbetriebe und der Hafenumschlag. Wer an einem Feiertag arbeitet, der auf einen Werktag fällt, muss innerhalb von acht Wochen einen Ersatzruhetag bekommen (§ 11 Absatz 3 Arbeitszeitgesetz).

Für Arbeitszeit, die wegen eines Feiertags ausfällt, zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter (§ 2 Entgeltfortzahlungsgesetz). Zuschläge für Feiertagsarbeit regeln Tarif- und Arbeitsverträge, nicht das Feiertagsgesetz. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag, profitieren vor allem Beschäftigte, die samstags regulär arbeiten.

Der 8. Mai als Gedenktag

Seit 2020 ist der 8. Mai in Bremen staatlich anerkannter Gedenktag (§ 7a). Das Gesetz würdigt ihn als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Kriegsendes in Europa. Frei ist der Tag nicht, doch Beschäftigte und Auszubildende erhalten Gelegenheit, Gedenkveranstaltungen zu besuchen, soweit betriebliche Notwendigkeiten nicht entgegenstehen. Der 8. Mai fiel 2026 auf einen Freitag, 2027 ist er ein Samstag, 2028 ein Montag.

Religiöse Feiertage und Schule

Bremen schützt in § 8 nicht nur christliche Feste. Neben Reformationsfest, Buß- und Bettag, Fronleichnam und Allerheiligen nennt das Gesetz jüdische, islamische und alevitische Feiertage. Dazu gehören etwa Jom Kippur, Pessach, das Ramadanfest, das Opferfest und Nevruz. In der Nähe von Gotteshäusern ist an diesen Tagen alles verboten, was den Gottesdienst unmittelbar stört.

Die Termine der jüdischen und islamischen Feste richten sich nach dem Mondkalender und wandern deshalb durch das Jahr. Der Schutz beginnt jeweils am Vorabend um 17 Uhr. Die Senatskanzlei veröffentlicht die Daten im Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen. Für Aleviten nennt das Gesetz den Aşure-Tag, Hızır-Lokması am 16. Februar und Nevruz am 21. März.

Für Familien besonders wichtig ist § 10: Schüler allgemeinbildender Schulen sowie der Fach- und Berufsfachschulen haben an den Feiertagen ihrer Religionsgemeinschaft unterrichtsfrei. Katholische Kinder bleiben also an Fronleichnam zu Hause, evangelische am Buß- und Bettag. Beim Ramadan- und beim Opferfest bestimmt die Bildungsbehörde, welcher der Festtage unterrichtsfrei ist. Berufsschüler werden auf Antrag vom Unterricht befreit.

Beschäftigte erhalten nach § 9 an diesen Tagen Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch, soweit der Betrieb es erlaubt. Bezahlte Feiertage sind es nicht. Einen Überblick über die Feste der Religionen gibt der Ratgeber Religiöse Feiertage.

Feiertage 2026 in Bremen

Gesetzliche Feiertage 2026 in Bremen (10)
DatumWochentagFeiertagHinweis
1. Januar 2026DonnerstagNeujahrBrückentag möglich
3. April 2026FreitagKarfreitag
6. April 2026MontagOstermontag
1. Mai 2026FreitagTag der Arbeit
14. Mai 2026DonnerstagChristi HimmelfahrtBrückentag möglich
25. Mai 2026MontagPfingstmontag
3. Oktober 2026SamstagTag der Deutschen Einheitfällt aufs Wochenende
31. Oktober 2026SamstagReformationstagfällt aufs Wochenende
25. Dezember 2026Freitag1. Weihnachtstag
26. Dezember 2026Samstag2. Weihnachtstagfällt aufs Wochenende

2026 lagen sieben der zehn Feiertage auf einem Werktag. Der 3. Oktober, der Reformationstag und der 2. Weihnachtstag fielen jeweils auf einen Samstag. Daraus ergaben sich 254 Arbeitstage. Der Reformationstag brachte 2026 damit keinen zusätzlichen freien Tag.

Zwischen den Jahren lässt sich 2026 mit wenig Urlaub viel erreichen. Der 1. Weihnachtstag ist ein Freitag, Neujahr 2027 ebenfalls. Wer vom 28. bis 31. Dezember Urlaub nimmt, hat vom 26. Dezember bis 3. Januar neun Tage frei; Silvester zählt dabei als normaler Arbeitstag.

Feiertage 2027 in Bremen

Gesetzliche Feiertage 2027 in Bremen (10)
DatumWochentagFeiertagHinweis
1. Januar 2027FreitagNeujahr
26. März 2027FreitagKarfreitag
29. März 2027MontagOstermontag
1. Mai 2027SamstagTag der Arbeitfällt aufs Wochenende
6. Mai 2027DonnerstagChristi HimmelfahrtBrückentag möglich
17. Mai 2027MontagPfingstmontag
3. Oktober 2027SonntagTag der Deutschen Einheitfällt aufs Wochenende
31. Oktober 2027SonntagReformationstagfällt aufs Wochenende
25. Dezember 2027Samstag1. Weihnachtstagfällt aufs Wochenende
26. Dezember 2027Sonntag2. Weihnachtstagfällt aufs Wochenende

2027 ist für Beschäftigte in Bremen ein ungünstiges Jahr. Die Hälfte der Feiertage fällt auf ein Wochenende: der 1. Mai, der 3. Oktober, der Reformationstag und beide Weihnachtstage. Es bleiben fünf freie Werktage, alle in der ersten Jahreshälfte.

Neujahr und Karfreitag sind Freitage, Ostermontag und Pfingstmontag fallen wie immer auf einen Montag. Christi Himmelfahrt am 6. Mai ist ein Donnerstag. Nachholtage für Feiertage am Wochenende gibt es nicht.

Brückentage 2027

Brückentage 2027 in Bremen
ZeitraumFeiertagUrlaub nehmenUrlaub → frei
20.03. bis 29.03.2027Karfreitag, OstermontagMo 22.3., Di 23.3., Mi 24.3., Do 25.3.4 → 10
06.05. bis 09.05.2027Christi HimmelfahrtFr 7.5.1 → 4
15.05. bis 23.05.2027PfingstmontagDi 18.5., Mi 19.5., Do 20.5., Fr 21.5.4 → 9

Die Brückentage konzentrieren sich auf März und Mai. Um Ostern ergeben vier Urlaubstage zehn freie Tage, nach Christi Himmelfahrt reicht der Freitag, 7. Mai, für ein langes Wochenende. Zu Pfingsten bringen vier Urlaubstage vom 18. bis 21. Mai neun Tage am Stück.

Herbsturlaub planen Sie 2027 ohne Feiertagshilfe, denn der Reformationstag fällt auf einen Sonntag. Hilfreich ist dann der Blick auf die Schulferien in Bremen.

Arbeitstage 2027

Mit 256 Arbeitstagen bei einer Fünftagewoche hat Bremen 2027 zwei mehr als 2026. Mehr Arbeitstage hat 2027 kein Land, gegenüber Bayern und Baden-Württemberg sind es drei mehr. Am wenigsten wird im Mai gearbeitet, mit 19 Tagen, am meisten im Dezember mit 23 Tagen.

Arbeitstage 2027 in Bremen (Montag bis Freitag ohne Feiertage)
MonatArbeitstage
Januar20
Februar20
März21
April22
Mai19
Juni22
Juli22
August22
September22
Oktober21
November22
Dezember23
Jahr 2027256

Stille Tage in Bremen

Bremen schützt Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag nach § 6 nur für bestimmte Stunden. Am Karfreitag gelten die Verbote von 6 bis 21 Uhr, an den beiden Novembersonntagen von 6 bis 17 Uhr. In dieser Zeit sind öffentliche Veranstaltungen nur erlaubt, wenn sie den ernsten Charakter des Tages wahren; gewerbliche Sportveranstaltungen sind untersagt.

Wann der Volkstrauertag begangen wird, bestimmt nach § 12 der Senat. Ausnahmen von den Verboten kann im Einzelfall der Senator für Inneres und Sport zulassen (§ 11). Die Bremer Schutzzeiten sind damit kürzer als etwa in Bayern, wo der Karfreitag von 0 bis 24 Uhr geschützt ist. Einen Ländervergleich bietet der Ratgeber Stille Feiertage.

Bremen und Niedersachsen

Beide Städte des Landes Bremen sind von Niedersachsen umgeben. Die Nachbarn haben dieselben zehn Feiertage, den Reformationstag eingeschlossen. Für Pendler aus Delmenhorst, Achim oder Cuxhaven gibt es deshalb keine Unterschiede beim Feiertagskalender. Abweichungen gibt es eher bei den Schutzzeiten der stillen Tage, die jedes Land selbst festlegt.

Ausblick auf 2028

2028 kehrt sich das Bild um. Neun der zehn Feiertage fallen auf einen Werktag, nur Neujahr ist ein Samstag. Der 1. Mai ist ein Montag, der 3. Oktober ein Dienstag, und die Weihnachtstage liegen auf Montag und Dienstag.

Der Reformationstag ist ein Dienstag; mit dem Montag, 30. Oktober, als Brückentag sind vier Tage frei. Bei einer Fünftagewoche bleiben 251 Arbeitstage, fünf weniger als 2027.

Quellen

Feiertage in den anderen Ländern

Häufige Fragen

Seit wann ist der Reformationstag in Bremen ein Feiertag?

Seit 2018. Schon 2017 war der 31. Oktober einmalig frei, zum 500. Jahrestag der Reformation.

Haben muslimische Schüler in Bremen am Ramadanfest frei?

Ja. Nach § 10 haben Schüler an den in § 8 genannten Feiertagen ihrer Religionsgemeinschaft unterrichtsfrei. Beim Ramadan- und beim Opferfest gilt das für einen Tag, den die Bildungsbehörde festlegt.

Ist der 8. Mai in Bremen ein Feiertag?

Nein. Seit 2020 ist er staatlich anerkannter Gedenktag (§ 7a), aber kein arbeitsfreier Tag. Beschäftigte sollen Gedenkveranstaltungen besuchen können, wenn der Betrieb es zulässt.

Gelten in Bremerhaven andere Feiertage als in Bremen?

Nein. Das Feiertagsgesetz gilt im ganzen Land Bremen und damit in beiden Städten gleich.

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