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Advent: Termine, Adventskranz und Bedeutung der Adventszeit

Der 1. Advent fällt 2026 auf Sonntag, 29. November 2026. Die Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten und endet an Heiligabend. Der 4. Advent ist immer der letzte Sonntag vor dem 25. Dezember – er kann also auch auf den 24. Dezember fallen.

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1. Advent

29

November 2026

Sonntag

kein gesetzlicher Feiertag

in 58 Tagen

Frisch gebundener Adventskranz aus Tannengrün mit vier noch nicht angezündeten Kerzen auf einer Werkbank
KI-generiert

Der 1. Advent fällt 2026 auf Sonntag, 29. November 2026. Mit ihm beginnt die Adventszeit: vier Sonntage, in denen sich Christen auf Weihnachten vorbereiten. Sie endet an Heiligabend, dem 24. Dezember.

Countdown: Advent am Sonntag, 29. November 2026

58Tage
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Die vier Adventssonntage 2026

Alle vier Adventssonntage hängen an einem einzigen Datum: dem 25. Dezember. Der 4. Advent ist der letzte Sonntag vor dem ersten Weihnachtstag, die anderen liegen jeweils eine Woche davor. So ergeben sich die Termine der kommenden Adventszeit:

Advent 2026: alle Tage
TagDatumWochentagGesetzlicher Feiertag
1. Advent29. November 2026Sonntagnein
2. Advent6. Dezember 2026Sonntagnein
3. Advent13. Dezember 2026Sonntagnein
4. Advent20. Dezember 2026Sonntagnein

Die folgende Tabelle zeigt den 1. Advent der nächsten Jahre. Im Jahr 2027 beginnt die Adventszeit am Sonntag, 28. November 2027.

Advent: die nächsten Termine
TerminDatumWochentagKalenderwoche
Advent 202629. November 2026SonntagKW 48
Advent 202728. November 2027SonntagKW 47
Advent 20283. Dezember 2028SonntagKW 48
Advent 20292. Dezember 2029SonntagKW 48
Advent 20301. Dezember 2030SonntagKW 48

So wird der Advent berechnet

Entscheidend ist der Wochentag des 25. Dezember. Ist der erste Weihnachtstag ein Montag, fällt der 4. Advent auf Heiligabend. Ist der 25. Dezember selbst ein Sonntag, liegt der 4. Advent eine volle Woche früher, am 18. Dezember. Daraus ergibt sich für jeden Adventssonntag eine feste Spanne von sieben Tagen.

Ein Beispiel: Fällt der 25. Dezember auf einen Mittwoch, ist der 4. Advent am 22. Dezember. Drei Wochen davor, am 1. Dezember, liegt dann der 1. Advent.

Frühester und spätester Termin der vier Adventssonntage
Sonntagfrühestensspätestens
1. Advent27. November3. Dezember
2. Advent4. Dezember10. Dezember
3. Advent11. Dezember17. Dezember
4. Advent18. Dezember24. Dezember

Die Adventszeit ist deshalb nicht jedes Jahr gleich lang. Vom 1. Advent bis einschließlich Heiligabend vergehen mindestens 22 und höchstens 28 Tage. Am kürzesten ist sie, wenn 4. Advent und Heiligabend auf denselben Tag fallen. Am längsten ist sie, wenn Weihnachten auf einen Sonntag fällt.

Eine Woche vor dem 1. Advent liegt der Totensonntag. In der evangelischen Kirche heißt er auch Ewigkeitssonntag und beschließt das Kirchenjahr. Wer sich die Reihenfolge merken will: Auf den Totensonntag folgt immer unmittelbar der Advent.

Die vier Sonntage und ihre Schwerpunkte

Jeder Adventssonntag hat eigene Bräuche und Lesungen. Für jeden gibt es eine ausführliche Seite mit Terminen, Bildern und Grüßen:

  • 1. Advent: Die erste Kerze brennt, das Kirchenjahr beginnt, und wenige Tage vorher oder nachher öffnet sich das erste Türchen.
  • 2. Advent: In seiner Nähe liegen der Barbaratag am 4. Dezember und Nikolaus am 6. Dezember.
  • 3. Advent: Der Freudensonntag „Gaudete“ mit der rosa Kerze; dicht daneben liegt der Luciatag am 13. Dezember.
  • 4. Advent: Alle vier Kerzen brennen, katholisch heißt der Sonntag „Rorate“. In manchen Jahren ist er zugleich Heiligabend.

Bedeutung und Geschichte

Das Wort Advent kommt vom lateinischen „adventus“ und bedeutet „Ankunft“. Christen erwarten in diesen Wochen die Geburt Jesu, die sie an Weihnachten feiern, und zugleich seine Wiederkunft am Ende der Zeit. Deshalb mischen sich in den Gottesdiensten Vorfreude und ernste Töne. Nach Angaben der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wird der Advent seit rund 1.600 Jahren gefeiert.

Nachweisbar ist die Adventszeit seit dem Ende des 4. Jahrhunderts in Gallien und Spanien. Zunächst dauerte sie vielerorts sechs Wochen. Papst Gregor der Große (540–604) legte die Zahl der Adventssonntage auf vier fest. In Mailand beginnt der Advent bis heute schon am sechsten Sonntag vor Weihnachten.

Über viele Jahrhunderte war der Advent eine Fastenzeit. Daran erinnert noch der Martinstag am 11. November: Vor dem adventlichen Fasten wurde ein letztes Mal ausgiebig gefeiert. Heute steht im Advent die Vorbereitung im Vordergrund, nicht der Verzicht.

Beginn des Kirchenjahrs

Mit dem 1. Advent beginnt in der katholischen und in der evangelischen Kirche das neue Kirchenjahr. Es ordnet Feste, Lesungen und Lieder vom Advent über Weihnachten, Ostern und Pfingsten bis zu seinem Ende im November. Die liturgische Farbe der Adventszeit ist in beiden Kirchen Violett, die Farbe der Besinnung und Umkehr.

Advent im Gottesdienst

Im Gottesdienst ist der Advent an mehreren Zeichen zu erkennen. In evangelischen Kirchen hängen an Altar und Kanzel violette Tücher, katholische Priester tragen violette Messgewänder. Der feierliche Lobgesang „Gloria“ entfällt an den Adventssonntagen in der katholischen Messe und in vielen evangelischen Gottesdiensten. Er erklingt erst an Weihnachten wieder.

Auch die Lieder haben ihre eigene Zeit. Im Advent singen die Gemeinden Adventslieder wie „Macht hoch die Tür“ oder „Tochter Zion, freue dich“, Weihnachtslieder folgen erst ab Heiligabend. Dazu kommen Andachten, Konzerte und Frühgottesdienste bei Kerzenlicht.

Jeder der vier Sonntage hat eigene Leitworte. Die Übersicht zeigt, unter welchem Wort die Gottesdienste stehen:

Leitworte der vier Adventssonntage
SonntagEvangelischer WochenspruchKatholischer Akzent
1. Advent„Siehe, dein König kommt zu dir“ (Sacharja 9,9)Eröffnungsvers aus Psalm 25: „Zu dir erhebe ich meine Seele“
2. Advent„Seht auf und erhebt eure Häupter“ (Lukas 21,28)Johannes der Täufer ruft zur Umkehr
3. Advent„Bereitet dem Herrn den Weg“ (Jesaja 40,3)„Gaudete“ – Freut euch; Farbe Rosa möglich
4. Advent„Freuet euch in dem Herrn allewege“ (Philipper 4,4)„Rorate“ – Tauet, ihr Himmel

Der Adventskranz: Wicherns Holzrad von 1839

Den ersten belegten Adventskranz hängte der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) im Jahr 1839 auf. Er hing unter der Decke des Betsaals im Rauhen Haus in Hamburg-Horn, wo Wichern Kinder und Jugendliche aus armen Verhältnissen betreute. Der Kranz war aus Holz und etwa so groß wie ein Wagenrad. Für jeden Tag bis Weihnachten gab es eine Kerze, so konnten die Kinder die Wartezeit sehen und abzählen.

Großer hölzerner Kranz mit vielen gleich großen Kerzen unter der Holzdecke eines schlichten Saals
Nach dem Vorbild des Wichern-Kranzes: ein Holzring mit einer Kerze für jeden Tag bis Weihnachten KI-generiert

Oft wird erzählt, Wichern habe die Sonntage mit großen weißen und die Werktage mit kleinen roten Kerzen markiert. Laut dem Rauhen Haus ist das nicht belegt: Im Archiv liegt nur eine schwarz-weiße Strichzeichnung, auf der alle Kerzen gleich groß sind. Ab 1860 schmückte man den Kranz mit Tannenzweigen. Die heutige Form mit vier Kerzen setzte sich durch, als der Kranz in die Wohnzimmer wanderte.

Adventskalender: gezählt wird ab dem 1. Dezember

Anders als der Kranz zählt der Adventskalender nicht die Sonntage, sondern die Tage vom 1. bis zum 24. Dezember. Als ältester gedruckter Adventskalender gilt nach Angaben der Nordkirche „St. Nikolaus der Weihnachtsmann“, für den Carl Straub in München 1900 Musterschutz erhielt. 1902 folgte die „Weihnachtsuhr für Kinder“. Bekannt wurde vor allem der Münchner Verleger Gerhard Lang, der ab 1904 regelmäßig neue Kalender herausbrachte.

Heute gibt es Adventskalender in vielen Formen: mit Bildern, Schokolade, kleinen Geschenken, Bibelversen oder als digitale Variante. Gemeinsam ist ihnen das Prinzip, das schon Wicherns Kranz hatte. Die Wartezeit wird in einzelne Tage geteilt, die man abzählen kann.

Der Kalender beginnt am 1. Dezember, der 1. Advent liegt zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Deshalb starten beide nur in manchen Jahren gemeinsam. Was das für die ersten Adventstage bedeutet, erklärt die Seite zum 1. Advent.

Violett, Rosa und die Farbe der Kerzen

Violett ist in beiden großen Kirchen die liturgische Farbe des Advents. Einen helleren Akzent setzen die Konfessionen an unterschiedlichen Sonntagen. Katholisch ist es der 3. Advent, „Gaudete“ genannt, an dem die Farbe zu Rosa aufgehellt werden darf. In evangelischen Kirchen kann dagegen der 4. Advent wegen seines freudigen Charakters rosa sein; sein Wochenspruch beginnt mit „Freuet euch“.

Für die Kerzen am Kranz gibt es keine Vorschrift. In Deutschland sind rote, weiße und naturfarbene Kerzen verbreitet; zunehmend sieht man Kränze mit drei violetten und einer rosa Kerze. Woher diese Farbwahl stammt, steht beim 3. Advent.

Sind Adventssonntage Feiertage?

Nein, die vier Adventssonntage sind in keinem Bundesland gesetzliche Feiertage, sondern gewöhnliche Sonntage. Als Sonntage stehen sie aber unter dem Schutz des Grundgesetzes. Artikel 140 GG übernimmt dafür Artikel 139 der Weimarer Reichsverfassung: Der Sonntag ist ein Tag der Arbeitsruhe. Wer sonntags arbeitet, tut das nach den allgemeinen Regeln; Arbeits- und Tarifverträge können Abweichendes vorsehen.

Gestritten wird vor allem über den Einkauf. Berlin erlaubte zeitweise die Ladenöffnung an allen vier Adventssonntagen. Das Bundesverfassungsgericht entschied am 1. Dezember 2009, dass diese Regel den Sonntagsschutz verletzt (1 BvR 2857/07). Bloße Umsatzinteressen der Händler und Einkaufswünsche der Kunden reichen nach dem Urteil als Grund für Ausnahmen nicht aus.

Seit August 2025 hat auch Bayern ein eigenes Ladenschlussgesetz; damit regeln alle 16 Länder die Ladenöffnung selbst. Bayern schließt die Adventssonntage im Dezember von verkaufsoffenen Sonntagen ausdrücklich aus (Art. 6 Abs. 2 BayLadSchlG). Die Regeln der Länder fasst die Seite Ladenöffnung an Feiertagen zusammen.

Gedenk- und Brauchtage im Advent

Neben den vier Sonntagen hat die Adventszeit Tage mit festem Datum. Sie wandern jedes Jahr ein Stück durch die Adventswochen:

Feste Termine in der Adventszeit
DatumTagBrauch oder Bedeutung
4. DezemberBarbaratagKirsch- oder andere Obstbaumzweige werden geschnitten, damit sie an Weihnachten blühen
6. DezemberNikolausGedenktag des Bischofs von Myra; Kinder finden morgens gefüllte Stiefel
8. DezemberMariä Empfängniskatholisches Hochfest, in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag
13. DezemberLuciatagGedenktag der heiligen Lucia, Lichterbrauch vor allem in Schweden
21. oder 22. DezemberWinteranfangastronomischer Beginn des Winters, kürzester Tag des Jahres
24. DezemberHeiligabendletzter Tag des Advents, am Abend beginnt die Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit beginnt am Abend des 24. Dezember. In der katholischen Kirche reicht sie liturgisch bis zum Fest der Taufe des Herrn im Januar. Der Advent ist also nicht schon Weihnachten, sondern die Zeit davor.

Bilder und Grüße zu jedem Adventssonntag

Zu jedem der vier Sonntage gibt es eine eigene Sammlung mit Grußbildern zum Herunterladen und Texten zum Kopieren. Auf allen Bildern brennen so viele Kerzen, wie der Sonntag zählt: am 1. Advent eine, am 4. Advent alle vier. Die Bilder sind für private Grüße kostenlos und stehen auf den vier Sonntagsseiten im Abschnitt „Bilder und Grüße“.

Quellen

Advent nach Jahren

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Adventszeit?

Je nach Jahr 22 bis 28 Tage, gezählt vom 1. Advent bis einschließlich Heiligabend. Die kommende Adventszeit beginnt am Sonntag, 29. November 2026.

Warum gibt es vier Adventssonntage?

Papst Gregor der Große (540–604) legte die Zahl der Adventssonntage von sechs auf vier fest. In Mailand dauert der Advent bis heute sechs Wochen.

Wer hat den Adventskranz erfunden?

Der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern. Er hängte 1839 im Rauhen Haus in Hamburg einen hölzernen Kranz mit einer Kerze für jeden Tag bis Weihnachten auf; Tannengrün kam ab 1860 hinzu.

Ist der Advent ein gesetzlicher Feiertag?

Nein. Die vier Adventssonntage sind in keinem Bundesland gesetzliche Feiertage. Wie jeder Sonntag sind sie aber als Tage der Arbeitsruhe geschützt (Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 WRV).

Wann endet die Adventszeit?

An Heiligabend, dem 24. Dezember. Mit den Gottesdiensten am Abend beginnt die Weihnachtszeit.

Passt dazu

  • Anlässe Weihnachten

    Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtstag.

  • Anlässe 1. Weihnachtstag

    Christfest am 25. Dezember: Gottesdienste, Festessen, was geöffnet hat.

  • Anlässe 2. Weihnachtstag

    Stephanstag am 26. Dezember: Bedeutung, Bräuche, Arbeit und Ausflüge.

  • Schulferien Winterferien

    Winter-, Fastnachts- und Frühjahrsferien.