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Ostern: Termine, Osterregel und Bräuche

Ostern fällt 2027 auf Sonntag, 28. März 2027. Karfreitag und Ostermontag sind in allen 16 Ländern gesetzliche Feiertage. Der Termin wandert, weil Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wird.

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Ostersonntag

28

März 2027

Sonntag

Feiertag in allen 16 Ländern

in 177 Tagen

Weidenkätzchen in einer Glasvase am Fenster im Morgenlicht
KI-generiert

Ostern fällt 2027 auf Sonntag, 28. März 2027. Karfreitag liegt zwei Tage davor, Ostermontag folgt am Tag danach – beide sind in ganz Deutschland gesetzliche Feiertage. Ostern ist das wichtigste Fest der Christen: Sie feiern die Auferstehung Jesu. Im Jahr darauf fällt Ostersonntag auf Sonntag, 16. April 2028.

Ostertermine der nächsten Jahre

Die Tabelle zeigt den Ostersonntag der nächsten Jahre mit Kalenderwoche. Karfreitag liegt jeweils zwei Tage davor, Ostermontag einen Tag danach.

Ostern: die nächsten Termine
TerminDatumWochentagKalenderwoche
Ostern 202728. März 2027SonntagKW 12
Ostern 202816. April 2028SonntagKW 15
Ostern 20291. April 2029SonntagKW 13
Ostern 203021. April 2030SonntagKW 16
Ostern 203113. April 2031SonntagKW 15

Für einzelne Jahre gibt es eigene Seiten mit allen Feiertagen der Osterzeit, Ferien und Brückentagen: Ostern 2027, Ostern 2028, Ostern 2029 und Ostern 2030.

Die Osterregel: warum der Termin wandert

Ostern wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. Als Frühlingsbeginn gilt dabei fest der 21. März, nicht der astronomische Frühlingsanfang. Auch der Vollmond ist ein rechnerischer Wert aus Tabellen und Zyklen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt betont, dass die Rechnung aktuelle astronomische Beobachtungen nicht berücksichtigt.

Die Grundlage legte das Konzil von Nicäa im Jahr 325: Alle Christen sollten Ostern gemeinsam an einem Sonntag feiern. Die genaue Rechenregel setzte sich in den folgenden Jahrhunderten durch und erhielt mit der gregorianischen Kalenderreform von 1582 ihre heutige Form. Der Mathematiker Carl Friedrich Gauß leitete daraus später eine handliche Osterformel ab.

So entsteht ein Fenster von 35 Tagen: Frühestens fällt Ostern auf den 22. März, spätestens auf den 25. April. Den frühesten Termin gab es zuletzt 1818, den spätesten 1943. Selbst in aufeinanderfolgenden Jahren liegen die Termine oft mehrere Wochen auseinander.

Die Grenzen ergeben sich direkt aus der Regel. Fällt der Frühlingsvollmond auf Samstag, den 21. März, ist schon am nächsten Tag Ostern. Liegt der Vollmond knapp vor dem 21. März, zählt erst der folgende, der bis zum 18. April auf sich warten lassen kann. Ist dieser 18. April selbst ein Sonntag, rückt Ostern eine Woche weiter auf den 25. April.

Mit Ostern wandern viele weitere Termine. Rosenmontag liegt 48 Tage vorher, Aschermittwoch 46 Tage. Christi Himmelfahrt folgt 39 Tage nach Ostersonntag, Pfingstsonntag nach 49 und Fronleichnam nach 60 Tagen. Die Kirchen sprechen deshalb vom Osterfestkreis, der vom Aschermittwoch bis Pfingsten reicht.

Die Karwoche Tag für Tag

Die Woche vor Ostern heißt Karwoche, vom althochdeutschen „kara“ für Klage. Sie beginnt mit dem Palmsonntag. Die Tage vom Abend des Gründonnerstags bis zum Ostersonntag bilden den Höhepunkt des Kirchenjahres. Die Daten für das nächste Osterfest:

Ostern 2027: alle Tage
TagDatumWochentagGesetzlicher Feiertag
Palmsonntag21. März 2027Sonntagnein
Gründonnerstag25. März 2027Donnerstagnein
Karfreitag26. März 2027Freitagbundesweit
Karsamstag27. März 2027Samstagnein
Ostersonntag28. März 2027Sonntagnur Brandenburg
Ostermontag29. März 2027Montagbundesweit

Palmsonntag

Der Sonntag vor Ostern erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem ihm die Menschen mit Zweigen zujubelten. Katholische Gemeinden beginnen den Gottesdienst vielerorts mit einer Prozession und segnen Zweige. In Bayern binden Familien dafür bunte Palmbuschen, etwa aus Buchs und Weidenkätzchen.

Gründonnerstag

Am Donnerstag gedenken Christen des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern. Im Abendgottesdienst wäscht der Priester mancherorts Gemeindemitgliedern die Füße, wie Jesus es nach dem Johannesevangelium bei seinen Jüngern tat. Gesetzlicher Feiertag ist der Gründonnerstag in keinem Land.

Der Name kommt vermutlich vom mittelhochdeutschen „grînen“ für weinen oder klagen. Eine andere Erklärung verweist auf den Brauch, an diesem Tag Grünes zu essen. In vielen Familien gibt es deshalb Spinat, Kräutersuppe oder in Hessen die Frankfurter Grüne Soße.

Karfreitag

Am Freitag erinnern die Kirchen an Kreuzigung und Tod Jesu. Der Tag ist bundesweit gesetzlicher und zugleich stiller Feiertag. Bedeutung, Tanzverbot und Bräuche erklärt die Seite zum Karfreitag.

Karsamstag

Der Samstag ist der Tag der Grabesruhe. Kirchlich ist er ein stiller Tag ohne Messe, die Altäre bleiben leer. In Bayern ist er zudem gesetzlich ein stiller Tag (Art. 3 Feiertagsgesetz). Für den Alltag ist der Karsamstag aber ein Werktag: Die Geschäfte öffnen, und für viele ist es der letzte Einkaufstag vor Ostern.

Osternacht und Ostersonntag

In der Nacht zum Sonntag feiern die Kirchen die Auferstehung. Vor der dunklen Kirche wird ein Osterfeuer entzündet, an ihm die Osterkerze, deren Licht in die Kirche getragen wird. Der Ostersonntag ist das höchste Fest des Kirchenjahres; mit ihm beginnt die 50-tägige Osterzeit bis Pfingsten.

Fällt Ostern auf den letzten Sonntag im März, beginnt in der Osternacht zugleich die Sommerzeit. Die Uhren werden dann um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Für Gottesdienste in der Nacht und am frühen Morgen lohnt deshalb ein Blick auf die Anfangszeit.

Die Osterkerze, die in der Osternacht zum ersten Mal brennt, trägt ein Kreuz, die griechischen Buchstaben Alpha und Omega und die aktuelle Jahreszahl. Sie steht bis Pfingsten im Altarraum und wird danach bei Taufen und Beerdigungen entzündet.

Ostermontag

Der Ostermontag ist in allen Ländern gesetzlicher Feiertag. Das Evangelium des Tages erzählt von zwei Jüngern, die nach Emmaus wandern und unterwegs dem Auferstandenen begegnen. Daran knüpft der Emmausgang an, ein Spaziergang am Ostermontag, den viele Familien bis heute pflegen. Ein literarisches Denkmal hat Johann Wolfgang von Goethe dem Brauch mit dem „Osterspaziergang“ im „Faust“ gesetzt.

Die 50 Tage bis Pfingsten

Mit Ostern beginnt eine 50-tägige Festzeit. Der Sonntag nach Ostern heißt Weißer Sonntag; an ihm oder an den folgenden Sonntagen feiern viele katholische Gemeinden die Erstkommunion. Am 40. Tag der Osterzeit, den Ostersonntag mitgezählt, folgt Christi Himmelfahrt, am 50. Tag Pfingsten.

Welche Ostertage sind Feiertage?

Bundesweit gesetzliche Feiertage sind Karfreitag und Ostermontag. Der Ostersonntag ist als Sonntag ohnehin arbeitsfrei. Brandenburg nennt ihn in § 2 Abs. 1 seines Feiertagsgesetzes zusätzlich ausdrücklich als Feiertag, ebenso den Pfingstsonntag.

Das hat praktische Folgen für Zuschläge. Für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen bleiben Zuschläge bis 125 Prozent des Grundlohns steuerfrei, für Sonntagsarbeit nur bis 50 Prozent (§ 3b Abs. 1 EStG). Maßgeblich sind die Feiertage am Ort der Arbeitsstätte (§ 3b Abs. 2 EStG). Für Arbeit am Ostersonntag in Brandenburg kann deshalb der höhere Satz steuerfrei sein.

Osterbräuche: Eier, Feuer, Osterhase

Ostereier

Im Christentum gilt das Ei als Sinnbild für Leben und Auferstehung: Aus der scheinbar toten Schale schlüpft neues Leben. Eine verbreitete Erklärung für das Eierfärben ist die Fastenzeit. Früher wurden Eier in den Wochen vor Ostern nicht gegessen. Man kochte sie deshalb zum Haltbarmachen und brachte sie zum Fest bunt gefärbt auf den Tisch.

In vielen katholischen Gemeinden werden am Ostersonntag Speisen gesegnet, darunter Eier, Brot, Salz und Schinken. Älter als Ei und Hase ist das Osterlamm, das als vermutlich ältestes Ostersymbol für den auferstandenen Christus steht – heute oft als Kuchen in Lammform. Es erinnert an das Paschalamm, das die Israeliten nach dem Buch Exodus in der Nacht des Auszugs aus Ägypten aßen.

Eier natürlich färben

Wer ohne gekaufte Farben auskommen möchte, nutzt Küchenreste und Gemüse. Zwiebelschalen färben braun bis rötlich, Rote Bete rosa, Kurkuma gelb und Rotkohl bläulich. Reiben Sie die Eier vorher mit etwas Essig ab, dann nimmt die Schale die Farbe gleichmäßiger an. Eier mit Rissen sollten Sie bald essen und nicht lange ungekühlt liegen lassen.

Für Muster legen Sie vor dem Färben kleine Blätter oder Gräser auf das Ei und binden es fest in ein Stück Nylonstrumpf. Nach dem Färben bleibt an diesen Stellen ein heller Abdruck zurück.

Was zu Ostern auf den Tisch kommt

Nach der Fastenzeit wird Ostern vielerorts mit einem ausgiebigen Frühstück gefeiert, oft direkt nach der Osternacht oder am Ostersonntagmorgen. Typisch sind Hefezopf oder Osterbrot, gekochte Eier, Schinken und ein Kuchen in Lammform. Zum Festessen gibt es in vielen Familien Lamm, in anderen Fisch, Braten oder ein vegetarisches Menü.

Osterfeuer

Das Feuer der Osternacht steht für Christus als Licht der Welt. Daneben gibt es vor allem in Norddeutschland große Osterfeuer unter freiem Himmel, meist am Abend des Karsamstags oder des Ostersonntags. Ihre Herkunft ist nicht eindeutig geklärt.

Heute sind die Feuer oft Dorffeste von Vereinen und Feuerwehren, vielerorts mit Genehmigung der Gemeinde. Naturschützer raten, aufgeschichtetes Holz erst kurz vor dem Anzünden umzusetzen, damit darin keine Igel oder Vögel verbrennen.

Osterfeuer auf einem Feld in der Abenddämmerung, Menschen in der Ferne
Osterfeuer sind vor allem in Norddeutschland ein Treffpunkt für ganze Dörfer. KI-generiert

Der Osterhase

Der Osterhase ist kein christliches Symbol, sondern ein volkstümlicher Brauch. Schriftlich belegt ist er erstmals 1682 in der Abhandlung „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“. Darin beschreibt der Heidelberger Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau, dass der Osterhase in Oberdeutschland, der Pfalz und im Elsass die Eier in Gärten verstecke. Er hält das für eine Fabel, die man einfachen Leuten und Kindern erzählt.

Warum ausgerechnet der Hase, ist nicht geklärt. Hasen bringen im Frühjahr viel Nachwuchs zur Welt und galten als Zeichen der Fruchtbarkeit. In manchen Regionen brachten früher andere Tiere die Eier, etwa der Fuchs oder der Hahn. Weit verbreitet ist der Hase erst seit dem 19. Jahrhundert, auch durch Bilderbücher und später durch Schokoladenhasen.

Regionale Osterbräuche

  • Osterbrunnen: In der Fränkischen Schweiz schmücken Dörfer ihre Brunnen mit Girlanden aus Fichtenzweigen und bemalten Eiern.
  • Osterreiten: In der sorbischen Lausitz reiten Männer in Frack und Zylinder am Ostersonntag in Prozessionen von Dorf zu Dorf und verkünden singend die Auferstehung.
  • Osterräder: Im lippischen Lügde rollen am Abend des Ostersonntags brennende, mit Stroh gefüllte Holzräder einen Hang hinab.
  • Ostereiersuche: Am Ostersonntagmorgen suchen Kinder im Garten oder in der Wohnung nach versteckten Eiern und Süßigkeiten, die der Osterhase gebracht haben soll.
  • Eiertitschen: Zwei Personen schlagen gekochte Eier mit der Spitze gegeneinander; wessen Ei heil bleibt, hat die Runde für sich entschieden.
  • Osterwasser: Nach altem Volksglauben bringt Wasser, das am Ostermorgen schweigend aus einem Bach geschöpft wird, Gesundheit.

Woher der Name Ostern kommt

Die Herkunft des deutschen Wortes ist nicht geklärt. Der angelsächsische Gelehrte Beda berichtete im 8. Jahrhundert von einer Frühlingsgöttin „Eostre“, deren Verehrung sich aber nicht belegen lässt. Andere Deutungen verbinden das Wort mit der Himmelsrichtung Osten und der Morgenröte. In den meisten europäischen Sprachen geht der Name dagegen auf das hebräische „Pessach“ zurück, etwa „Pâques“ im Französischen oder „Pasqua“ im Italienischen.

Orthodoxes Ostern

Die orthodoxen Kirchen feiern Ostern meist an einem anderen Sonntag. Sie folgen derselben Grundregel, rechnen aber mit dem Julianischen Kalender und dem alten Mondzyklus. Deshalb fällt orthodoxes Ostern auf denselben Tag wie das westliche oder eine, vier oder fünf Wochen später.

In orthodoxen Familien sind rot gefärbte Eier verbreitet. Zu Ostern grüßt man sich mit „Christus ist auferstanden“ und antwortet „Er ist wahrhaftig auferstanden“. Die Osternacht ist auch in der orthodoxen Kirche der Höhepunkt des Kirchenjahres.

Gemeinsam feierten alle Kirchen zuletzt 2025, genau 1700 Jahre nach dem Konzil von Nicäa. Fällt das orthodoxe Osterfest auf einen späteren Sonntag, sind seine Feiertage in Deutschland keine gesetzlichen Feiertage. Wer dann frei haben möchte, braucht Urlaub.

Osterferien und Brückentage

Alle Länder haben Osterferien, aber nicht zur selben Zeit. Manche beginnen in der Woche vor Ostern, andere erst am Dienstag nach Ostermontag; auch die Länge reicht von wenigen Tagen bis zu zwei Wochen. Die Termine aller Länder stehen bei den Osterferien.

Für Berufstätige ist das Osterwochenende mit seinen zwei Feiertagen eines der längsten des Jahres. Wer verreist, sollte mit vollen Straßen und Zügen rechnen, besonders am Gründonnerstag und am Ostermontag. Die Übersicht zeigt für jedes Land, welche Brückentage sich rund um das nächste Osterfest lohnen.

Brückentage rund um Ostern 2027
ZeitraumGilt inUrlaub nehmenUrlaub → frei
20.03. bis 29.03.2027alle LänderMo 22.3., Di 23.3., Mi 24.3., Do 25.3.4 → 10

Eigene Kombination rechnen: Brückentage-Planer

Ostergrüße

Grüße, Sprüche und Bilder zum Fest finden Sie auf unserer Seite Ostergrüße.

Quellen

Ostern nach Jahren

Häufige Fragen

Warum ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum?

Ostern richtet sich nach dem Mond: Es ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond ab dem 21. März. Deshalb liegt Ostersonntag zwischen dem 22. März und dem 25. April.

Ist Ostersonntag ein gesetzlicher Feiertag?

Ausdrücklich genannt wird er nur im Feiertagsgesetz von Brandenburg. Als Sonntag ist er aber überall arbeitsfrei; bundesweite Feiertage sind Karfreitag und Ostermontag.

Woher kommt der Name Ostern?

Das ist nicht sicher geklärt. Diskutiert werden eine angelsächsische Frühlingsgöttin „Eostre“, deren Verehrung nicht belegt ist, und ein Bezug zur Himmelsrichtung Osten. Viele andere Sprachen leiten den Namen vom hebräischen „Pessach“ ab.

Seit wann gibt es den Osterhasen?

Schriftlich belegt ist er erstmals 1682 in einer Heidelberger Abhandlung über Ostereier. Weit verbreitet ist er erst seit dem 19. Jahrhundert.

Was wird in der Osternacht gefeiert?

Die Auferstehung Jesu. Der Gottesdienst beginnt im Dunkeln mit dem Osterfeuer, an dem die Osterkerze entzündet wird; ihr Licht wird in die Kirche getragen.

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    Zuschläge, Ruhezeiten und Rechte.