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Zeitumstellung: Termine, Regeln und Stand der Abschaffung
Die nächste Zeitumstellung ist am Sonntag, 25. Oktober 2026. Im März wird die Uhr um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt, im Oktober um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Umgestellt wird immer am letzten Sonntag des Monats.
Zeitumstellung
25
Oktober 2026
Sonntag, 3 → 2 Uhr
kein gesetzlicher Feiertag
in 23 Tagen

Die nächste Zeitumstellung ist am Sonntag, 25. Oktober 2026. Im März werden die Uhren in Deutschland um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt, im Oktober um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Umgestellt wird jeweils am letzten Sonntag des Monats. Danach folgt die Umstellung am Sonntag, 28. März 2027.
Countdown: Zeitumstellung am Sonntag, 25. Oktober 2026
Heute ist es so weit!
Termine der Zeitumstellung
Die Tabelle zeigt alle Umstellungen der kommenden Jahre. Weil immer der letzte Sonntag im März und im Oktober gilt, liegt der Termin stets zwischen dem 25. und dem 31. des Monats. Ein fester Kalendertag ist es nie.
| Jahr | Beginn der Sommerzeit | Ende der Sommerzeit |
|---|---|---|
| 2026 | 29. März 2026 (2 → 3 Uhr) | 25. Oktober 2026 (3 → 2 Uhr) |
| 2027 | 28. März 2027 (2 → 3 Uhr) | 31. Oktober 2027 (3 → 2 Uhr) |
| 2028 | 26. März 2028 (2 → 3 Uhr) | 29. Oktober 2028 (3 → 2 Uhr) |
| 2029 | 25. März 2029 (2 → 3 Uhr) | 28. Oktober 2029 (3 → 2 Uhr) |
| 2030 | 31. März 2030 (2 → 3 Uhr) | 27. Oktober 2030 (3 → 2 Uhr) |
| 2031 | 30. März 2031 (2 → 3 Uhr) | 26. Oktober 2031 (3 → 2 Uhr) |
| 2032 | 28. März 2032 (2 → 3 Uhr) | 31. Oktober 2032 (3 → 2 Uhr) |
| 2033 | 27. März 2033 (2 → 3 Uhr) | 30. Oktober 2033 (3 → 2 Uhr) |
| 2034 | 26. März 2034 (2 → 3 Uhr) | 29. Oktober 2034 (3 → 2 Uhr) |
| 2035 | 25. März 2035 (2 → 3 Uhr) | 28. Oktober 2035 (3 → 2 Uhr) |
Die Umstellung im März folgt wenige Tage auf den Frühlingsanfang, die im Oktober gut einen Monat auf den Herbstanfang. Die Sommerzeit dauert damit jedes Jahr 30 oder 31 Wochen. Der Umstellungssonntag selbst hat im März nur 23 Stunden, im Oktober 25 Stunden.
Manchmal trifft die Umstellung auf besondere Tage. Liegt Ostern auf dem letzten Sonntag im März, wird in der Osternacht umgestellt; den Termin zeigt die Seite zu Ostern. Fällt der 31. Oktober auf einen Sonntag, ist der Reformationstag zugleich der Tag der Rückstellung.
So läuft die Umstellung ab
Im März: Beginn der Sommerzeit
Am letzten Sonntag im März springt die Uhr um 2 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) direkt auf 3 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Die Stunde dazwischen gibt es in dieser Nacht nicht, die Nacht ist eine Stunde kürzer. Abends bleibt es danach auf der Uhr eine Stunde länger hell, morgens wird es später hell.
Im Oktober: Rückkehr zur Normalzeit
Am letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr um 3 Uhr MESZ auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt. Die Stunde von 2 bis 3 Uhr erscheint dadurch zweimal. Die Sommerzeitverordnung nennt die erste Stunde „2A“ und die zweite „2B“. So lassen sich Zeitangaben aus dieser Nacht eindeutig zuordnen.
Im Alltag zeigt sich die Rückstellung vor allem am Abend. In Berlin geht die Sonne laut timeanddate.de am Tag vor der Umstellung gegen 17:52 Uhr unter, am Tag danach schon gegen 16:50 Uhr. Dafür ist es morgens wieder eine Stunde früher hell.
Eine bekannte Eselsbrücke hilft beim Merken: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor das Haus, im Herbst wieder zurück in den Schuppen. Genauso geht die Uhr im Frühjahr vor und im Herbst zurück.
Rechtsgrundlage in Deutschland und der EU
Die gesetzliche Zeit regelt das Einheiten- und Zeitgesetz (EinhZeitG). Nach § 4 ist das die Mitteleuropäische Zeit, also die koordinierte Weltzeit (UTC) plus eine Stunde. Während der Sommerzeit gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit, UTC plus zwei Stunden. Eine „Winterzeit“ kennt das Gesetz nicht, gemeint ist die normale MEZ.
§ 5 EinhZeitG ermächtigt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Sommerzeit per Rechtsverordnung einzuführen. Als Zweck nennt das Gesetz die bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit und die Angleichung an die Nachbarstaaten. Die Sommerzeit darf nur zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober liegen und soll an einem Sonntag beginnen und enden.
Die Einzelheiten stehen in der Sommerzeitverordnung (SoZV). Nach § 1 gilt die Sommerzeit seit 2002 auf unbestimmte Zeit. § 2 legt den letzten Sonntag im März und im Oktober sowie die Uhrzeiten fest. Grundlage ist die EU-Richtlinie 2000/84/EG, nach der alle Mitgliedstaaten zum selben Zeitpunkt umstellen.
Wer die Zeit verbreitet
Für Darstellung und Verbreitung der gesetzlichen Zeit ist nach § 6 EinhZeitG die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zuständig. Die PTB stellt die Zeit mit Atomuhren dar. Ihr bekanntester Verbreitungsweg ist der Zeitzeichensender DCF77 in Mainflingen in Hessen. Funkuhren empfangen dieses Zeitsignal und stellen sich in der Umstellungsnacht selbst um.
Zeitzonen in Europa und weltweit
Auf dem europäischen Festland der EU gelten drei Zeitzonen. Neben der Mitteleuropäischen Zeit sind das die Westeuropäische Zeit, etwa in Portugal, und die Osteuropäische Zeit, etwa in Finnland und Griechenland. Alle stellen zum selben Zeitpunkt um, der Abstand zwischen ihnen bleibt deshalb gleich.
Viele Staaten außerhalb Europas stellen nicht oder an anderen Tagen um. In den USA beginnt die Sommerzeit am zweiten Sonntag im März und endet am ersten Sonntag im November. In den Wochen, in denen die USA schon oder noch Sommerzeit haben, Deutschland aber nicht, ist der Zeitunterschied eine Stunde kleiner als sonst.
Uhrzeit und Sonnenzeit
Die MEZ entspricht der mittleren Sonnenzeit am 15. Längengrad, der durch Görlitz verläuft. Im Westen Deutschlands steht die Sonne deshalb später im Süden. In Aachen ist es nach unserer Rechnung rund 36 Minuten später Mittag als in Görlitz. In der Sommerzeit rückt der Sonnenmittag auf der Uhr um eine weitere Stunde nach hinten.
Kurze Geschichte der Sommerzeit
Ganz neu ist die Sommerzeit nicht. Laut PTB galt sie in Deutschland schon von 1916 bis 1918 und von 1940 bis 1949.
Die erste Umstellung fand nach den PTB-Daten am Abend des 30. April 1916 statt. Zwischen den Weltkriegen, von 1919 bis 1939, gab es keine Sommerzeit. 1947 kam sogar eine „Hochsommerzeit“ hinzu, bei der die Uhren zwei Stunden vorgingen. Von 1950 bis 1979 wurde nicht umgestellt.
Seit 1980 gibt es die Sommerzeit wieder, der erste Wechsel war am 6. April 1980. Bis 1995 endete sie am letzten Sonntag im September. Seit 1996 dauert sie bis zum letzten Sonntag im Oktober.
Wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Die EU-Kommission hat 2018 eine öffentliche Online-Konsultation durchgeführt. Nach Angaben der Kommission gingen rund 4,6 Millionen Antworten ein, 84 Prozent sprachen sich gegen die halbjährliche Umstellung aus. Am 12. September 2018 legte die Kommission einen Vorschlag vor, die Zeitumstellung zu beenden (COM(2018) 639).
Das Europäische Parlament stimmte am 26. März 2019 dafür, die Umstellungen ab 2021 zu beenden. Jeder Mitgliedstaat sollte selbst wählen, welche Zeit er danach dauerhaft behält. Der Rat, in dem die Regierungen der Mitgliedstaaten sitzen, hat sich bisher nicht auf eine Position geeinigt.
Laut der Verfahrensdatenbank des Europäischen Parlaments wartet das Verfahren 2018/0332(COD) weiterhin auf den Standpunkt des Rates (Stand: Oktober 2026). Solange keine Einigung vorliegt, gilt die Richtlinie 2000/84/EG weiter. In Deutschland werden die Uhren also wie gewohnt umgestellt.
Tipps für Geräte und Schlaf
Geräte
- Smartphones, Computer und Tablets stellen sich in der Regel selbst um, wenn die automatische Zeiteinstellung aktiv ist.
- Funkuhren übernehmen die neue Zeit über das Signal von DCF77.
- Von Hand umstellen müssen Sie meist Backofen, Mikrowelle, Autouhr, Wecker ohne Funk und Zeitschaltuhren.
- Prüfen Sie Heizungs- und Rollladensteuerungen sowie Futterautomaten, die nach fester Uhrzeit arbeiten.
- Termine am Sonntagmorgen nach der Umstellung sollten Sie im Kalender noch einmal prüfen.

Schlaf
Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) hat 2016 eine Bilanz der Sommerzeit vorgelegt. Danach gibt es Hinweise, dass manche Menschen nach der Umstellung im Frühjahr länger unter Anpassungs- und Befindlichkeitsstörungen leiden. Belege für ernsthafte gesundheitliche Schäden fand der Bericht nicht. Die Wirkung auf den Energieverbrauch bewertet er als sehr gering.
Wer empfindlich reagiert, kann die Umstellung in kleinen Schritten vorwegnehmen. Gehen Sie in den Tagen davor jeweils 10 bis 15 Minuten früher ins Bett, im Oktober entsprechend später. Helles Tageslicht am Morgen kann die Anpassung erleichtern, ein langer Mittagsschlaf eher nicht. Auch kleine Kinder und Haustiere brauchen oft einige Tage, bis sich ihr Rhythmus angepasst hat.
Für Schichtarbeit gilt: In der Oktobernacht dauert eine Nachtschicht eine Stunde länger, im März eine Stunde kürzer. Ob die Stunde bezahlt oder abgezogen wird, regeln Arbeits- und Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen.
Zeitumstellung und Ferien
Die Umstellung im Oktober fällt oft in die Herbstferien mehrerer Länder, die im März je nach Ostertermin in die Osterferien. Wer in dieser Nacht reist, sollte Abfahrts- und Ankunftszeiten besonders genau prüfen. Die Ferientermine finden Sie unter Herbstferien, Countdowns zu vielen Terminen auf der Seite Countdown.
Quellen
- Einheiten- und Zeitgesetz (EinhZeitG), § 4 Gesetzliche Zeit
- Einheiten- und Zeitgesetz (EinhZeitG), § 5 Ermächtigung zur Einführung der Sommerzeit
- Einheiten- und Zeitgesetz (EinhZeitG), § 6 Physikalisch-Technische Bundesanstalt
- Sommerzeitverordnung (SoZV), § 1 und § 2
- PTB: Darstellung der gesetzlichen Zeit
- PTB: Sommerzeiten und Hochsommerzeiten in Deutschland bis 1979
- PTB: Sommerzeiten in der Bundesrepublik Deutschland ab 1980
- PTB: Zeitzeichensender DCF77
- Europäische Kommission: Summertime (englisch)
- Europäisches Parlament, Legislative Observatory: Verfahren 2018/0332(COD) (englisch)
- TAB beim Deutschen Bundestag: Bilanz der Sommerzeit (Arbeitsbericht Nr. 165)
- timeanddate.de: Sonnenzeiten Berlin
Zeitumstellung nach Jahren
Häufige Fragen
Wird die Uhr im März vor- oder zurückgestellt?
Im März wird sie vorgestellt, von 2 auf 3 Uhr. Im Oktober wird sie von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt.
Was passiert mit der doppelten Stunde im Oktober?
Die Stunde von 2 bis 3 Uhr läuft zweimal ab. Die Sommerzeitverordnung bezeichnet die erste als 2A (noch Sommerzeit) und die zweite als 2B (schon Normalzeit).
Wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Bisher nicht. Das Europäische Parlament hat 2019 für ein Ende gestimmt, im Rat gibt es aber noch keine gemeinsame Position. Bis dahin wird weiter umgestellt.
Stellen sich Funkuhren und Smartphones selbst um?
In der Regel ja. Funkuhren empfangen die gesetzliche Zeit über den Sender DCF77, Smartphones über Mobilfunknetz oder Internet, wenn die automatische Zeit aktiviert ist.
Gilt die Zeitumstellung in der ganzen EU gleichzeitig?
Ja. Nach der Richtlinie 2000/84/EG stellen alle Mitgliedstaaten am letzten Sonntag im März und im Oktober zum selben Zeitpunkt um.
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