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Frühlingsanfang: Tagundnachtgleiche, Termin und Uhrzeit
Der astronomische Frühling beginnt am Samstag, 20. März 2027 mit der Tagundnachtgleiche im März. Meteorologisch beginnt der Frühling schon am 1. März. Die genaue Uhrzeit in MEZ steht in der Terminübersicht.
Frühlingsanfang
20
März 2027
Samstag, 21:25 Uhr
kein gesetzlicher Feiertag
in 169 Tagen

Der astronomische Frühling beginnt am Samstag, 20. März 2027. In diesem Moment überquert die Sonne, von Süden kommend, den Himmelsäquator. Astronomen sprechen von der Tagundnachtgleiche oder dem Äquinoktium. Meteorologisch läuft der Frühling dann schon seit knapp drei Wochen, denn er beginnt immer am 1. März.
Countdown: Frühlingsanfang am Samstag, 20. März 2027
Heute ist es so weit!
Frühlingsanfang: Termine mit Uhrzeit
Die Tabelle nennt Datum und Uhrzeit der Frühlings-Tagundnachtgleiche für die kommenden Jahre. Alle Zeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben. Die Sommerzeit beginnt erst am letzten Sonntag im März und damit immer nach dem Frühlingsanfang.
| Jahr | Datum | Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|---|---|
| 2026 | 20. März 2026 | Freitag | 15:46 Uhr MEZ |
| 2027 | 20. März 2027 | Samstag | 21:25 Uhr MEZ |
| 2028 | 20. März 2028 | Montag | 03:17 Uhr MEZ |
| 2029 | 20. März 2029 | Dienstag | 09:02 Uhr MEZ |
| 2030 | 20. März 2030 | Mittwoch | 14:52 Uhr MEZ |
| 2031 | 20. März 2031 | Donnerstag | 20:41 Uhr MEZ |
| 2032 | 20. März 2032 | Samstag | 02:22 Uhr MEZ |
| 2033 | 20. März 2033 | Sonntag | 08:23 Uhr MEZ |
| 2034 | 20. März 2034 | Montag | 14:18 Uhr MEZ |
| 2035 | 20. März 2035 | Dienstag | 20:03 Uhr MEZ |
Auf den nächsten Termin folgt der Frühlingsanfang am Montag, 20. März 2028. Die Uhrzeit wandert von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden nach hinten und springt in Schaltjahren wieder zurück. Warum das so ist, erklärt der Abschnitt zum Datum weiter unten.
Astronomischer, meteorologischer und phänologischer Frühling
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) lässt jede Jahreszeit am Ersten des Monats beginnen, in dem auch ihr astronomischer Beginn liegt. Für den Frühling sind das die drei vollen Monate März, April und Mai. Wer im Wetterbericht vom Frühlingsbeginn am 1. März hört, meint also diese meteorologische Einteilung.
Astronomisch reicht der Frühling von der Tagundnachtgleiche im März bis zur Sommersonnenwende im Juni. Nach unserer Berechnung dauert er im Mittel rund 92 Tage und 18 Stunden. Damit ist er nach dem Sommer die zweitlängste Jahreszeit. Im Sommerhalbjahr der Nordhalbkugel steht die Erde weiter von der Sonne entfernt und bewegt sich langsamer auf ihrer Bahn.
Einen dritten Maßstab liefert die Natur. Der DWD teilt das Jahr in zehn phänologische Jahreszeiten ein, die sich an Pflanzen orientieren. Der Vorfrühling beginnt mit der Blüte von Hasel und Schneeglöckchen, der Erstfrühling mit der Forsythienblüte und dem Blattaustrieb der Stachelbeere. Den Vollfrühling zeigen Apfelblüte und die ersten Blätter der Stiel-Eiche an.
Diese Termine hängen von Region und Witterung ab und verschieben sich von Jahr zu Jahr. Am Oberrhein blüht die Hasel in der Regel früher als im Bergland.
| Sichtweise | Beginn | Ende | Maßstab |
|---|---|---|---|
| astronomisch | Tagundnachtgleiche, 19. bis 21. März | Sommersonnenwende, 20. oder 21. Juni | Stand der Erde zur Sonne |
| meteorologisch | 1. März | 31. Mai | volle Monate für die Klimastatistik |
| phänologisch | Blüte von Hasel und Schneeglöckchen | Blüte des Schwarzen Holunders (Beginn des Frühsommers) | Entwicklung der Pflanzen |
Was bei der Tagundnachtgleiche passiert
Die Erdachse ist gegen die Ebene der Erdbahn um rund 23,4 Grad geneigt. Deshalb wandert die Sonne im Lauf des Jahres scheinbar zwischen den beiden Wendekreisen hin und her. Zur Tagundnachtgleiche im März steht sie mittags senkrecht über dem Äquator. Auf der Südhalbkugel beginnt im selben Moment der Herbst.
Fast überall auf der Erde geht die Sonne an diesem Tag ziemlich genau im Osten auf und im Westen unter. Für Berlin nennt timeanddate.de am 20. März einen Aufgang bei 89 Grad, also nur ein Grad nördlich von Ost. Wer die Himmelsrichtungen am eigenen Wohnort prüfen möchte, hat an diesem Morgen eine gute Gelegenheit.

Sind Tag und Nacht wirklich gleich lang?
Nur ungefähr. Als Sonnenaufgang gilt der Moment, in dem der obere Rand der Sonnenscheibe am Horizont erscheint, nicht ihre Mitte. Zudem bricht die Lufthülle das Licht und hebt das Sonnenbild am Horizont etwas an. Beides zusammen verlängert den hellen Tag um einige Minuten.
Die Zahlen für Berlin zeigen das deutlich. Nach den Tabellen von timeanddate.de erreicht der Tag dort schon um den 18. März zwölf Stunden. Am 20. März sind es etwa 12 Stunden und 9 Minuten. In diesen Wochen wächst die Tageslänge in Berlin um gut vier Minuten pro Tag.
Zur Tagundnachtgleiche ist der Tag in ganz Deutschland ähnlich lang, gut zwölf Stunden. Im Juni ist er dagegen in Flensburg über eine Stunde länger als in München. Der Frühling ist also die Zeit, in der sich dieser Unterschied aufbaut.
Der Frühlingspunkt am Himmel
Den Ort, an dem die Sonne im März den Himmelsäquator kreuzt, nennen Astronomen Frühlingspunkt. Er dient als Nullpunkt für Himmelskoordinaten, ähnlich wie der Meridian von Greenwich für die geografische Länge. Von ihm aus wird die Rektaszension der Sterne gezählt.
Durch eine langsame Kreiselbewegung der Erdachse, die Präzession, wandert der Frühlingspunkt in rund 26.000 Jahren einmal um den Himmel. Heute liegt er im Sternbild Fische.
Sonnenstand und Tageslicht im Frühling
Zur Tagundnachtgleiche steht die Mittagssonne so hoch, wie sich aus 90 Grad minus geografischer Breite ergibt. In Flensburg sind das nach unserer Rechnung rund 35 Grad, in München knapp 42 Grad. Bis zur Sommersonnenwende steigt sie um weitere 23,4 Grad. Ein 1,80 Meter großer Mensch wirft in Berlin zur Tagundnachtgleiche mittags einen Schatten von gut 2,3 Metern.
Entsprechend kräftig wächst das Tageslicht. Laut den Tabellen von timeanddate.de gewinnt Berlin zwischen Frühlings- und Sommeranfang rund 4 Stunden und 40 Minuten dazu. Am Frühlingsanfang geht die Sonne dort gegen 18:20 Uhr unter, zur Sommersonnenwende erst um 21:33 Uhr Sommerzeit.
Wie schnell es heller wird, hängt von der geografischen Breite ab: Im Norden Deutschlands nimmt die Tageslänge im März schneller zu als im Süden. Dafür sind die Tage dort im Winter kürzer und im Sommer länger. Die Seiten zum Winteranfang und zum Sommeranfang nennen die Werte für Flensburg, Berlin und München.
Warum der Frühlingsanfang nicht immer am 21. März ist
Viele haben in der Schule den 21. März als Frühlingsbeginn gelernt. Das passte lange: Nach unserer Berechnung fiel der astronomische Frühlingsanfang im 20. Jahrhundert in Deutschland in 60 von 100 Jahren auf den 21. März. Zuletzt war das 2011 der Fall, um 0:21 Uhr MEZ und damit denkbar knapp. Seitdem fällt er hierzulande auf den 20. März.
| Zeitraum | 19. März | 20. März | 21. März |
|---|---|---|---|
| 1901 bis 2000 | 0 Jahre | 40 Jahre | 60 Jahre |
| 2001 bis 2100 | 18 Jahre | 79 Jahre | 3 Jahre |
Der Grund liegt im Kalender. Ein Sonnenjahr dauert etwa 365 Tage und knapp sechs Stunden. Deshalb rückt die Tagundnachtgleiche jedes Jahr um knapp sechs Stunden später, bis der Schalttag sie wieder um einen Tag nach vorn holt.
Vier Kalenderjahre mit Schalttag sind zudem etwa 45 Minuten länger als vier Sonnenjahre. Über die Jahrzehnte wandert der Termin deshalb langsam nach vorn. Erst ein ausfallender Schalttag in einem Jahrhundertjahr wie 1900 oder 2100 schiebt ihn wieder zurück.
In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts fällt der Frühlingsanfang in Deutschland deshalb vor allem in Schaltjahren sogar auf den 19. März. Ob es der 19., 20. oder 21. März ist, hängt außerdem von der Zeitzone ab. Im Jahr 2011 etwa lag der Moment nach Weltzeit (UTC) noch am Abend des 20. März, in Deutschland schon am 21. März.
Frühlingsanfang und Ostern
Für den Ostertermin zählt nicht der astronomische Frühlingsanfang. Die kirchliche Osterrechnung setzt den Frühlingsbeginn fest auf den 21. März und arbeitet auch beim Vollmond mit festen Tabellen. Ostern ist der Sonntag nach dem ersten Vollmond, der auf oder nach diesen Tag fällt.
Fällt dieser Frühlingsvollmond selbst auf einen Sonntag, wird Ostern eine Woche später gefeiert. Daraus ergibt sich ein Spielraum vom 22. März bis zum 25. April. Wie das Datum im Einzelnen entsteht, zeigt unser Ostern-Rechner, den nächsten Termin die Seite zu Ostern.
Kurz danach: die Zeitumstellung
Wenige Tage nach dem Frühlingsanfang beginnt die Sommerzeit. Nach § 2 der Sommerzeitverordnung werden die Uhren am letzten Sonntag im März um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Dieser Sonntag liegt immer zwischen dem 25. und dem 31. März.
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang rücken auf der Uhr dann um eine Stunde nach hinten. Termine, Rechtslage und Tipps für die Umstellungsnacht stehen auf der Seite zur Zeitumstellung.
Frühlingsanfang und Schulferien
Der Frühlingsanfang selbst ist weder Feiertag noch Ferientag. In Jahren mit frühem Osterfest beginnen die Osterferien in einigen Ländern aber schon um den Frühlingsanfang. Liegt Ostern spät im April, rücken auch die Ferien nach hinten. Die Termine aller Länder finden Sie unter Osterferien.
Quellen
- Deutscher Wetterdienst: Wetterlexikon „Jahreszeiten“
- Deutscher Wetterdienst: Wetterlexikon „Phänologische Jahreszeiten“
- timeanddate.de: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Berlin im März
- timeanddate.de: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Berlin im Juni
- Sommerzeitverordnung (SoZV), § 2
- Jean Meeus: Astronomical Algorithms, 2. Auflage, Willmann-Bell 1998, Kapitel 27 (Grundlage unserer Terminberechnung)
Frühlingsanfang nach Jahren
Häufige Fragen
Ist der Frühlingsanfang am 20. oder am 21. März?
In Deutschland fällt der astronomische Frühlingsanfang derzeit auf den 20. März, zuletzt lag er 2011 auf dem 21. März. Der nächste Termin ist am Samstag, 20. März 2027.
Wann beginnt der meteorologische Frühling?
Immer am 1. März. Der Deutsche Wetterdienst zählt März, April und Mai zum Frühling, weil sich ganze Monate besser statistisch auswerten lassen.
Sind am Frühlingsanfang Tag und Nacht genau gleich lang?
Nicht ganz. Weil der obere Sonnenrand zählt und die Luft das Licht bricht, ist der Tag etwas länger als zwölf Stunden. In Berlin sind es am 20. März etwa 12 Stunden und 9 Minuten.
Wie lange dauert der astronomische Frühling?
Im Mittel rund 92 Tage und 18 Stunden, von der Tagundnachtgleiche im März bis zur Sommersonnenwende im Juni.
Richtet sich Ostern nach dem astronomischen Frühlingsanfang?
Nein. Die kirchliche Osterrechnung arbeitet mit dem festen 21. März als Frühlingsbeginn. Ostern ist der Sonntag nach dem ersten Vollmond ab diesem Tag.
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Anlässe Sommeranfang
Sommersonnenwende und längster Tag.
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Anlässe Herbstanfang
Tagundnachtgleiche im September.
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Osterdatum für jedes Jahr mit Rechenweg.