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Sommeranfang: Sommersonnenwende, Termin und längster Tag

Der astronomische Sommer beginnt am Montag, 21. Juni 2027 mit der Sommersonnenwende. Es ist der längste Tag des Jahres, in Flensburg dauert er gut 17 Stunden und 19 Minuten. Meteorologisch beginnt der Sommer schon am 1. Juni.

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Sommeranfang

21

Juni 2027

Montag, 16:11 Uhr

kein gesetzlicher Feiertag

in 262 Tagen

Wiese mit Mohn und Kornblumen am Rand eines Getreidefelds im Abendlicht
KI-generiert

Der astronomische Sommer beginnt am Montag, 21. Juni 2027. An diesem Tag erreicht die Sonne ihren nördlichsten Stand: Es ist Sommersonnenwende und der längste Tag des Jahres. Meteorologen rechnen den Sommer dagegen schon ab dem 1. Juni.

Countdown: Sommeranfang am Montag, 21. Juni 2027

262Tage
–Stunden
–Minuten
–Sekunden

Sommeranfang: Termine mit Uhrzeit

Die Zeiten in der Tabelle sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben, die im Juni gilt. Nach Weltzeit (UTC) liegt der Moment zwei Stunden früher. Nach dem nächsten Termin beginnt der Sommer am Dienstag, 20. Juni 2028. Die Uhrzeit ändert sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden.

Sommeranfang 2026 bis 2035 (astronomisch, deutsche Zeit)
JahrDatumWochentagUhrzeit
202621. Juni 2026Sonntag10:25 Uhr MESZ
202721. Juni 2027Montag16:11 Uhr MESZ
202820. Juni 2028Dienstag22:02 Uhr MESZ
202921. Juni 2029Donnerstag03:48 Uhr MESZ
203021. Juni 2030Freitag09:31 Uhr MESZ
203121. Juni 2031Samstag15:17 Uhr MESZ
203220. Juni 2032Sonntag21:09 Uhr MESZ
203321. Juni 2033Dienstag03:01 Uhr MESZ
203421. Juni 2034Mittwoch08:45 Uhr MESZ
203521. Juni 2035Donnerstag14:33 Uhr MESZ

In Deutschland fällt der Sommeranfang derzeit auf den 20. oder 21. Juni. Nach unserer Berechnung lag er im 20. Jahrhundert noch in rund 40 von 100 Jahren auf dem 22. Juni, zuletzt 1987. Seit 2020 ist in Schaltjahren regelmäßig der 20. Juni an der Reihe.

Die Sonnenwende selbst ist ein Zeitpunkt, kein ganzer Tag. Als längster Tag gilt der Kalendertag, auf den dieser Moment fällt. Der Unterschied zu den Nachbartagen beträgt nur Sekunden. In Berlin dauert der Tag am 20. Juni laut timeanddate.de 16 Stunden und 50 Minuten, am 21. Juni zwei Sekunden länger.

Sommersonnenwende: der längste Tag

Der Fachbegriff Solstitium stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus „sol“ für Sonne und „sistere“ für Stillstehen zusammen. Im Volksmund heißt die Zeit um die Sonnenwende auch Mittsommer, obwohl der astronomische Sommer gerade erst beginnt.

Zur Sommersonnenwende steht die Sonne mittags senkrecht über dem nördlichen Wendekreis, rund 23,4 Grad nördlich des Äquators. Danach kehrt sie scheinbar um und wandert wieder nach Süden, daher der Name. Auf der Südhalbkugel beginnt zur selben Zeit der Winter. Nördlich des Polarkreises geht die Sonne in diesen Tagen gar nicht unter.

Wie lang der Tag dauert, hängt stark von der geografischen Breite ab. Die Tabelle zeigt die Werte aus den Sonnentabellen von timeanddate.de für drei Orte von Nord nach Süd.

Tageslänge zur Sommersonnenwende am 21. Juni (Werte laut timeanddate.de, Uhrzeiten in MESZ)
OrtSonnenaufgangSonnenuntergangTageslänge
Flensburg4:44 Uhr22:03 Uhr17 Std. 19 Min.
Berlin4:43 Uhr21:33 Uhr16 Std. 50 Min.
München5:13 Uhr21:17 Uhr16 Std. 4 Min.

Zwischen Flensburg und München liegen also gut 75 Minuten Tageslicht. Die Mittagssonne steht nach unserer Rechnung in Flensburg rund 59 Grad hoch, in Berlin knapp 61 und in München gut 65 Grad. Ein 1,80 Meter großer Mensch wirft in München mittags dann nur einen gut 80 Zentimeter langen Schatten. In Berlin geht die Sonne an diesem Abend weit im Nordwesten unter, bei 312 Grad; im Dezember sind es nur 231 Grad im Südwesten.

Dass es im Juni abends so lange hell ist, liegt auch an der Sommerzeit. Ohne sie ginge die Sonne in Flensburg zur Sonnenwende um 21:03 Uhr unter, in München um 20:17 Uhr. Aufgehen würde sie in Berlin dann schon um 3:43 Uhr. Termine und Regeln stehen auf der Seite zur Zeitumstellung.

Helle Nächte im Norden

Astronomisch dunkel ist es erst, wenn die Sonne mehr als 18 Grad unter dem Horizont steht. In Flensburg sinkt sie in der Nacht zur Sonnenwende nach unserer Rechnung nur knapp 12 Grad tief, in Berlin gut 14 Grad. Am Nordhimmel bleibt dann die ganze Nacht ein heller Schimmer. In München reicht es um Mitternacht gerade noch kurz für echte astronomische Nacht.

Für Sternbeobachter sind die Wochen um die Sonnenwende deshalb die ungünstigste Zeit des Jahres. Echte astronomische Nacht kehrt in Norddeutschland erst im Spätsommer zurück.

Frühester Aufgang und spätester Untergang

Der längste Tag bringt nicht zugleich den frühesten Sonnenaufgang und den spätesten Sonnenuntergang. In Berlin geht die Sonne laut timeanddate.de schon um den 17. Juni am frühesten auf, um 4:42 Uhr. Am spätesten geht sie um die Sonnenwende und in der Woche danach unter, um 21:33 Uhr.

Ursache ist die Zeitgleichung: Der wahre Sonnenmittag rückt im Juni täglich ein wenig nach hinten. Sie entsteht, weil die Erdbahn elliptisch und die Erdachse geneigt ist. Wer den frühesten Sonnenaufgang des Jahres sehen möchte, muss in Berlin Mitte Juni vor 4:45 Uhr draußen sein.

Nach der Sonnenwende werden die Tage zunächst nur um Sekunden kürzer. In Berlin ist der Tag am 22. Juni gerade 4 Sekunden kürzer als am Vortag. Danach beschleunigt sich die Abnahme: Bis zum Herbstanfang verliert Berlin rund 4 Stunden und 41 Minuten Tageslicht.

Meteorologischer und astronomischer Sommer

Für die Statistik des Deutschen Wetterdienstes ist Sommer vom 1. Juni bis zum 31. August. Die drei Monate gelten als Einheit, wenn Meteorologen einen Sommer mit dem langjährigen Mittel vergleichen. Ein Beginn mitten im Juni würde diese Auswertungen unnötig zerschneiden.

Gezählt werden dabei unter anderem Sommertage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 25 Grad und heiße Tage ab 30 Grad. Die wärmsten Wochen folgen erst nach der Sonnenwende, weil sich Böden und Gewässer langsam aufheizen. Der längste Tag ist deshalb selten der heißeste.

Bei starker Wärmebelastung gibt der DWD Hitzewarnungen heraus. Seine Sommerbilanz veröffentlicht er schon Ende August, zum Ende des meteorologischen Sommers. Astronomisch dauert der Sommer dann noch gut drei Wochen, bis zur Tagundnachtgleiche im September. Der Juni gehört umgekehrt bis zur Sonnenwende noch zum astronomischen Frühling.

Mit rund 93 Tagen und 16 Stunden ist der astronomische Sommer nach unserer Berechnung die längste Jahreszeit, der Winter die kürzeste. Die Erde durchläuft Anfang Juli den sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn und bewegt sich dort nach dem zweiten keplerschen Gesetz am langsamsten.

Länge der astronomischen Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel (eigene Berechnung, Mittelwerte)
JahreszeitVonBisDauer
FrühlingTagundnachtgleiche im MärzSommersonnenwenderund 92 Tage 18 Std.
SommerSommersonnenwendeTagundnachtgleiche im Septemberrund 93 Tage 16 Std.
HerbstTagundnachtgleiche im SeptemberWintersonnenwenderund 89 Tage 20 Std.
WinterWintersonnenwendeTagundnachtgleiche im Märzrund 89 Tage

Die Natur hält sich an keinen dieser Termine. Nach den phänologischen Jahreszeiten des DWD beginnt der Frühsommer mit der Blüte von Schwarzem Holunder und Robinie. Der Hochsommer setzt mit der Blüte der Sommer-Linde und den ersten reifen Roten Johannisbeeren ein.

Sonnwendfeuer auf einer Anhöhe in der Abenddämmerung, Menschen stehen in einiger Entfernung
Um den Johannistag brennen vielerorts Johannis- oder Sonnwendfeuer. KI-generiert

Johannistag und Sonnwendfeuer

Wenige Tage nach der Sonnenwende feiert die Kirche am 24. Juni den Johannistag, das Geburtsfest Johannes des Täufers. Er liegt ein halbes Jahr vor Weihnachten, denn nach dem Lukasevangelium war Elisabeth bei der Verkündigung an Maria im sechsten Monat schwanger. So stehen zwei große Feste nahe an den beiden Sonnenwenden.

In der katholischen Kirche ist der Johannistag ein Hochfest, auch viele evangelische Gemeinden feiern Gottesdienste. Ein gesetzlicher Feiertag ist er nicht.

Um den Johannistag brennen in vielen Regionen Johannis- oder Sonnwendfeuer, oft in der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni. Ausgerichtet werden sie heute häufig von Vereinen, Feuerwehren oder Gemeinden. Bei großer Trockenheit können die Behörden offene Feuer kurzfristig untersagen.

Auch im Gemüsebau ist der Tag ein Datum: Traditionell endet am Johannistag die Spargelernte, man spricht vom Spargelsilvester. Danach sollen die Pflanzen Kraft für das nächste Jahr sammeln. Die Johannisbeere verdankt ihren Namen ebenfalls diesem Tag, weil sie um diese Zeit zu reifen beginnt. Auch das Johanniskraut blüht um den Johannistag und wurde nach altem Brauch in diesen Tagen gesammelt.

Sommeranfang und Sommerferien

Die Sommerferien beginnen je nach Land zwischen Mitte Juni und Anfang August. In Jahren mit frühem Ferienstart haben die ersten Länder schon um den Sommeranfang frei. Bayern startet traditionell als letztes Land, Ende Juli oder Anfang August, also gut fünf Wochen nach dem Sommeranfang.

Zwischen dem ersten und dem letzten Ferienbeginn liegen oft fünf bis sechs Wochen. Wie die Termine zustande kommen, erklärt die Seite zur Schulferien-Regelung.

Alle Termine nach Ländern stehen unter Sommerferien. Wer Urlaub in die hellsten Wochen des Jahres legen möchte, findet Hinweise im Ratgeber Urlaub planen. Im Norden ist der Tag im Juni dabei über eine Stunde länger als im Süden. Zur Sonnenwende bleiben in Berlin nach einem Arbeitstag bis 17 Uhr noch gut viereinhalb Stunden Tageslicht.

Quellen

Sommeranfang nach Jahren

Häufige Fragen

Warum fällt der Sommeranfang manchmal auf den 20. Juni?

Das Kalenderjahr passt nicht genau zum Sonnenjahr. In Schaltjahren rückt die Sonnenwende im Kalender um rund 18 Stunden nach vorn und landet in Deutschland derzeit dann auf dem 20. Juni.

Wie lang ist der längste Tag in Deutschland?

Das hängt vom Ort ab. Zur Sommersonnenwende dauert der Tag in Flensburg gut 17 Stunden und 19 Minuten, in Berlin gut 16 Stunden und 50 Minuten und in München gut 16 Stunden.

Wann beginnt der meteorologische Sommer?

Immer am 1. Juni. Er umfasst die Monate Juni, Juli und August.

Werden die Tage nach der Sonnenwende sofort kürzer?

Ja, aber zunächst nur um Sekunden. In Berlin ist der Tag am 22. Juni nur etwa 4 Sekunden kürzer als am Vortag.

Was hat der Johannistag mit der Sonnenwende zu tun?

Der Johannistag am 24. Juni liegt wenige Tage nach der Sommersonnenwende und ein halbes Jahr vor Weihnachten. Um diesen Tag brennen vielerorts Johannis- oder Sonnwendfeuer.

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