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Winteranfang: Wintersonnenwende, Termin und kürzester Tag

Der astronomische Winter beginnt am Montag, 21. Dezember 2026 mit der Wintersonnenwende. Es ist der kürzeste Tag des Jahres, in Flensburg dauert er nur gut 7 Stunden und 12 Minuten. Meteorologisch beginnt der Winter am 1. Dezember.

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Winteranfang

21

Dezember 2026

Montag, 21:50 Uhr

kein gesetzlicher Feiertag

in 80 Tagen

Verschneiter Fichtenwald im Licht der tief stehenden Mittagssonne im Dezember
KI-generiert

Der astronomische Winter beginnt am Montag, 21. Dezember 2026. Mit der Wintersonnenwende erreicht die Sonne ihren südlichsten Stand, auf der Nordhalbkugel ist das der kürzeste Tag des Jahres. Meteorologisch hat der Winter da schon am 1. Dezember begonnen.

Countdown: Winteranfang am Montag, 21. Dezember 2026

80Tage
–Stunden
–Minuten
–Sekunden

Winteranfang: Termine mit Uhrzeit

Die Zeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben. Nach dem nächsten Termin beginnt der Winter am Mittwoch, 22. Dezember 2027. Unsere Auswertungen zu früheren und späteren Jahren beruhen auf den astronomischen Formeln von Jean Meeus.

Winteranfang 2026 bis 2035 (astronomisch, deutsche Zeit)
JahrDatumWochentagUhrzeit
202621. Dezember 2026Montag21:50 Uhr MEZ
202722. Dezember 2027Mittwoch03:42 Uhr MEZ
202821. Dezember 2028Donnerstag09:20 Uhr MEZ
202921. Dezember 2029Freitag15:14 Uhr MEZ
203021. Dezember 2030Samstag21:10 Uhr MEZ
203122. Dezember 2031Montag02:56 Uhr MEZ
203221. Dezember 2032Dienstag08:56 Uhr MEZ
203321. Dezember 2033Mittwoch14:46 Uhr MEZ
203421. Dezember 2034Donnerstag20:34 Uhr MEZ
203522. Dezember 2035Samstag02:31 Uhr MEZ

In Deutschland fällt der Winteranfang derzeit auf den 21. oder 22. Dezember. Im 20. Jahrhundert lag er nach unserer Berechnung in rund vier von fünf Jahren am 22. Dezember. In diesem Jahrhundert ist der 21. Dezember der Regelfall. Gegen Ende des Jahrhunderts rückt er in einzelnen Schaltjahren sogar auf den 20. Dezember.

Wintersonnenwende: der kürzeste Tag

Zur Wintersonnenwende steht die Sonne mittags senkrecht über dem südlichen Wendekreis. In Deutschland klettert sie an diesem Tag nur wenig über den Horizont. In Flensburg sind es nach unserer Rechnung knapp 12 Grad, in Berlin gut 14 und in München gut 18 Grad.

Danach wendet die Sonne ihren Lauf und steht mittags Tag für Tag etwas höher. Nördlich des Polarkreises bleibt sie in diesen Tagen ganz unter dem Horizont, auf der Südhalbkugel beginnt der Sommer.

Wie tief die Sonne steht, zeigt ein Schatten. Ein 1,80 Meter großer Mensch wirft zur Mittagszeit in Flensburg einen etwa 8,6 Meter langen Schatten, in München gut 5,4 Meter. Zur Sommersonnenwende ist er in Flensburg nur gut einen Meter lang.

Tageslänge zur Wintersonnenwende am 21. Dezember (Werte laut timeanddate.de, Uhrzeiten in MEZ)
OrtSonnenaufgangSonnenuntergangTageslänge
Flensburg8:43 Uhr15:56 Uhr7 Std. 13 Min.
Berlin8:14 Uhr15:54 Uhr7 Std. 39 Min.
München8:01 Uhr16:22 Uhr8 Std. 21 Min.

Zwischen Nord und Süd liegt also mehr als eine Stunde Tageslicht. Die Nacht dauert in Flensburg fast 17 Stunden. Gegenüber dem längsten Tag im Juni fehlen in Flensburg gut zehn Stunden, in München knapp acht. Die Werte zum Juni stehen auf der Seite zum Sommeranfang.

Die Sonne geht in Berlin an diesem Tag im Südosten auf, bei 129 Grad, und im Südwesten unter, bei 231 Grad. Wer von 8 bis 17 Uhr arbeitet, erlebt dort an Werktagen kaum Tageslicht außerhalb der Arbeitszeit. Oft bleibt nur die Mittagspause.

Warum es morgens noch länger dunkel bleibt

Der kürzeste Tag hat weder den frühesten Sonnenuntergang noch den spätesten Sonnenaufgang. In Berlin geht die Sonne laut timeanddate.de schon Mitte Dezember am frühesten unter, um 15:52 Uhr. Morgens wird es dagegen nach der Sonnenwende noch später hell. Am 31. Dezember geht die Sonne dort erst um 8:17 Uhr auf, drei Minuten später als zur Sonnenwende.

Der Grund ist die Zeitgleichung, die aus der elliptischen Erdbahn und der geneigten Erdachse entsteht. Der wahre Sonnenmittag verschiebt sich im Dezember täglich um rund eine halbe Minute nach hinten. Deshalb werden die Nachmittage schon vor Weihnachten wieder länger, die Morgen erst im Januar. Bis Silvester rückt der Sonnenuntergang in Berlin gegenüber Mitte Dezember um rund neun Minuten nach hinten.

Tageslänge in Berlin im Dezember (Werte laut timeanddate.de, Uhrzeiten in MEZ)
DatumSonnenaufgangSonnenuntergangTageslänge
10. Dezember8:05 Uhr15:52 Uhr7 Std. 46 Min.
21. Dezember8:14 Uhr15:54 Uhr7 Std. 39 Min.
31. Dezember8:17 Uhr16:01 Uhr7 Std. 44 Min.

Insgesamt wächst der Tag nach der Sonnenwende zunächst kaum. Am 22. Dezember gewinnt Berlin gerade eine Sekunde, bis Silvester sind es rund fünf Minuten. Bis zum Frühlingsanfang im März kommen rund viereinhalb Stunden Tageslicht hinzu.

Raureif auf einem Feld bei Sonnenaufgang, die Sonne steht knapp über dem Horizont und wirft lange blaue Schatten
Um die Wintersonnenwende bleibt die Sonne auch mittags tief über dem Horizont. KI-generiert

Warum es kalt ist, obwohl die Erde der Sonne näher ist

Anfang Januar steht die Erde der Sonne so nah wie im ganzen Jahr nicht, rund 147 Millionen Kilometer. Anfang Juli sind es etwa 152 Millionen Kilometer. Der Unterschied macht nur gut drei Prozent aus.

Die Jahreszeiten entstehen also nicht durch den Abstand, sondern durch die geneigte Erdachse. Auf der Südhalbkugel fällt der Sommer deshalb in die Zeit der größten Sonnennähe.

Im Winter trifft das Sonnenlicht flach auf und verteilt sich auf eine größere Fläche. Zugleich scheint die Sonne nur wenige Stunden am Tag. Am kältesten wird es meist erst im Januar, weil Böden und Meere ihre Wärme nur langsam abgeben. Die tiefsten Temperaturen eines Winters werden deshalb häufig erst im Januar oder Februar gemessen.

Die dunkelsten drei Monate des Jahres reichen etwa von Anfang November bis Anfang Februar, die Sonnenwende liegt in ihrer Mitte. Daher stammt der alte Name Mittwinter. In diese Zeit fallen viele Lichterbräuche, vom Martinsumzug über den Adventskranz bis zum Christbaum.

Meteorologischer Winter ab 1. Dezember

Der Deutsche Wetterdienst rechnet Dezember, Januar und Februar zum Winter. So endet auch diese Jahreszeit an einem Monatsende, je nach Jahr am 28. oder 29. Februar. Für Schneestatistiken und Klimavergleiche ist das deutlich handlicher als ein Beginn kurz vor Weihnachten.

In den Winterbilanzen zählen Meteorologen unter anderem Frosttage, an denen die Temperatur unter 0 Grad sinkt. Bleibt es den ganzen Tag unter dem Gefrierpunkt, spricht man von einem Eistag. Seine Winterbilanz zieht der DWD entsprechend Ende Februar.

Astronomisch dauert der Winter nur rund 89 Tage und ist damit die kürzeste Jahreszeit. Die Erde bewegt sich in Sonnennähe am schnellsten auf ihrer Bahn. Phänologisch beginnt der Winter laut DWD, wenn Stiel-Eiche und späte Apfelsorten ihr Laub abgeworfen haben.

Winterzeit gibt es offiziell nicht

Umgangssprachlich heißt die Zeit zwischen Ende Oktober und Ende März oft Winterzeit. Gesetzlich ist das die Mitteleuropäische Zeit, also die Normalzeit nach § 4 des Einheiten- und Zeitgesetzes. Abweichend davon gilt im Sommerhalbjahr die Sommerzeit, mehr dazu auf der Seite zur Zeitumstellung.

Mittwinter, Jul und Weihnachten

Die Wintersonnenwende ist ein Wendepunkt: Ab jetzt werden die Tage wieder länger. In Skandinavien heißt das Weihnachtsfest bis heute „Jul“, das Wort geht auf ein altes Mittwinterfest zurück. Im Norden Deutschlands kennt man es aus dem Julklapp, einem Geschenkbrauch ähnlich dem Wichteln.

Das christliche Weihnachtsfest folgt wenige Tage nach der Sonnenwende. Der 4. Advent liegt immer zwischen dem 18. und dem 24. Dezember und fällt deshalb manchmal auf den Tag der Sonnenwende selbst. Termine und Bräuche zu Weihnachten stehen auf der eigenen Seite.

Im süddeutschen und alpenländischen Brauchtum heißen die Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag Raunächte. Im Volksglauben galten sie als besondere, unheimliche Zeit. Zu den Bräuchen gehört vielerorts das Räuchern in Haus und Stall. Mit dem Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar endet diese Zeit.

Wer an Heiligabend feiern möchte, sollte die Feiertagsgesetze kennen. In Bayern gilt ab 14 Uhr ein Tanzverbot, andere Länder haben eigene Zeiten. Die Übersicht dazu bietet der Ratgeber Stille Feiertage.

Winteranfang und Weihnachtsferien

Die Weihnachtsferien beginnen je nach Land und Jahr etwa zwischen dem 17. und dem 27. Dezember, also meist in den Tagen um die Wintersonnenwende. In manchen Jahren haben einzelne Länder schon vor dem Winteranfang frei. Die Termine aller Länder finden Sie unter Weihnachtsferien.

Für viele Familien beginnen die Ferien damit in der dunkelsten Woche des Jahres. Der Winteranfang selbst ist kein Feiertag, der nächste gesetzliche Feiertag ist der 1. Weihnachtstag. Im Februar folgen in vielen Ländern Winterferien.

Tipps für die dunkelste Zeit

  • Fahrradlicht und Reflektoren prüfen: Bei Dämmerung und Dunkelheit schreibt § 17 der Straßenverkehrs-Ordnung Beleuchtung vor.
  • Wege im Freien früh legen: In Flensburg und Berlin geht die Sonne um die Sonnenwende vor 16 Uhr unter.
  • Die Mittagszeit nutzen: Dann steht die Sonne am höchsten, und das Tageslicht ist am hellsten.
  • Auf Glätte achten: Bei Frost werden Brücken und schattige Stellen oft zuerst glatt.

Zehn Tage nach der Sonnenwende beginnt das neue Jahr. Einen Countdown bis Mitternacht und Grüße zum Jahreswechsel bietet unsere Schwesterseite guten-rutsch.com.

Quellen

Winteranfang nach Jahren

Häufige Fragen

Ist der Winteranfang am 21. oder am 22. Dezember?

In Deutschland kommt beides vor, derzeit meist der 21. Dezember. Entscheidend ist die Uhrzeit der Sonnenwende in MEZ. Der nächste Termin ist am Montag, 21. Dezember 2026.

Wie kurz ist der kürzeste Tag in Deutschland?

In Flensburg dauert er gut 7 Stunden und 12 Minuten, in Berlin rund 7 Stunden und 39 Minuten, in München gut 8 Stunden und 21 Minuten.

Wann beginnt der meteorologische Winter?

Am 1. Dezember. Er dauert bis zum 28. oder 29. Februar.

Warum wird es nach der Wintersonnenwende morgens noch später hell?

Wegen der Zeitgleichung verschiebt sich der Sonnenmittag im Dezember täglich nach hinten. Der späteste Sonnenaufgang liegt deshalb erst um den Jahreswechsel.

Was bedeutet Jul?

Jul ist das skandinavische Wort für Weihnachten und geht auf ein altes Mittwinterfest zurück. Im Norden Deutschlands lebt es im Brauch Julklapp weiter.

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