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Heilige Drei Könige: Feiertag am 6. Januar
Heilige Drei Könige fällt 2027 auf Mittwoch, 6. Januar 2027. Gesetzlicher Feiertag ist der 6. Januar nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt; in den übrigen 13 Ländern ist er ein normaler Arbeitstag.
Heilige Drei Könige
6
Januar 2027
Mittwoch
Feiertag in 3 Ländern
in 92 Tagen

Heilige Drei Könige fällt 2027 auf Mittwoch, 6. Januar 2027. Gesetzlicher Feiertag ist der 6. Januar in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. In den anderen 13 Ländern wird normal gearbeitet, Schulen und Geschäfte haben geöffnet. Kirchlich heißt der Tag Erscheinung des Herrn oder Epiphanias.
Termine: Heilige Drei Könige in den nächsten Jahren
Der Dreikönigstag hat ein festes Datum und liegt immer fünf Tage nach Neujahr. Ist Neujahr ein Donnerstag, fällt der 6. Januar auf einen Dienstag; ist Neujahr ein Freitag, auf einen Mittwoch. Die Tabelle nennt die nächsten Termine mit Wochentag und Kalenderwoche.
| Termin | Datum | Wochentag | Kalenderwoche |
|---|---|---|---|
| Heilige Drei Könige 2027 | 6. Januar 2027 | Mittwoch | KW 1 |
| Heilige Drei Könige 2028 | 6. Januar 2028 | Donnerstag | KW 1 |
| Heilige Drei Könige 2029 | 6. Januar 2029 | Samstag | KW 1 |
| Heilige Drei Könige 2030 | 6. Januar 2030 | Sonntag | KW 1 |
| Heilige Drei Könige 2031 | 6. Januar 2031 | Montag | KW 2 |
Wo der 6. Januar ein Feiertag ist
Drei Länder führen den Tag in ihrem Feiertagsgesetz, jeweils unter eigenem Namen. Baden-Württemberg nennt ihn in § 1 des Feiertagsgesetzes „Erscheinungsfest“. Bayern schreibt in Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 seines Feiertagsgesetzes „Heilige Drei Könige (Epiphanias)“. Sachsen-Anhalt spricht in § 2 des Gesetzes über die Sonn- und Feiertage vom „Tag Heilige Drei Könige“.
Gesetzlicher Feiertag in: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt.
Sachsen-Anhalt ist das einzige ostdeutsche Land mit diesem Feiertag. In Bayern und Baden-Württemberg gilt er landesweit, auch in überwiegend evangelischen Gegenden. In den übrigen 13 Ländern ist der 6. Januar ein gewöhnlicher Werktag, auch in katholisch geprägten Regionen wie dem Rheinland.
Für die drei Feiertagsländer gelten am 6. Januar dieselben Regeln wie an anderen Feiertagen: Arbeitsruhe, Lohnfortzahlung und geschlossene Geschäfte. Wer im Nachbarland einkaufen möchte, findet dort normal geöffnete Läden. Alle Feiertage der drei Länder stehen auf den Seiten für Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt.
Epiphanias: was die Kirchen am 6. Januar feiern
„Epiphanie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Erscheinung. Gemeint ist, dass Gott in Jesus für die Welt sichtbar wird. Die katholische Kirche feiert das Hochfest der Erscheinung des Herrn, die evangelische Kirche das Epiphaniasfest; nach ihm zählt sie die Sonntage nach Epiphanias. Die liturgische Farbe des Festes ist Weiß.
Das Fest gehört zu den ältesten des Kirchenjahres. Seine Wurzeln liegen in Ägypten, wo Anfang des 3. Jahrhunderts am 6. Januar der Taufe Jesu gedacht wurde. Bis heute verbindet die Liturgie drei Motive: die Anbetung durch die Weisen, die Taufe im Jordan und das erste Wunder in Kana.
Was die Bibel über die „Könige“ sagt
Das Matthäusevangelium (Mt 2,1–12) erzählt von Sterndeutern aus dem Osten, die einem Stern nach Betlehem folgen. Von Königen ist dort keine Rede, auch ihre Zahl nennt der Text nicht. Die Dreizahl leitete die Tradition aus den drei Gaben ab: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar kamen im frühen Mittelalter hinzu. Seit 1164 werden in Köln Reliquien verehrt, die als Gebeine der Weisen gelten; sie ruhen im Dreikönigenschrein des Kölner Doms. Mit diesem Schrein wurde Köln zu einem der großen Wallfahrtsorte des Mittelalters.
Der Stern von Betlehem
Was die Sterndeuter gesehen haben könnten, beschäftigt Astronomen seit Jahrhunderten. Johannes Kepler brachte im 17. Jahrhundert eine dreifache Begegnung der Planeten Jupiter und Saturn im Jahr 7 v. Chr. ins Gespräch. Andere denken an einen Kometen oder eine Nova. Belegen lässt sich keine der Deutungen; für die Theologie ist der Stern vor allem ein Zeichen, dass Christus für alle Völker erschienen ist.

Die Sternsinger
Rund um den Dreikönigstag ziehen Kinder und Jugendliche als Könige verkleidet von Haus zu Haus. Sie singen, sprechen einen Segensspruch, schreiben den Segen an die Tür und sammeln Spenden für Kinder in Not. Nach Angaben des Kindermissionswerks sind sie zwischen dem 27. Dezember und dem dritten Freitag im Januar unterwegs. Meist gehen drei oder vier Kinder gemeinsam, begleitet von einer erwachsenen Person.
Die bundesweite Aktion Dreikönigssingen gibt es seit 1959. Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen und seit 1961 der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Vor Ort organisieren meist katholische Pfarreien die Besuche. Längst gehen auch evangelische, muslimische und konfessionslose Kinder mit.
Vor der Corona-Pandemie waren nach Angaben des Kindermissionswerks regelmäßig rund 300.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs. Seit 2015 steht das Sternsingen im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Jedes Jahr stellt die Aktion ein Thema und ein Beispielland in den Mittelpunkt.
Wenn die Sternsinger klingeln
Die Gruppen kündigen sich meist über Pfarrbrief, Aushang oder Lokalzeitung an. Wer sicher besucht werden möchte, meldet sich am besten vorher im Pfarrbüro; viele Gemeinden führen dafür Listen. Üblich ist eine Spende in die Sammeldose, viele Gastgeber halten für die Kinder zudem Süßigkeiten oder einen warmen Tee bereit. Wer keine Kreide am Türrahmen möchte, bekommt vielerorts einen Aufkleber mit dem Segen.
Der Segen an der Tür: 20*C+M+B+…
Mit gesegneter Kreide schreiben die Sternsinger den Segen über die Haustür. Die Buchstaben C, M und B werden heute als „Christus mansionem benedicat“ gelesen – „Christus segne dieses Haus“. Ursprünglich standen sie für Caspar, Melchior und Balthasar; die lateinische Deutung setzte sich erst im 20. Jahrhundert durch.
Der Stern steht für den Stern von Betlehem, die Kreuze stehen für den Segen im Namen des dreieinigen Gottes. Eingerahmt wird alles von der Jahreszahl: vorn die ersten beiden Ziffern, hinten die letzten beiden. Im Januar 2026 lautete die Inschrift also „20*C+M+B+26“.
Bei der nächsten Aktion zum Dreikönigstag 2027 stehen hinten die beiden Endziffern von 2027. Auch wer schon Ende Dezember besucht wird, bekommt die Jahreszahl des neuen Jahres an die Tür. Viele lassen den Segen ein ganzes Jahr stehen und wischen ihn erst weg, wenn die Sternsinger wiederkommen.
Weitere Bräuche am Dreikönigstag
Im Volksglauben enden mit dem Dreikönigstag die Raunächte, die Nächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar. In katholischen Gegenden Bayerns gehen Familien vielerorts am Vorabend mit Weihrauch durch Haus und Stall und besprengen die Räume mit Weihwasser. In manchen Pfarreien wird am Dreikönigstag eigens Wasser gesegnet, das sogenannte Dreikönigswasser.
Im Alpenraum ziehen um diese Zeit Perchten mit Fellen und geschnitzten Masken durch die Orte. In Baden-Württemberg beginnt mit dem 6. Januar die Fasnet: Viele Narrenzünfte holen an diesem Tag Häs und Masken hervor. So markiert der Feiertag zugleich das Ende der Weihnachtszeit und den Start in die närrische Saison.
Orthodoxe Weihnachten am 6. und 7. Januar
Für viele orthodoxe Christen in Deutschland beginnt Weihnachten erst am Abend des 6. Januar. Kirchen, die am Julianischen Kalender festhalten – etwa die russische, die serbische und die georgische –, feiern die Geburt Christi am 25. Dezember ihres Kalenders. Dieser Tag fällt derzeit auf den 7. Januar des bei uns gültigen Gregorianischen Kalenders.
Der Abstand zwischen beiden Kalendern beträgt seit 1900 dreizehn Tage und bleibt bis zum Ende dieses Jahrhunderts so. Die armenische Kirche feiert Geburt und Taufe Christi gemeinsam am 6. Januar. Griechisch- und rumänisch-orthodoxe Gemeinden begehen Weihnachten dagegen wie die westlichen Kirchen am 25. Dezember.
Ein gesetzlicher Feiertag ist das orthodoxe Weihnachtsfest in keinem Land. Wer an diesem Tag feiern möchte, nimmt in der Regel Urlaub. Einen Überblick über die Feste der großen Religionen gibt der Ratgeber Religiöse Feiertage.
Weihnachtsferien, Brückentage und das Ende der Weihnachtszeit
Ob der 6. Januar noch in die Schulferien fällt, hängt vom Land ab. In Bayern und Baden-Württemberg enden die Weihnachtsferien meist um den Dreikönigstag herum; fällt er auf einen Werktag, ist er dort ohnehin schulfrei. In Sachsen-Anhalt beginnt der Unterricht oft schon vorher wieder, der Feiertag ist dann ein einzelner freier Tag. Alle Termine stehen bei den Weihnachtsferien.
In den drei Feiertagsländern lässt sich der Dreikönigstag gut mit Neujahr verbinden. Liegt er auf einem Dienstag oder Donnerstag, reicht ein Brückentag für vier freie Tage am Stück. Die Übersicht zeigt die Brückentage rund um den nächsten Termin für jedes Land.
| Zeitraum | Gilt in | Urlaub nehmen | Urlaub → frei |
|---|---|---|---|
| 01.01. bis 06.01.2027 | BW, BY, ST | Mo 4.1., Di 5.1. | 2 → 6 |
Eigene Kombination rechnen: Brückentage-Planer
Für viele Familien endet mit dem 6. Januar die Weihnachtszeit im Wohnzimmer: Vielerorts wird an diesem Tag der Christbaum abgeschmückt. In katholischen Gegenden bleibt die Krippe oft bis Mariä Lichtmess am 2. Februar stehen. Liturgisch endet die Weihnachtszeit in der katholischen Kirche mit dem Fest der Taufe des Herrn am Sonntag nach dem 6. Januar.
Quellen
- Bayerisches Feiertagsgesetz, Art. 1 (gesetze-bayern.de)
- Feiertagsgesetz Baden-Württemberg, § 1 (Gesetzestext)
- Gesetz über die Sonn- und Feiertage Sachsen-Anhalt, § 2 (Gesetzestext)
- katholisch.de: Und sie folgten dem Stern – Erscheinung des Herrn
- katholisch.de: Dreikönigssegen – Herkunft von C+M+B
- Kindermissionswerk „Die Sternsinger“: Häufige Fragen zum Sternsingen
- Deutsche UNESCO-Kommission: Sternsingen
Heilige Drei Könige nach Jahren
Häufige Fragen
Ist Heilige Drei Könige in Nordrhein-Westfalen ein Feiertag?
Nein. Gesetzlicher Feiertag ist der 6. Januar nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. In Nordrhein-Westfalen und den übrigen Ländern ist er ein normaler Arbeits- und Schultag.
Was bedeutet 20*C+M+B an der Haustür?
Es ist der Segen der Sternsinger. C+M+B steht für „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus), ursprünglich für Caspar, Melchior und Balthasar. Die Ziffern davor und dahinter ergeben zusammen die Jahreszahl.
Haben Geschäfte in Bayern am 6. Januar geöffnet?
Nein, in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bleiben die Geschäfte als Feiertag geschlossen. In den anderen Ländern öffnen sie normal.
Warum feiern orthodoxe Christen am 7. Januar Weihnachten?
Viele orthodoxe Kirchen rechnen weiter mit dem Julianischen Kalender. Ihr 25. Dezember entspricht derzeit dem 7. Januar im Gregorianischen Kalender.
Wie lange bleibt der Sternsinger-Segen an der Tür?
Eine Vorschrift gibt es nicht. Üblich ist, den Segen ein Jahr stehen zu lassen, bis die Sternsinger ihn beim nächsten Besuch erneuern.
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