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Internationaler Frauentag am 8. März

Der Internationale Frauentag fällt 2027 auf Montag, 8. März 2027. Gesetzlicher Feiertag ist der 8. März in Berlin seit 2019 und in Mecklenburg-Vorpommern seit 2023; in den anderen 14 Ländern ist er ein normaler Arbeitstag.

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Internationaler Frauentag

8

März 2027

Montag

Feiertag in 2 Ländern

in 149 Tagen

Strauß gelber Mimosenblüten in einem Keramikkrug auf einem sonnigen Fensterbrett
KI-generiert

Der Internationale Frauentag fällt 2027 auf Montag, 8. März 2027. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag: Die meisten Beschäftigten haben frei, Geschäfte und Behörden bleiben geschlossen. In den übrigen 14 Ländern ist er ein gewöhnlicher Arbeitstag.

Termine: Frauentag in den nächsten Jahren

Der Frauentag hat ein festes Datum, nur der Wochentag wechselt. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern entscheidet er über die Planung. Auf einem Montag oder Freitag entsteht ein langes Wochenende, auf einem Dienstag oder Donnerstag lohnt ein Brückentag. Fällt der 8. März auf einen Samstag oder Sonntag, gibt es keinen Ersatztag.

Internationaler Frauentag: die nächsten Termine
TerminDatumWochentagKalenderwoche
Internationaler Frauentag 20278. März 2027MontagKW 10
Internationaler Frauentag 20288. März 2028MittwochKW 10
Internationaler Frauentag 20298. März 2029DonnerstagKW 10
Internationaler Frauentag 20308. März 2030FreitagKW 10
Internationaler Frauentag 20318. März 2031SamstagKW 10

Wo der Frauentag ein Feiertag ist

Berlin war das erste Land: Am 24. Januar 2019 verabschiedete das Abgeordnetenhaus die Änderung des Feiertagsgesetzes. Seither nennt § 1 des Gesetzes über die Sonn- und Feiertage den „Frauentag (8. März)“. Zuvor galten in Berlin nur die neun bundesweiten Feiertage. Erstmals arbeitsfrei war der 8. März 2019.

Mecklenburg-Vorpommern folgte: Der Landtag in Schwerin änderte das Feiertagsgesetz am 28. Juni 2022. Seit 2023 ist der 8. März dort arbeitsfrei. § 2 Abs. 1 des Feiertagsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern nennt den Frauentag an zweiter Stelle, direkt nach Neujahr. Für das Land war es der elfte gesetzliche Feiertag.

Alle Feiertage der beiden Länder stehen auf den Seiten für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Wie unterschiedlich die Zahl der Feiertage zwischen den Ländern ist, zeigt der Bundesländer-Vergleich.

Geschichte: von New York über Kopenhagen zu den Vereinten Nationen

Die Idee kam aus den USA. Ende 1908 rief die Frauenorganisation der Sozialistischen Partei Amerikas einen Frauentag ins Leben, der erstmals am 28. Februar 1909 stattfand. Er erinnerte an einen Streik von Näherinnen in New York.

1910 griff die Frauenkonferenz der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen den Gedanken auf. 100 Frauen aus 17 Ländern stimmten für einen Vorschlag der deutschen Delegation um Clara Zetkin und Käte Duncker. Zetkin warb mit der Forderung „Keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“. Im Mittelpunkt stand das Frauenwahlrecht, das es in Europa damals nur in Finnland gab; dort galt es seit 1906.

Am 19. März 1911 folgten in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz etwa eine Million Menschen dem ersten Aufruf. Gefordert wurden das Wahlrecht, gleiche Rechte im Arbeitsleben und mehr politische Mitsprache. Am 12. November 1918 verkündete der Rat der Volksbeauftragten das allgemeine und gleiche Wahlrecht für Männer und Frauen ab 20 Jahren. Bei der Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 konnten sie erstmals wählen und gewählt werden.

37 Frauen zogen in die Nationalversammlung ein. Als erste Frau sprach Marie Juchacz am 19. Februar 1919 vor einem deutschen Parlament. Eine gleich starke Vertretung von Frauen und Männern hat der Bundestag bis heute nicht erreicht.

Clara Zetkin (1857–1933) war Lehrerin, Journalistin und eine der bekanntesten Sozialistinnen ihrer Zeit. Von 1920 bis 1933 saß sie für die KPD im Reichstag und eröffnete ihn 1932 als Alterspräsidentin. Viele Straßen und Schulen, vor allem in Ostdeutschland, tragen bis heute ihren Namen.

Warum der 8. März?

Das Datum geht auf Russland zurück. 1917 streikten Frauen im Petrograder Rüstungsbetrieb Putilow; der Streik gilt als Auftakt der Februarrevolution. Nach dem in Russland damals gültigen Julianischen Kalender war das im Februar, nach dem Gregorianischen Kalender der 8. März. In den folgenden Jahren setzte sich dieses Datum international durch.

Verbot, Teilung, Neubeginn

Die Nationalsozialisten verboten den Frauentag 1933 wegen seiner sozialistischen Tradition. In der DDR hatte der 8. März große propagandistische Bedeutung, war aber kein gesetzlicher Feiertag. In der Bundesrepublik gewann der Tag durch die Frauenbewegung ab Ende der 1960er-Jahre neue Bedeutung.

Die Vereinten Nationen begehen den 8. März seit 1975, dem Internationalen Jahr der Frau. Im Dezember 1977 rief die UN-Generalversammlung ihn offiziell als Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus.

Gleichberechtigung im Grundgesetz

Seit 1949 steht im Grundgesetz der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ (Art. 3 Abs. 2 GG). Im Parlamentarischen Rat hatte sich dafür vor allem die SPD-Politikerin Elisabeth Selbert eingesetzt. 1994 kam ein zweiter Satz hinzu: Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Bis das übrige Recht folgte, dauerte es. Erst die 1977 in Kraft getretene Reform des Ehe- und Familienrechts gab das Leitbild der Hausfrauenehe im Bürgerlichen Gesetzbuch auf. Seither regeln Ehepartner die Haushaltsführung im gegenseitigen Einvernehmen.

Frauen verschiedenen Alters gehen von hinten gesehen eine Uferpromenade entlang
Seit 1911 steht der Frauentag für Gleichberechtigung – heute in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auch als freier Tag. KI-generiert

Was der Frauentag heute bedeutet

Der 8. März ist vor allem ein Aktionstag. Gewerkschaften, Frauenverbände, Parteien und Initiativen rufen zu Kundgebungen, Diskussionen und Lesungen auf. Typische Themen sind gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, die Verteilung von Sorge- und Pflegearbeit, der Schutz vor Gewalt und die politische Teilhabe.

Neben „Internationaler Frauentag“ sind die Namen „Weltfrauentag“ und „Frauenkampftag“ verbreitet; das Berliner Gesetz spricht schlicht vom „Frauentag“. Nicht zu verwechseln ist er mit dem Muttertag am zweiten Sonntag im Mai, der einen ganz anderen Ursprung hat.

Die Vereinten Nationen geben jedes Jahr ein eigenes Motto aus; 2026 lautete es „Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls“. Viele Unternehmen, Hochschulen und Behörden nutzen den Tag für Veranstaltungen zur Gleichstellung. In manchen Familien und Betrieben ist es außerdem üblich, Frauen an diesem Tag Blumen zu schenken.

Über den Feiertag selbst wird bis heute gestritten. Befürworter sehen in ihm ein sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung. Kritiker halten einen freien Tag für Symbolpolitik, die an Lohnlücken oder fehlender Kinderbetreuung nichts ändere. Thüringen führte 2019 ebenfalls einen zusätzlichen Feiertag ein, wählte aber den Weltkindertag am 20. September.

Weitere Aktionstage im Jahr

Der 8. März ist nicht der einzige Termin zur Gleichstellung. Der Equal Pay Day markiert jedes Jahr symbolisch, wie lange Frauen rechnerisch unbezahlt arbeiten; in Deutschland liegt er meist Ende Februar oder Anfang März. Am 25. November folgt der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Im Frühjahr laden Betriebe und Hochschulen am Girls’ Day Schülerinnen ein, Berufe kennenzulernen, in denen Frauen selten sind.

Freier Tag: Arbeit, Läden, Schule

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gelten am 8. März dieselben Regeln wie an anderen Feiertagen. Beschäftigte dürfen grundsätzlich nicht arbeiten (§ 9 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz), der Lohn wird weitergezahlt (§ 2 Entgeltfortzahlungsgesetz). Geschäfte bleiben geschlossen, Schulen und Kitas haben zu.

Für Pendler kommt es in der Regel auf den Arbeitsort an, nicht auf den Wohnort. Wer in Brandenburg wohnt und in Berlin arbeitet, hat am 8. März frei; wer in Berlin wohnt und in Brandenburg arbeitet, nicht. Für Zuschläge legt § 3b Abs. 2 EStG das ausdrücklich fest: Maßgeblich sind die Feiertage am Ort der Arbeitsstätte.

Wer am 8. März in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern arbeiten muss, etwa in Klinik, Pflege oder Nahverkehr, wird wie an anderen Feiertagen behandelt. Ein Zuschlag kann bis 125 Prozent des Grundlohns steuerfrei bleiben (§ 3b Abs. 1 Nr. 3 EStG). Ob er gezahlt wird, regeln Tarif- oder Arbeitsvertrag.

Liegt der Frauentag auf einem Dienstag oder Donnerstag, reicht in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein Urlaubstag für vier freie Tage am Stück. Ihre persönliche Rechnung machen Sie mit dem Brückentage-Planer.

Quellen

Internationaler Frauentag nach Jahren

Häufige Fragen

Ist der Frauentag in Brandenburg ein Feiertag?

Nein. Gesetzlicher Feiertag ist der 8. März nur in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern. In Brandenburg und den übrigen Ländern wird normal gearbeitet.

Haben Schulen in Berlin am 8. März frei?

Ja. Als gesetzlicher Feiertag ist der Frauentag in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern schulfrei, auch Kitas sind in der Regel geschlossen.

Wer hat den Internationalen Frauentag ins Leben gerufen?

Den Anstoß gab die Frauenorganisation der Sozialistischen Partei Amerikas 1908/1909. International beschlossen wurde er 1910 in Kopenhagen auf Vorschlag der deutschen Delegation um Clara Zetkin und Käte Duncker.

Warum ist der Frauentag am 8. März?

Am 8. März 1917 nach gregorianischem Kalender streikten Frauen in Petrograd; der Streik gilt als Auftakt der Februarrevolution. Danach setzte sich das Datum international durch.

Seit wann ist der Frauentag in Berlin ein Feiertag?

Seit 2019. Das Abgeordnetenhaus änderte das Feiertagsgesetz am 24. Januar 2019, sodass der 8. März 2019 erstmals arbeitsfrei war. Mecklenburg-Vorpommern folgte 2023.

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