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Muttertag: Datum, Geschichte und Ideen für den zweiten Sonntag im Mai

Der nächste Muttertag ist am Sonntag, 9. Mai 2027. In Deutschland fällt er immer auf den zweiten Sonntag im Mai. Ein gesetzlicher Feiertag ist er nicht, als Sonntag aber für die meisten ohnehin arbeitsfrei.

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Muttertag

9

Mai 2027

Sonntag

kein gesetzlicher Feiertag

in 218 Tagen

Strauß aus rosa Ranunkeln und weißem Flieder in einem Keramikkrug auf einem Frühstückstisch
KI-generiert

Der nächste Muttertag ist am Sonntag, 9. Mai 2027. In Deutschland gilt dafür eine feste Regel: Muttertag ist der zweite Sonntag im Mai. Ein gesetzlicher Feiertag ist er nicht. Für viele Familien ist er trotzdem ein fester Termin im Frühjahr.

Wann ist Muttertag?

Der zweite Sonntag im Mai liegt immer zwischen dem 8. und dem 14. Mai. Als Nächstes ist es der 9. Mai 2027, im Jahr danach folgt der Sonntag, 14. Mai 2028. Auch in Österreich und der Schweiz gilt der zweite Sonntag im Mai. Die Tabelle zeigt die nächsten Termine.

Muttertag: die nächsten Termine
TerminDatumWochentagKalenderwoche
Muttertag 20279. Mai 2027SonntagKW 18
Muttertag 202814. Mai 2028SonntagKW 19
Muttertag 202913. Mai 2029SonntagKW 19
Muttertag 203012. Mai 2030SonntagKW 19
Muttertag 203111. Mai 2031SonntagKW 19

So rechnen Sie selbst: Suchen Sie den ersten Sonntag im Mai und zählen Sie sieben Tage dazu. Fällt der 1. Mai auf einen Sonntag, ist Muttertag also schon am 8. Mai. Ist der 1. Mai ein Montag, wird es der 14. Mai.

Countdown: Muttertag am Sonntag, 9. Mai 2027

218Tage
–Stunden
–Minuten
–Sekunden

Gelegentlich trifft Muttertag auf Pfingsten. Zuletzt war das 2008 der Fall; damals wurde der Muttertag regulär am Pfingstsonntag begangen. Das nächste Mal fallen beide Tage 2035 zusammen. Wer an diesem Wochenende verreisen möchte, sollte Familienbesuche frühzeitig abstimmen.

Häufiger folgt der Muttertag direkt auf Christi Himmelfahrt. Liegt Himmelfahrt zwischen dem 5. und dem 11. Mai, ist der Sonntag danach Muttertag. Mit einem Brückentag am Freitag bleiben dann vier Tage für einen Besuch bei der Familie.

Ist Muttertag ein Feiertag?

Nein. Kein Feiertagsgesetz eines Landes nennt den Muttertag. Weil er immer auf einen Sonntag fällt, ist er trotzdem ein Ruhetag. Das Grundgesetz schützt den Sonntag als Tag der Arbeitsruhe (Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 der Weimarer Reichsverfassung).

Für Blumengeschäfte gibt es in vielen Ländern Sonderregeln. Die Ladenöffnungsgesetze erlauben ihnen häufig, auch sonntags für einige Stunden zu öffnen. Die genauen Zeiten unterscheiden sich von Land zu Land; mehr dazu unter Ladenöffnung an Feiertagen.

Muttertag und Sonntagsarbeit

Viele Mütter arbeiten sonntags, etwa in Pflege, Gastronomie oder Verkehr. Einen Anspruch auf einen freien Muttertag gibt es nicht. Das Arbeitszeitgesetz verlangt aber, dass mindestens 15 Sonntage im Jahr beschäftigungsfrei bleiben (§ 11 Abs. 1 ArbZG). Wer am Muttertag frei haben möchte, sollte den Wunsch früh im Dienstplan anmelden.

Geschichte des Muttertags

Anna Jarvis und die USA

Die Idee stammt aus den USA. Anna Jarvis wollte ihre 1905 gestorbene Mutter ehren und für die Anliegen von Müttern werben. Drei Jahre später, 1908, feierte die Andrews Methodist Episcopal Church in Grafton, West Virginia, den ersten offiziellen Muttertag.

Jarvis warb danach landesweit für ihre Idee. Am 9. Mai 1914 unterzeichnete Präsident Woodrow Wilson ein Gesetz des Kongresses. Es bestimmte den zweiten Sonntag im Mai als Tag, an dem zu Ehren der Mütter Flaggen gehisst werden sollten.

Mit dem Erfolg kam das Geschäft. Jarvis kämpfte den Rest ihres Lebens gegen die Vermarktung des Tages, der aus ihrer Sicht persönliche Zuwendung statt gekaufter Geschenke verlangte. Ihr Protest ging so weit, dass sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen wurde.

1923: Der Muttertag kommt nach Deutschland

In Deutschland wurde der Muttertag am 13. Mai 1923 erstmals allgemein gefeiert. Den Anstoß gab der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Sein Geschäftsführer Rudolf Knauer hatte 1922 beschlossen, dem amerikanischen Vorbild zu folgen.

Plakate mit der Aufschrift „Ehret die Mütter“ hingen in Schaufenstern, Banken, Postämtern und Straßenbahnen. Der schnelle Durchbruch blieb trotzdem aus. Erst ab 1925 half die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung, den Verdacht reiner Geschäftemacherei zu zerstreuen.

Missbrauch in der NS-Zeit

Die Nationalsozialisten knüpften an den Muttertag an und stellten ihn in den Dienst ihrer Ideologie. Mütter galten dem Regime vor allem als Trägerinnen seiner Bevölkerungspolitik. 1938 führte es das „Ehrenkreuz der Deutschen Mutter“ für kinderreiche Mütter ein, das ab 1939 am Muttertag verliehen wurde.

Muttertag nach 1945

In der Bundesrepublik lebte der Muttertag als Familientag weiter. In der DDR wurde er offiziell nicht begangen; dort stand der Internationale Frauentag am 8. März im Mittelpunkt. Heute ist der Muttertag in ganz Deutschland verbreitet, oft mit Blumen, einem Frühstück oder einem Ausflug.

Zugleich wird regelmäßig diskutiert, ob ein einzelner Tag im Jahr der Arbeit von Müttern gerecht wird. Manche nutzen ihn deshalb, um auf Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufmerksam zu machen.

Ideen für den Muttertag

Blumen sind der Klassiker, aber nicht die einzige Möglichkeit. Diese Ideen kommen ohne großen Aufwand aus:

  • Frühstück oder Brunch zu Hause: Decken Sie den Tisch mit Produkten der Saison. Im Mai sind das zum Beispiel Spargel und Rhabarber.
  • Essen gehen: Reservieren Sie früh, denn der Muttertag ist in vielen Restaurants ein gefragter Termin.
  • Pflanzen statt Schnittblumen: Eine Kräuter- oder Balkonpflanze hält länger. Frostempfindliche Pflanzen kommen nach alter Gärtnerregel erst nach den Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai ins Freie – also oft erst nach dem Muttertag.
  • Zeit schenken: ein Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug, einen Konzertbesuch oder einen Nachmittag Hilfe im Garten.
  • Ein persönlicher Gruß: Eine handgeschriebene Karte bleibt in Erinnerung. Texte und Vorlagen finden Sie bei den Muttertagsgrüßen und im Bereich Grußkarten.
  • Gemeinsam etwas unternehmen: ein Spaziergang durch einen blühenden Park, zusammen kochen oder alte Familienfotos sortieren.
  • Aus der Ferne: ein fest verabredeter Videoanruf oder ein Paket, das schon am Freitag ankommt.

Ideen für Kinder

  • ein Gutscheinheft mit kleinen Hilfen wie Tisch decken, Blumen gießen oder Vorlesen
  • Papierblumen aus buntem Seidenpapier, die nicht welken
  • ein Bild mit den Fingerabdrücken der ganzen Familie
  • ein Frühstück, das Kinder mit Hilfe eines Erwachsenen vorbereiten

Ein kleines, selbst gemachtes Geschenk kostet wenig und zeigt Mühe. Für Kita- und Grundschulkinder reicht oft schon eine gemalte Karte mit einem Satz, den ein Erwachsener aufschreibt.

Blumen, die im Mai Saison haben

Im Mai blühen Flieder, Tulpen und Ranunkeln, gegen Ende des Monats auch die ersten Pfingstrosen. Maiglöckchen sind beliebt, aber in allen Pflanzenteilen giftig. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren sind sie deshalb keine gute Wahl. Länger als ein Strauß halten Kräuter oder Erdbeerpflanzen für den Balkon.

Ein persönlicher Gruß

Ein Gruß wirkt am stärksten, wenn er konkret ist. Nennen Sie eine gemeinsame Erinnerung oder etwas, wofür Sie dankbar sind. Zwei, drei ehrliche Sätze reichen völlig aus.

Viele Familien beziehen auch Großmütter, Stief- oder Pflegemütter ein. Nicht für alle ist Muttertag ein unbeschwerter Tag. Wer die eigene Mutter verloren hat, nutzt ihn oft für einen Besuch am Grab oder eine stille Erinnerung. Auch das gehört zu diesem Tag.

Mutter und Kind von hinten auf einem Weg durch einen blühenden Obstgarten
Gemeinsame Zeit: Ein Spaziergang im Mai ist eine einfache Idee für den Muttertag. KI-generiert

Mütter in Deutschland: einige Zahlen

Nach dem Mikrozensus 2022 waren 20,3 Millionen der 29,7 Millionen Frauen zwischen 20 und 75 Jahren Mütter. Bei der Geburt ihres ersten Kindes waren Frauen 2025 im Durchschnitt 30,5 Jahre alt. Im selben Jahr kamen in Deutschland 654.200 Kinder lebend zur Welt. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag bei 1,32 Kindern je Frau.

Muttertag, Vatertag und Frauentag

Die drei Tage werden oft verwechselt, haben aber verschiedene Hintergründe. Der Vatertag hat keinen eigenen Termin, sondern fällt auf Christi Himmelfahrt, einen gesetzlichen Feiertag. Der Internationale Frauentag am 8. März geht auf die Frauenbewegung zurück und ist in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gesetzlicher Feiertag. Der Muttertag dagegen ist ein Familientag ohne gesetzlichen Status.

Quellen

Muttertag nach Jahren

Häufige Fragen

Warum ist Muttertag immer am zweiten Sonntag im Mai?

Die Regel stammt aus den USA: 1914 legte ein Gesetz den zweiten Sonntag im Mai fest. Der erste deutsche Muttertag am 13. Mai 1923 folgte diesem Termin.

Wer hat den Muttertag in Deutschland eingeführt?

Der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit seinem Geschäftsführer Rudolf Knauer. Der erste deutsche Muttertag war am 13. Mai 1923.

Dürfen Blumenläden am Muttertag öffnen?

In vielen Ländern ja, für einige Stunden. Die Regeln stehen in den Ladenöffnungsgesetzen der Länder und unterscheiden sich im Detail.

Wann ist der früheste und der späteste Muttertag?

Frühestens am 8. Mai, wenn der 1. Mai ein Sonntag ist. Spätestens am 14. Mai, wenn der 1. Mai auf einen Montag fällt.

Wie lange gibt es den Muttertag schon?

In den USA seit 1908, offiziell seit 1914. In Deutschland wird er seit 1923 gefeiert.

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