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Aschermittwoch: Beginn der Fastenzeit
Aschermittwoch fällt 2027 auf Mittwoch, 10. Februar 2027. Mit ihm enden Karneval und Fastnacht, und die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern beginnt. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Tag nicht; in Bayern gilt er aber als stiller Tag.
Aschermittwoch
10
Februar 2027
Mittwoch
kein gesetzlicher Feiertag
in 130 Tagen

Aschermittwoch fällt 2027 auf Mittwoch, 10. Februar 2027. Mit diesem Tag enden Karneval, Fasching und Fastnacht, und die Fastenzeit vor Ostern beginnt. In katholischen Gottesdiensten empfangen Gläubige ein Kreuz aus Asche auf die Stirn. Arbeitsfrei ist der Tag nicht: Er steht in keinem Feiertagsgesetz.
Termine und Berechnung
Aschermittwoch hat kein festes Datum. Er liegt immer 46 Tage vor Ostersonntag und damit frühestens am 4. Februar, spätestens am 10. März. Es ist stets der Mittwoch nach Rosenmontag; die Tabelle nennt die nächsten Termine.
| Termin | Datum | Wochentag | Kalenderwoche |
|---|---|---|---|
| Aschermittwoch 2027 | 10. Februar 2027 | Mittwoch | KW 6 |
| Aschermittwoch 2028 | 1. März 2028 | Mittwoch | KW 9 |
| Aschermittwoch 2029 | 14. Februar 2029 | Mittwoch | KW 7 |
| Aschermittwoch 2030 | 6. März 2030 | Mittwoch | KW 10 |
| Aschermittwoch 2031 | 26. Februar 2031 | Mittwoch | KW 9 |
Warum 46 und nicht 40 Tage? Die Fastenzeit zählt nur die Werktage, Samstage eingeschlossen. Die sechs Sonntage bis Ostern sind vom Fasten ausgenommen, weil an jedem Sonntag der Auferstehung gedacht wird. Vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag bleiben so genau 40 Fastentage.
Die 40 Tage: Herkunft der Fastenzeit
Die Zahl 40 hat in der Bibel Gewicht. 40 Tage fastete Jesus in der Wüste, 40 Jahre zog das Volk Israel durch die Wüste, 40 Tage verbrachte Mose auf dem Berg Sinai. Die Fastenzeit vor Ostern entstand schrittweise ab dem 4. Jahrhundert; zuvor bereiteten sich Christen nur wenige Tage auf das Fest vor.
Im 6. Jahrhundert wurde der Aschermittwoch als Beginn der Bußzeit festgelegt. Damit die Zahl 40 trotz der fastenfreien Sonntage stimmt, rückte der Beginn auf einen Mittwoch vor. In der katholischen Kirche heißt die Zeit heute „österliche Bußzeit“, in der evangelischen „Passionszeit“.
Die Sonntage der Fastenzeit
Die sechs Sonntage bis Ostern tragen lateinische Namen nach den Anfangsworten ihrer Liturgie: Invokavit, Reminiszere, Okuli, Lätare, Judika und Palmarum. In der evangelischen Kirche sind diese Namen bis heute gebräuchlich. Lätare („Freue dich“) markiert die Mitte der Fastenzeit; katholische Priester tragen an diesem Sonntag mancherorts ein rosafarbenes Gewand.
Auch der Gottesdienst verändert sich in diesen Wochen. Die liturgische Farbe ist Violett, Blumenschmuck wird zurückgenommen, und das Halleluja entfällt bis Ostern. In katholischen Sonntagsmessen fällt zudem das Gloria weg.
Das Aschekreuz
Im Gottesdienst wird die Asche zunächst gesegnet. Dann zeichnet der Priester oder eine beauftragte Person den Gläubigen damit ein Kreuz auf die Stirn; mancherorts wird sie auch aufs Haupt gestreut. Dazu erinnert ein Bibelwort an die Vergänglichkeit des Menschen (Gen 3,19) oder ruft zur Umkehr auf (Mk 1,15).
Die Asche stammt in der Regel von verbrannten Palmzweigen des vorigen Palmsonntags. Sie steht für Vergänglichkeit und Buße, aber auch für Reinigung: Aus Asche wurde früher Lauge zum Waschen gewonnen. Das Aschekreuz kann jeder empfangen, auch wer nicht katholisch ist.
Viele Gemeinden verbrennen die alten Palmzweige in den Tagen vor dem Aschermittwoch selbst, oft gemeinsam mit Kindern. Bistümer raten davon ab, die Asche mit Wasser anzurühren: Dabei kann eine ätzende Lauge entstehen, die die Haut reizt.
Auch in evangelischen Gemeinden gibt es Gottesdienste mit Aschekreuz, wenn auch seltener. Die evangelische Kirche kennt keine Fastenpflicht; sie lädt zu freiwilligem Verzicht ein. Bekanntestes Beispiel ist die Aktion „7 Wochen Ohne“. Sie läuft seit über vier Jahrzehnten vom Aschermittwoch bis Ostern und hat jedes Jahr ein eigenes Motto.
Viele Bistümer laden am Aschermittwoch zudem Künstlerinnen und Künstler zu einem eigenen Gottesdienst mit anschließender Begegnung ein, dem „Aschermittwoch der Künstler“. Dabei geht es um das Gespräch zwischen Kirche und Kunst.
Fasten heute: Regeln und Bräuche
Für Katholiken sind Aschermittwoch und Karfreitag gebotene Fast- und Abstinenztage (can. 1251 Codex des Kirchenrechts). Abstinenz bedeutet Verzicht auf Fleisch; dazu verpflichtet sind alle ab dem vollendeten 14. Lebensjahr. Fasten heißt: eine volle Mahlzeit am Tag und zwei kleine Stärkungen. Das gilt für Volljährige bis zum Beginn des 60. Lebensjahres (can. 1252).
Viele Menschen fasten heute unabhängig von Konfession und Kirchenbindung. Sie verzichten sieben Wochen lang auf Süßes, Fleisch, das Auto oder soziale Netzwerke. Das katholische Hilfswerk Misereor bittet in der Fastenzeit um Spenden; in vielen Kirchen hängt dann ein Fasten- oder Hungertuch.
Für Familien gibt es Fastenkalender, auf denen Kinder die Tage bis Ostern abhaken oder kleine Aufgaben finden. Auch die evangelische Aktion „7 Wochen Ohne“ gibt jedes Jahr einen eigenen Kalender zur Fastenzeit heraus.
Fastenformen heute
Fasten muss nicht Verzicht auf Essen bedeuten. Verbreitet sind Fastenwochen ohne Süßigkeiten, Fleisch oder Kaffee, aber auch Digitalfasten mit festen Zeiten ohne Smartphone. Kirchliche Initiativen werben zudem für Autofasten oder Klimafasten.
Wer ganz oder weitgehend auf Nahrung verzichten möchte, etwa beim Heilfasten, sollte das vorher ärztlich abklären. Für Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen ist strenges Fasten in der Regel nicht geeignet. Hilfreich für jede Form des Verzichts sind ein klares Ziel, ein Partner, der mitmacht, und die Sonntage als bewusste Pausen.
Viele Pfarreien laden in diesen Wochen zu einem Fastenessen ein: Es gibt eine einfache Suppe, und die Spenden gehen an Hilfsprojekte. Dazu kommen Fastenpredigten, Kreuzwegandachten und Bußgottesdienste.
Die orthodoxen Kirchen kennen keinen Aschermittwoch. Ihre Große Fastenzeit beginnt am „Reinen Montag“, knapp sieben Wochen vor dem orthodoxen Osterfest. Traditionell verzichten orthodoxe Gläubige dann nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milchprodukte und Eier.
Christliche Fastenzeit und muslimischer Fastenmonat überschneiden sich in manchen Jahren. 2026 begannen Fastenzeit und Ramadan fast gleichzeitig Mitte Februar. Weil der islamische Kalender dem Mond folgt, rückt der Ramadan jedes Jahr um rund elf Tage nach vorn.
Fisch am Aschermittwoch
Weil Katholiken am Aschermittwoch auf Fleisch verzichten, kommt traditionell Fisch auf den Tisch. Im Rheinland und in vielen anderen Regionen laden Vereine und Gaststätten zum Heringsessen ein, das zugleich den Abschluss der Fastnacht markiert. Nach kirchlichem Verständnis zählt Fisch nicht als Fleisch und ist deshalb an Abstinenztagen erlaubt. Traditionell gilt nur das Fleisch warmblütiger Tiere als Fleisch im Sinne des Gebots.
Sprichwörtlich wurde das Ende der Fastnacht durch den Schlager „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ aus den 1950er-Jahren. In vielen Karnevalsvereinen gehört das gemeinsame Fischessen bis heute zum Abschluss der Session.

Im schwäbisch-alemannischen Raum waschen Narren vielerorts am Aschermittwoch ihre leeren Geldbeutel am Brunnen aus – ein Zeichen, dass die Fasnet alles gekostet hat. Danach ruhen Häs und Masken bis zum nächsten Dreikönigstag. Wie die tollen Tage davor ablaufen, steht beim Karneval.
Der politische Aschermittwoch
Seit über hundert Jahren ist der Aschermittwoch auch ein Tag der politischen Rede. Seinen Ursprung hat der Brauch im niederbayerischen Vilshofen an der Donau. Dort trafen sich Bauern am Aschermittwoch zum Markt und sprachen dabei auch über Politik. Am 5. März 1919 lud der Bayerische Bauernbund zur ersten wirklich politischen Kundgebung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften die Parteien ab 1948 an die Großkundgebungen an, darunter CSU, Bayernpartei und SPD. Die CSU zog 1975 nach Passau um, weil die Säle in Vilshofen zu klein geworden waren. Inzwischen laden fast alle Parteien zu eigenen Aschermittwochstreffen ein, auch außerhalb Bayerns.
Der Ton ist bewusst zugespitzt: Die Redner nehmen den politischen Gegner aufs Korn, oft im Stil einer Stammtischrede. Regionale und bundesweite Sender übertragen große Kundgebungen ganz oder in Ausschnitten.
Arbeit, Schule und Veranstaltungen
Aschermittwoch ist in allen Ländern ein normaler Arbeits- und Schultag. In Bayern gehört er aber zu den stillen Tagen (Art. 3 Bayerisches Feiertagsgesetz). Von 2 Uhr bis 24 Uhr sind dort öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nur erlaubt, wenn sie den ernsten Charakter des Tages wahren.
Wer nach den tollen Tagen frei braucht, muss Urlaub nehmen. In Bayern liegt der Aschermittwoch meist in den Frühjahrsferien, die das Land in die Faschingswoche legt. Welche Regeln an stillen Tagen in den einzelnen Ländern gelten, erklärt der Ratgeber Stille Feiertage.
Von Aschermittwoch bis Ostern
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Zählung bis zum höchsten christlichen Fest. Die Fastenzeit führt über die Karwoche und den Karfreitag zum Osterfest. Wie der Ostertermin entsteht, von dem auch der Aschermittwoch abhängt, steht auf der Seite zu Ostern.
Gelegentlich fällt der Aschermittwoch auf den 14. Februar. Wie Paare dann mit Fasttag und Valentinsabend umgehen können, steht beim Valentinstag. Einen Überblick über die Feste der großen Religionen gibt der Ratgeber Religiöse Feiertage.
Quellen
- katholisch.de: Geschichte, Motive und Liturgie – die Fastenzeit auf einen Blick
- Codex des Kirchenrechts, can. 1249–1253 (vatican.va)
- EKD: Passionszeit und Fasten
- 7 Wochen Ohne – die Fastenaktion der evangelischen Kirche
- Historisches Lexikon Bayerns: Politischer Aschermittwoch
- Bayerisches Feiertagsgesetz, Art. 3 Stille Tage (gesetze-bayern.de)
Aschermittwoch nach Jahren
Häufige Fragen
Darf man am Aschermittwoch Fleisch essen?
Katholiken ab 14 Jahren verzichten nach can. 1251 und 1252 des Kirchenrechts auf Fleisch, Erwachsene bis zum Beginn des 60. Lebensjahres fasten zusätzlich. Für evangelische Christen gibt es keine Pflicht; staatlich ist nichts geregelt.
Wie lange bleibt das Aschekreuz auf der Stirn?
Eine Vorschrift gibt es nicht. Viele tragen es bis zum Abend, es darf aber jederzeit abgewaschen werden.
Wann endet die Fastenzeit?
Gezählt wird bis Karsamstag. Mit der Feier der Osternacht beginnt das Osterfest, und die Fastenzeit ist vorbei.
Ist Aschermittwoch ein gesetzlicher Feiertag?
Nein, in keinem Land. In Bayern ist er jedoch ein stiller Tag: Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind von 2 bis 24 Uhr nur eingeschränkt erlaubt (Art. 3 Feiertagsgesetz).
Warum heißt der Tag Aschermittwoch?
Der Name kommt vom Aschekreuz, das Gläubige an diesem Mittwoch im Gottesdienst empfangen. Die Asche erinnert an Vergänglichkeit und Umkehr.
Passt dazu
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Anlässe Internationaler Frauentag
Feiertag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
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Anlässe Karfreitag
Stiller Feiertag vor Ostern.
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Anlässe Walpurgisnacht
Die Nacht zum 1. Mai.
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Planen Religiöse Feiertage
Feste anderer Religionen und Freistellung.