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Zweiter Weihnachtsfeiertag: Stephanstag, Besuche und Heimfahrt

Der 2. Weihnachtstag ist am Samstag, 26. Dezember 2026. Der 26. Dezember ist in allen 16 Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Kirchlich ist er der Gedenktag des heiligen Stephanus, der als erster Märtyrer des Christentums gilt.

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2. Weihnachtstag

26

Dezember 2026

Samstag

Feiertag in allen 16 Ländern

in 84 Tagen

Zwei Reiter von hinten auf geschmückten Kaltblutpferden mit Tannengrün am Zaumzeug auf einem verschneiten Weg, in der Ferne eine Kapelle
KI-generiert

Der 2. Weihnachtstag ist am Samstag, 26. Dezember 2026. Wie der Tag davor ist der 26. Dezember in allen 16 Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Kirchlich heißt er Stephanstag, nach Stephanus, dem ersten Märtyrer des Christentums.

Für viele Familien ist der zweite Feiertag ein Tag für Besuche, Ausflüge und die Heimfahrt. In einigen Punkten gelten andere Regeln als am 1. Weihnachtstag, etwa beim Bäcker und bei der Arbeit von Jugendlichen.

Wann ist der 2. Weihnachtstag?

Der 2. Weihnachtstag liegt immer am 26. Dezember. 2026 ist das ein Samstag, ein Jahr später der Sonntag, 26. Dezember 2027. Weitere Namen sind zweiter Weihnachtsfeiertag und Stephanstag; die evangelische Kirche spricht vom Christfest II. In Österreich heißt der Tag Stefanitag und ist dort ebenfalls frei, ebenso in einem Teil der Schweizer Kantone.

2. Weihnachtstag: die nächsten Termine
TerminDatumWochentagKalenderwoche
2. Weihnachtstag 202626. Dezember 2026SamstagKW 52
2. Weihnachtstag 202726. Dezember 2027SonntagKW 51
2. Weihnachtstag 202826. Dezember 2028DienstagKW 52
2. Weihnachtstag 202926. Dezember 2029MittwochKW 52
2. Weihnachtstag 203026. Dezember 2030DonnerstagKW 52

Der 26. Dezember ist der letzte bundesweite Feiertag des Jahres. Danach folgen bis Silvester die Tage „zwischen den Jahren“. Wie sie sich mit Neujahr zu einer längeren Pause verbinden lassen, zeigt die Seite Silvester.

Stephanus: der erste Märtyrer

Was über Stephanus bekannt ist, steht in der Apostelgeschichte. In der Jerusalemer Urgemeinde beklagten sich die griechischsprachigen Mitglieder, ihre Witwen würden bei der täglichen Versorgung übersehen (Apg 6,1). Die Gemeinde wählte daraufhin sieben Männer für diesen Dienst; als Ersten nennt der Text Stephanus (Apg 6,5).

Stephanus predigte und wirkte nach dem Bericht Wunder und Zeichen. Gegner warfen ihm vor, gegen den Tempel und das Gesetz zu reden, und brachten ihn vor den Hohen Rat (Apg 6,8–15). In seiner Verteidigungsrede erzählt er die Geschichte Israels von Abraham über Mose bis zum Tempelbau Salomos nach (Apg 7,2–50).

Danach wurde er aus der Stadt getrieben und gesteinigt. Ein junger Mann namens Saulus, der spätere Apostel Paulus, bewachte dabei die Kleider der Zeugen (Apg 7,58). Sterbend bat Stephanus um Vergebung für seine Mörder (Apg 7,60).

Das Portal katholisch.de datiert seinen Tod um das Jahr 40. Als erster Blutzeuge der Kirche trägt er den Ehrennamen Erzmärtyrer. Sein griechischer Name bedeutet Kranz oder Krone; am 26. Dezember haben deshalb unter anderem Stephan, Stefan, Steffen, Stephanie und Stefanie Namenstag.

Dass sein Gedenktag direkt auf das Geburtsfest Jesu folgt, verbindet die Freude über die Geburt mit der Erinnerung an Leid und Verfolgung. Darauf weist katholisch.de ausdrücklich hin. Auf Bildern erkennt man Stephanus am Gewand des Diakons und an Steinen; seine Gebeine wurden der Überlieferung nach im Jahr 415 gefunden.

Katholisch, evangelisch, orthodox

Die katholische Kirche feiert am 26. Dezember das Fest des heiligen Stephanus. Zu den gebotenen Feiertagen zählt das Kirchenrecht den Tag nicht (can. 1246 CIC), viele Gemeinden laden trotzdem zu Festgottesdiensten ein. Den zweiten Teil seines Weihnachtsoratoriums bestimmte Johann Sebastian Bach eigens für den 26. Dezember.

In der evangelischen Kirche ist der Tag das Christfest II. Im Mittelpunkt steht die Geburtsgeschichte aus der Sicht Josefs (Mt 1,18–25). Gemeinden können am 26. Dezember stattdessen auch den Tag des Erzmärtyrers Stephanus begehen. Orthodoxe Kirchen gedenken seiner am 27. Dezember.

Patron der Pferde: Bräuche am Stephanstag

Stephanus gilt als Patron der Pferde, Pferdeknechte und Kutscher, außerdem der Steinhauer, Maurer und Zimmerleute. Pferdesegnungen in seinem Namen gehören deshalb zum Brauchtum des Tages. Früher wechselten Pferdeknechte und Kutscher am Stephanstag ihren Dienstherrn, und an Arme wurde Brot verteilt. Mancherorts zogen Kinder singend von Haus zu Haus und baten um Gaben.

Ein Beispiel für den Brauch ist der Stephaniritt in Oberhaching bei München. Seit 1978 ziehen Reiter und Fuhrwerke dort dreimal um die Pfarrkirche St. Stephan. Dem Heiligen geweiht sind auch der Passauer Dom und die Mainzer Kirche St. Stephan, in Wien der Stephansdom.

Holzkiste mit Mehl, eingemachtem Obst, Brot und Wollsocken als Spende auf einem Holztisch
Stephanus gehörte zu den sieben Männern, die nach der Apostelgeschichte die Witwen der Gemeinde versorgen sollten. KI-generiert

Boxing Day: der 26. Dezember in Großbritannien

In Großbritannien heißt der 26. Dezember Boxing Day. In England, Wales und Schottland ist er ein gesetzlicher Feiertag (bank holiday). Fällt er auf ein Wochenende, ist dort der folgende Werktag als Ersatz-Feiertag frei. In Deutschland gibt es eine solche Regel nicht.

Der Name geht vermutlich auf die „Christmas box“ zurück: Bedienstete erhielten am Tag nach Weihnachten Geschenke oder Geld von ihrer Herrschaft. Eine weitere Wurzel sieht man in den Almosen, die am Stephanstag gesammelt und verteilt wurden. Heute steht der Tag in Großbritannien für Fußball, Pferderennen und Preisnachlässe im Handel.

Familienbesuche und Ausflüge

Besuche, Festessen und das Spiel mit den neuen Geschenken prägten schon früher die Tage nach dem Heiligen Abend, beschreibt katholisch.de. Bis heute ist der 2. Weihnachtstag für viele ein Besuchstag bei Eltern, Schwiegereltern oder Freunden.

Wer einen Ausflug plant, findet am 26. Dezember vielerorts geöffnete Museen, Zoos, Schwimmbäder und Theater. Das Arbeitszeitgesetz lässt Beschäftigung in Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ausdrücklich zu (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 und 7 ArbZG). Die Öffnungszeiten an Feiertagen weichen aber oft ab; prüfen Sie sie vorher auf der Internetseite der Einrichtung.

Läden in Museen, Theatern, Kinos und Freizeitanlagen dürfen in Bayern an allen Tagen an Besucher verkaufen. Erlaubt sind Speisen und Waren mit Bezug zur Einrichtung (Art. 3 Abs. 2 BayLadSchlG).

Ladenöffnung: strenger als am 1. Weihnachtstag

Am 2. Weihnachtstag bleiben die Geschäfte geschlossen. Wie am Vortag haben Tankstellen, Apotheken im Notdienst und Läden für Reisebedarf in Bahnhöfen und Flughäfen geöffnet. Bei Bäckern und Blumenläden ziehen einige Länder die Grenze jedoch enger.

Bayern nimmt den Zweiten Weihnachtstag ausdrücklich von der Feiertagsöffnung für Backwaren, Blumen und Milch aus (Art. 3 Abs. 3 BayLadSchlG). Dasselbe gilt dort für Ostermontag und Pfingstmontag. Zeitungsläden dürfen in Bayern dagegen fünf Stunden öffnen. Nordrhein-Westfalen schließt Bäcker, Blumen- und Zeitungsläden an diesem Tag vollständig aus (§ 5 Abs. 4 LÖG NRW).

Am 1. Weihnachtstag dürfen dieselben Bäckereien dagegen einige Stunden verkaufen. Wer frisches Brot für den zweiten Feiertag braucht, kauft es in diesen Ländern besser am Vortag. Die Regeln aller Länder vergleicht der Ratgeber Ladenöffnung an Feiertagen.

Arbeit und Zuschläge am 26. Dezember

Für Arbeit am 2. Weihnachtstag sind wie am Vortag Zuschläge bis 150 Prozent des Grundlohns steuerfrei (§ 3b Abs. 1 Nr. 4 EStG). Fällt der 26. Dezember auf einen Sonntag, gilt dieser Feiertagssatz und nicht der Sonntagssatz von 50 Prozent. Ob überhaupt ein Zuschlag gezahlt wird, regelt Ihr Tarif- oder Arbeitsvertrag.

Für Nachtschichten gibt es eine Sonderregel. Beginnt die Schicht vor Mitternacht, zählt die Arbeit bis 4 Uhr früh noch als Feiertagsarbeit (§ 3b Abs. 3 Nr. 2 EStG). Für Nachtarbeit in diesen Stunden steigt der steuerfreie Satz zudem von 25 auf 40 Prozent.

Anders als am 1. Weihnachtstag dürfen Jugendliche am 26. Dezember in bestimmten Bereichen arbeiten (§ 18 Abs. 2 JArbSchG). Dazu gehören Krankenhäuser und Heime, Gaststätten und Aufführungen. Fällt der Feiertag auf einen Werktag, steht ihnen dafür in derselben oder der folgenden Woche ein freier Tag zu (§ 18 Abs. 3 JArbSchG). Mehr dazu im Ratgeber Arbeiten an Feiertagen.

Erwachsene, die am 26. Dezember arbeiten, bekommen einen Ersatzruhetag. Liegt der Feiertag auf einem Werktag, muss er innerhalb von acht Wochen folgen, bei einem Sonntag innerhalb von zwei Wochen (§ 11 Abs. 3 ArbZG).

Rückreise und Verkehr

Wer am 2. Weihnachtstag von Verwandten zurückfährt, hat auf den Autobahnen wenig Lastverkehr. Für Lkw über 7,5 Tonnen gilt von 0 bis 22 Uhr das Sonn- und Feiertagsfahrverbot (§ 30 Abs. 3 und 4 StVO). Ist der 27. Dezember ein Werktag, sind ab dann wieder Lastwagen und Berufspendler unterwegs.

Busse und Bahnen im Nahverkehr fahren an Feiertagen in der Regel nach dem Sonn- und Feiertagsfahrplan. Wer mit dem Fernzug reist, reserviert für die Tage nach dem Fest am besten früh einen Sitzplatz.

Gesetzlicher Feiertag in allen 16 Ländern

Wie am 1. Weihnachtstag ruht die Arbeit in allen Ländern, und der Lohn für die ausgefallene Arbeitszeit wird weitergezahlt (§ 2 EntgFG). Fällt der 26. Dezember auf ein Wochenende, wird er nirgends nachgeholt.

Brückentage um den 2. Weihnachtstag

2026 fällt der 2. Weihnachtstag auf einen Samstag. Je nach Wochentag ergibt sich eine Brücke vor dem Fest, danach oder gar keine. Die Tabelle zeigt die Möglichkeiten für alle Länder:

Brückentage rund um 2. Weihnachtstag 2026
ZeitraumGilt inUrlaub nehmenUrlaub → frei
25.12. bis 03.01.2027alle LänderMo 28.12., Di 29.12., Mi 30.12., Do 31.12.4 → 10

Eigene Kombination rechnen: Brückentage-Planer

Gottesdienste, Festessen und Öffnungszeiten am Vortag beschreibt die Seite 1. Weihnachtstag, Baum, Krippe und Geschichte des Festes die Seite Weihnachten.

Countdown bis zum 2. Weihnachtstag

Wie viele Tage es noch bis zum nächsten Stephanstag sind, zeigt der Zähler:

Countdown: 2. Weihnachtstag am Samstag, 26. Dezember 2026

84Tage
–Stunden
–Minuten
–Sekunden

Quellen

2. Weihnachtstag nach Jahren

Häufige Fragen

Warum heißt der 2. Weihnachtstag auch Stephanstag?

Am 26. Dezember gedenkt die Kirche des heiligen Stephanus. Er gehörte zu den sieben Männern, die die Jerusalemer Urgemeinde für die Versorgung der Witwen wählte, und gilt als erster Märtyrer des Christentums (Apg 6–7).

Haben Bäckereien am 2. Weihnachtstag geöffnet?

In Bayern und Nordrhein-Westfalen nicht: Die Sonn- und Feiertagsöffnung für Backwaren gilt dort am 2. Weihnachtstag ausdrücklich nicht. In Bayern dürfen an diesem Tag nur Zeitungsläden einige Stunden öffnen.

Was ist der Boxing Day?

So heißt der 26. Dezember in Großbritannien. In England, Wales und Schottland ist er ein gesetzlicher Feiertag; fällt er auf ein Wochenende, ist der folgende Werktag frei.

Dürfen Jugendliche am 2. Weihnachtstag arbeiten?

In Ausnahmebereichen ja, etwa in Krankenhäusern, Heimen und Gaststätten (§ 18 Abs. 2 JArbSchG). Am 1. Weihnachtstag ist ihre Beschäftigung dagegen ausnahmslos verboten.

Gilt am 2. Weihnachtstag ein Lkw-Fahrverbot?

Ja. Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen von 0 bis 22 Uhr nicht fahren (§ 30 Abs. 3 und 4 StVO). Ausgenommen sind etwa Transporte leicht verderblicher Lebensmittel.

Zählt die Nachtschicht nach dem 2. Weihnachtstag noch als Feiertagsarbeit?

Bis 4 Uhr morgens am 27. Dezember ja, wenn die Schicht vor Mitternacht begonnen hat (§ 3b Abs. 3 Nr. 2 EStG). Für diese Stunden bleibt der Zuschlag bis 150 Prozent steuerfrei.

Passt dazu

  • Anlässe Silvester

    Termin, Arbeitszeit und Läden zum Jahreswechsel.

  • Anlässe Zeitumstellung

    Wann die Uhren umgestellt werden.

  • Anlässe Neujahr

    Gesetzlicher Feiertag am 1. Januar.

  • Schulferien Wer die Ferien festlegt

    Kultusministerkonferenz, Rotation, bewegliche Ferientage.