Muttertag 2026

Muttertag ist ein weltweit gefeierter Ehrentag zu Ehren der Mütter und ihrer Rolle in der Familie und Gesellschaft. In Deutschland wird der Muttertag traditionell am zweiten Sonntag im Mai begangen. Er ist ein Tag, an dem Mütter für ihre Fürsorge, Liebe und unermüdliche Arbeit gewürdigt werden. Obwohl der Muttertag keinen religiösen Hintergrund hat, ist er tief in der modernen Kultur verankert und ein wichtiger Anlass, um den Müttern Dankbarkeit und Anerkennung zu zeigen.

Inhaltsverzeichnis

Muttertag
Muttertag

Wann ist Muttertag (Datum)?

Muttertag wird in vielen Ländern, darunter Deutschland, jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Der Tag ist eine Gelegenheit, Müttern Anerkennung und Dankbarkeit zu zeigen, oft durch Blumen, Geschenke oder besondere Gesten. Die Tradition des Muttertags hat ihre Wurzeln in den USA und verbreitete sich im 20. Jahrhundert weltweit.

Muttertag

Der Muttertag ist ein besonderer Tag, an dem Mütter weltweit für ihre Liebe, Fürsorge und unermüdliche Arbeit geehrt werden. In Deutschland und vielen anderen Ländern wird er am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Der Tag hat eine bewegte Geschichte, die von edlen Absichten über politische Instrumentalisierung bis zur heutigen Kommerzialisierung reicht. Trotz aller Kritik bleibt der Muttertag für Millionen von Familien ein wichtiger Anlass, um Dankbarkeit und Wertschätzung auszudrücken. In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles über die Entstehung des Muttertags, seine Bedeutung in verschiedenen Kulturen, kreative Ideen zum Feiern und wie Sie diesen Tag besonders gestalten können.

Muttertag

Zweiter Sonntag im Mai (Deutschland)

Im Jahr 2025: 11. Mai

Kein gesetzlicher Feiertag

Was ist der Muttertag?

Der Muttertag ist ein jährlich wiederkehrender Ehrentag für Mütter, an dem Kinder und Familien ihre Wertschätzung, Liebe und Dankbarkeit für die mütterliche Fürsorge ausdrücken. In Deutschland und vielen anderen Ländern wird er am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. An diesem Tag werden Mütter traditionell mit Blumen, selbstgebastelten Geschenken, Gedichten oder besonderen Gesten überrascht. Oft übernehmen Kinder und Partner an diesem Tag die Hausarbeit, damit die Mutter sich ausruhen kann.

Der Muttertag ist kein religiöser Feiertag, sondern ein weltlicher Brauch, der sich im 20. Jahrhundert in vielen Ländern etabliert hat. Ursprünglich als Tag der Würdigung der Mutterschaft und der mütterlichen Leistungen konzipiert, hat er sich im Laufe der Zeit stark kommerzialisiert. Trotz berechtigter Kritik an der Vermarktung bleibt der Muttertag für viele Familien ein wichtiger Anlass, um innezuhalten und die oft selbstverständlich erscheinende Arbeit und Liebe von Müttern bewusst zu würdigen.

Wichtige Fakten zum Muttertag

Datum in Deutschland: Zweiter Sonntag im Mai (beweglich)

Ursprung: USA, Anfang 20. Jahrhundert

Begründerin: Anna Marie Jarvis (1908)

Erster Muttertag in Deutschland: 1923

Gesetzlicher Feiertag: Nein (regulärer Sonntag)

Verbreitung: Weltweit, aber mit unterschiedlichen Terminen

Hauptbräuche: Blumen schenken, Frühstück ans Bett, selbstgebastelte Geschenke

Typisches Geschenk: Blumenstrauß (besonders Rosen und Nelken)

Die Geschichte des Muttertags

Die Geschichte des Muttertags ist komplex und beginnt weit vor seiner offiziellen Einführung im 20. Jahrhundert.

Antike Vorläufer

Bereits in der Antike gab es Feste zu Ehren von Muttergottheiten. Im alten Griechenland wurde Rhea, die Mutter der Götter, im Frühling gefeiert. Die Römer ehrten die Göttin Kybele mit einem dreitägigen Fest namens Hilaria. Diese Feste waren allerdings keine direkten Vorläufer des modernen Muttertags, zeigen aber, dass die Würdigung von Mutterschaft eine lange Tradition hat.

England – Mothering Sunday (17. Jahrhundert)

Im England des 17. Jahrhunderts entwickelte sich der „Mothering Sunday“, der ursprünglich ein kirchlicher Feiertag war. Am vierten Fastensonntag kehrten Dienstboten und Arbeiter, die oft weit von zu Hause entfernt arbeiteten, für einen Tag zu ihren Familien und zur „Mutterkirche“ ihrer Heimat zurück. Sie brachten ihren Müttern kleine Geschenke mit, oft einen speziellen Kuchen namens „Simnel Cake“. Dieser Brauch geriet im 19. Jahrhundert in Vergessenheit.

USA – Julia Ward Howe und die Friedensbewegung (1870)

Die amerikanische Frauenrechtlerin und Pazifistin Julia Ward Howe rief 1870 zu einem „Mother’s Day for Peace“ auf. In ihrer „Mother’s Day Proclamation“ forderte sie Frauen auf, sich für Frieden einzusetzen und gegen Kriege zu protestieren. Howe wollte Mütter als Friedensstifterinnen etablieren, die sich weigerten, ihre Söhne in Kriege zu schicken. Ihr Aufruf fand Gehör, aber eine dauerhafte Institution entstand daraus nicht.

1908 – Anna Jarvis und der moderne Muttertag

Die eigentliche Begründerin des modernen Muttertags ist Anna Marie Jarvis aus West Virginia, USA. Nach dem Tod ihrer Mutter Ann Jarvis im Jahr 1905 setzte Anna sich dafür ein, einen offiziellen Tag zu Ehren aller Mütter einzuführen. Am 12. Mai 1908 organisierte sie in der Kirche in Grafton, West Virginia, eine Gedenkfeier für ihre Mutter, die als erster offizieller Muttertag gilt. Anna verteilte weiße Nelken – die Lieblingsblume ihrer Mutter – als Symbol der reinen Mutterliebe.

1914 – Offizieller Feiertag in den USA

Anna Jarvis‘ intensive Kampagne für einen nationalen Muttertag war erfolgreich. Am 8. Mai 1914 unterzeichnete Präsident Woodrow Wilson eine Resolution, die den zweiten Sonntag im Mai zum nationalen Muttertag erklärte. Der Tag sollte die Leistungen von Müttern würdigen und familiäre Bindungen stärken.

1920er Jahre – Verbreitung in Europa

Von den USA aus verbreitete sich die Idee des Muttertags nach Europa. In England wurde der alte „Mothering Sunday“ 1914 wiederbelebt. In Deutschland wurde der Muttertag 1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber eingeführt – bereits hier spielten kommerzielle Interessen eine Rolle. Der erste deutsche Muttertag fand am 13. Mai 1923 statt.

1933-1945 – Instrumentalisierung durch die Nationalsozialisten

Die Nationalsozialisten instrumentalisierten den Muttertag für ihre Ideologie. 1933 wurde er zum „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ umbenannt. Mütter wurden als „Gebärmaschinen“ für das deutsche Volk glorifiziert. Kinderreiche Mütter erhielten das „Ehrenkreuz der Deutschen Mutter“ (Mutterkreuz). Diese Instrumentalisierung belastet die deutsche Geschichte des Muttertags bis heute.

Nach 1945 – Neuanfang in Westdeutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Muttertag in Westdeutschland 1949 wiederbelebt, nun entpolitisiert als privates Familienfest. In der DDR gab es keinen offiziellen Muttertag – stattdessen wurde der Internationale Frauentag am 8. März betont. Nach der Wiedervereinigung etablierte sich der Muttertag auch in Ostdeutschland.

Anna Jarvis‘ Kampf gegen Kommerzialisierung

Ironischerweise wurde Anna Jarvis, die Begründerin des Muttertags, zu dessen größter Kritikerin. Sie war entsetzt über die zunehmende Kommerzialisierung des Tages durch Blumenindustrie und Grußkartenunternehmen. Sie prozessierte gegen die kommerzielle Nutzung und bezeichnete die Geschäftemacher als „Banditen und Scharlatane“. Sie starb 1948 verbittert und verarmt in einem Pflegeheim – ihr Traum eines schlichten, persönlichen Ehrentags für Mütter war ihrer Meinung nach zerstört worden.

Heute – Weltweite Verbreitung

Heute wird der Muttertag in über 150 Ländern gefeiert, allerdings zu unterschiedlichen Terminen. In Deutschland ist er einer der umsatzstärksten Tage für Floristen und ein wichtiger Faktor im Einzelhandel. Gleichzeitig wächst die Kritik an der Kommerzialisierung und am traditionellen Rollenbild.

Anna Jarvis – Die Frau hinter dem Muttertag

Leben und Wirken der Muttertag-Begründerin

Kindheit und Prägung

Anna Marie Jarvis wurde am 1. Mai 1864 in Webster, West Virginia geboren. Ihre Mutter Ann Reeves Jarvis war eine bemerkenswerte Frau, die sich sozial engagierte. Während des amerikanischen Bürgerkriegs organisierte sie „Mother’s Day Work Clubs“, die verletzten Soldaten beider Seiten halfen. Nach dem Krieg veranstaltete sie „Mother’s Friendship Days“, um die Versöhnung zwischen ehemaligen Feinden zu fördern. Diese Aktivitäten prägten Anna tief.

Der Tod der Mutter

Als Ann Jarvis 1905 starb, war Anna am Boden zerstört. In ihrer Trauer schwor sie, ihrer Mutter ein Denkmal zu setzen und gleichzeitig alle Mütter zu ehren. Sie widmete ihr ganzes Leben dieser Mission und blieb zeitlebens unverheiratet und kinderlos – eine Ironie, die oft übersehen wird: Die Begründerin des Muttertags war selbst keine Mutter.

Die Kampagne

Anna startete eine intensive Kampagne. Sie schrieb Hunderte von Briefen an Politiker, Geschäftsleute, Zeitungen und Kirchenvertreter. Sie organisierte Veranstaltungen und warb unermüdlich für ihre Idee. Ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Innerhalb weniger Jahre hatten immer mehr Bundesstaaten den Muttertag offiziell anerkannt.

Die bittere Enttäuschung

Doch Anna musste erleben, wie ihr idealistischer Plan kommerzialisiert wurde. Bereits in den 1920er Jahren dominierte die Blumen- und Grußkartenindustrie den Tag. Anna protestierte vehement. Sie störte öffentlich Muttertagsveranstaltungen, die ihrer Meinung nach zu kommerziell waren, und versuchte vergeblich, den Muttertag rückgängig zu machen. Sie starb 1948 verbittert, blind und verarmt. Ihr größtes Lebenswerk war ihr zur größten Enttäuschung geworden.

Ihr Erbe

Trotz ihrer Enttäuschung hat Anna Jarvis einen Tag geschaffen, der weltweit Millionen von Menschen die Gelegenheit gibt, ihre Wertschätzung für Mütter auszudrücken. Ihre ursprüngliche Vision – ein Tag der persönlichen, selbstgemachten Gesten statt gekaufter Geschenke – ist nach wie vor aktuell und inspirierend.

Der Muttertag in Deutschland

In Deutschland hat der Muttertag eine besondere Geschichte und Entwicklung durchgemacht.

Einführung 1923

Der Muttertag wurde 1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber nach Deutschland gebracht – von Anfang an spielten also kommerzielle Interessen eine Rolle. Der erste deutsche Muttertag fand am 13. Mai 1923 statt und wurde mit Plakaten und Zeitungsanzeigen beworben. Die Botschaft war: „Ehret die Mutter“ und „Schenkt Blumen zum Muttertag“.

Die NS-Zeit und ihre Folgen

Die Instrumentalisierung durch die Nationalsozialisten hat den deutschen Muttertag nachhaltig belastet. Das Ideal der „deutschen Mutter“, die möglichst viele „arische“ Kinder für das Volk gebiert, war Teil der menschenverachtenden NS-Ideologie. Diese Vergangenheit macht den Muttertag in Deutschland bis heute zu einem sensiblen Thema.

Neustart nach 1945

Nach dem Krieg bemühte man sich, den Muttertag zu entpolitisieren und als rein privates Familienfest zu etablieren. 1949 wurde er offiziell wiederbelebt, diesmal ohne staatliche Vereinnahmung. In der DDR gab es keinen Muttertag – hier stand der Internationale Frauentag im Fokus, der Frauen als Arbeiterinnen und nicht primär als Mütter würdigte.

Heutige Bedeutung

Heute wird der Muttertag in Deutschland breit gefeiert, allerdings mit zwiespältigen Gefühlen. Für viele ist er ein schöner Anlass, die Mutter zu ehren. Kritiker bemängeln die Kommerzialisierung und das traditionelle Rollenbild. Dennoch gehört der Muttertag fest zum deutschen Jahreskalender.

Traditionen und Bräuche am Muttertag

Rund um den Muttertag haben sich verschiedene Traditionen entwickelt, die in vielen Familien gepflegt werden.

Frühstück ans Bett

Der Klassiker: Kinder und Partner bereiten ein liebevoll angerichtetes Frühstück zu und servieren es der Mutter im Bett. Zum Frühstück gehören oft frische Brötchen, selbstgemachte Marmelade, frisches Obst, Kaffee oder Tee und eine frische Blume auf dem Tablett. Dieser Brauch ermöglicht der Mutter einen entspannten Start in den Tag.

Blumen schenken

Blumen sind das klassische Muttertagsgeschenk. Besonders beliebt sind Rosen, Tulpen, Nelken (die ursprüngliche Muttertagsblume von Anna Jarvis) und bunte Frühlingssträuße. Viele Kinder pflücken selbst Wildblumen oder basteln Blumen aus Papier. Der Muttertag ist der umsatzstärkste Tag für Blumengeschäfte in Deutschland.

Selbstgebastelte Geschenke

Besonders von jüngeren Kindern kommen oft selbstgebastelte Geschenke: gemalte Bilder, Gedichte, selbstgemachte Karten, Schmuckstücke aus Perlen, bemalte Steine oder Tassen. Diese persönlichen Geschenke werden von Müttern oft besonders geschätzt und aufbewahrt. In Kindergärten und Schulen wird oft vor dem Muttertag gebastelt.

Gedichte und Lieder

Kinder tragen traditionell Gedichte vor oder singen Lieder für ihre Mütter. Bekannte Muttertagsgedichte wie „Mama, Mama, das ist der schönste Name“ oder „Wenn ich groß bin, liebe Mutter“ werden in Schulen gelernt. Diese Tradition geht auf die Anfangszeit des Muttertags zurück.

Gemeinsame Zeit

Viele Familien unternehmen am Muttertag etwas gemeinsam: einen Ausflug, einen Restaurantbesuch, einen Spaziergang oder einen Besuch im Café. Die gemeinsam verbrachte Zeit ist oft das wertvollste Geschenk. In Restaurants sind Muttertags-Brunches sehr beliebt.

Hausarbeit übernehmen

An diesem Tag sollen Mütter sich ausruhen. Kinder und Partner übernehmen die Hausarbeit: Putzen, Kochen, Abwaschen, Wäsche waschen. Die Mutter bekommt einen „freien Tag“. Dies unterstreicht die oft unsichtbare tägliche Arbeit, die Mütter leisten.

Geschenkideen zum Muttertag

Die Frage nach dem passenden Geschenk beschäftigt jedes Jahr Millionen von Menschen.

Klassische Geschenke
  • Blumenstrauß (Klassiker)
  • Parfüm
  • Schmuck (Kette, Armband, Ohrringe)
  • Pralinen oder Schokolade
  • Buch (Bestseller oder Lieblingsbuch)
Persönliche Geschenke
  • Fotoalbum mit Familienfotos
  • Personalisierte Tasse oder Kissen
  • Schmuckstück mit Gravur
  • Handgeschriebener Brief
  • Selbstgemachtes Video
Erlebnis-Geschenke
  • Wellness-Tag im Spa
  • Konzert- oder Theaterkarten
  • Kurzurlaub oder Wochenendtrip
  • Kochkurs
  • Massage oder Beauty-Behandlung
Praktische Geschenke
  • Gutschein für Haushaltsgeräte
  • Abo-Box (Blumen, Kaffee, Bücher)
  • Gartenartikel
  • Küchenhelfer
  • Bequeme Kleidung (Morgenmantel)
Zeit-Geschenke
  • Gutschein für Hausarbeit
  • Versprechen für gemeinsame Aktivitäten
  • Regelmäßige Anrufe/Besuche
  • Kinderbetreuung
  • Gartenhilfe
Selbstgemachte Geschenke
  • Selbstgebackener Kuchen
  • Selbstgemachte Marmelade
  • Gestrickter Schal oder Socken
  • Gemaltes Bild
  • Selbstgeschriebenes Gedicht

Was wirklich zählt

Studien zeigen, dass Mütter am meisten wertschätzen: persönliche Aufmerksamkeit, gemeinsam verbrachte Zeit und Anerkennung ihrer täglichen Arbeit. Teure Geschenke sind weniger wichtig als die Geste an sich. Ein handgeschriebener Brief, in dem man ausdrückt, was man an der Mutter schätzt, kann wertvoller sein als jedes gekaufte Geschenk.

Muttertag international

Der Muttertag wird weltweit gefeiert, allerdings zu sehr unterschiedlichen Terminen und mit verschiedenen Traditionen.

USA – Zweiter Sonntag im Mai

Das Ursprungsland des modernen Muttertags feiert ihn groß. Es ist einer der umsatzstärksten Tage nach Weihnachten. Typisch sind Blumen (Nelken), Grußkarten und Familienessen. Viele Amerikaner telefonieren mit ihren Müttern, wenn sie weit entfernt wohnen.

Großbritannien – Mothering Sunday (variabler Termin)

In Großbritannien wird am vierten Fastensonntag (drei Wochen vor Ostern) der „Mothering Sunday“ gefeiert, der auf die mittelalterliche Tradition zurückgeht. Es gibt den traditionellen „Simnel Cake“ – einen Früchtekuchen mit Marzipan.

Frankreich – Letzter Sonntag im Mai

In Frankreich wird „Fête des Mères“ am letzten Sonntag im Mai gefeiert (außer wenn Pfingsten auf diesen Tag fällt, dann eine Woche später). Kinder basteln in der Schule Geschenke und es gibt oft ein Familienessen.

Spanien – Erster Sonntag im Mai

In Spanien wird „Día de la Madre“ am ersten Maisonntag gefeiert. Familien treffen sich oft zum gemeinsamen Essen. Blumen und Parfüm sind beliebte Geschenke.

Polen – 26. Mai (festes Datum)

In Polen ist der „Dzień Matki“ am 26. Mai. Kinder schenken oft selbstgebastelte Geschenke und Blumen. In Schulen werden Aufführungen veranstaltet.

Thailand – 12. August

In Thailand wird der Muttertag am 12. August gefeiert – dem Geburtstag von Königin Sirikit. Menschen tragen an diesem Tag traditionell blaue Kleidung und schenken Jasminblumen.

Mexiko – 10. Mai (festes Datum)

In Mexiko ist „Día de las Madres“ am 10. Mai ein sehr wichtiger Feiertag. Mariachi-Bands spielen für Mütter, und es gibt große Familienfeiern mit traditionellem Essen.

Japan – Zweiter Sonntag im Mai

In Japan wird seit 1949 der Muttertag gefeiert. Rote Nelken sind das traditionelle Geschenk. Kinder zeichnen Porträts ihrer Mütter in einem landesweiten Wettbewerb.

Äthiopien – Ende der Regenzeit (Oktober/November)

In Äthiopien wird ein dreitägiges Fest namens „Antrosht“ gefeiert, wenn die Regenzeit endet. Familien kommen zusammen, essen, singen und tanzen. Kinder bringen Zutaten für ein traditionelles Festmahl mit.

Kritik am Muttertag

Der Muttertag ist nicht unumstritten und wird aus verschiedenen Perspektiven kritisiert.

Hauptkritikpunkte

Kommerzialisierung

Der wohl häufigste Kritikpunkt: Der Muttertag ist zu einem riesigen Geschäft geworden. Blumenindustrie, Einzelhandel und Gastronomie generieren Millionen-Umsätze. Kritiker sagen, dass der ursprünglich ideelle Gedanke – Wertschätzung für Mütter – durch kommerzielle Interessen korrumpiert wurde. Ironischerweise war dies auch die Hauptkritik der Begründerin Anna Jarvis selbst.

Verstärkung traditioneller Rollenbilder

Feministinnen kritisieren, dass der Muttertag ein überholtes Frauenbild zementiert: Die Frau als Mutter, deren Identität und Wert sich aus der Mutterrolle ableitet. Dies ignoriere andere Aspekte der Weiblichkeit und reduziere Frauen auf ihre Reproduktionsfunktion. Viele bevorzugen daher den Internationalen Frauentag (8. März), der Frauen als eigenständige Personen würdigt.

Ausgrenzung kinderloser Frauen

Der Tag kann für Frauen schmerzhaft sein, die ungewollt kinderlos sind, Kinder verloren haben oder sich bewusst gegen Kinder entschieden haben. Der gesellschaftliche Fokus auf Mutterschaft an diesem Tag kann ausgrenzend wirken.

Einmal im Jahr reicht nicht

Kritiker merken an, dass Mütter das ganze Jahr über Wertschätzung verdienen, nicht nur an einem Tag. Der Muttertag könne zu einer „Ablass-Veranstaltung“ werden, bei der man mit einem Blumenstrauß sein Gewissen beruhigt, während die tägliche Unterstützung fehlt.

Zu viel Druck

Für manche Familien erzeugt der Muttertag Druck und Stress. Es muss das perfekte Geschenk sein, das perfekte Frühstück, der perfekte Tag. Dies kann die Freude am Fest mindern.

Problematische Familienkonstellationen

Für Menschen mit schwierigen oder abwesenden Müttern kann der Muttertag belastend sein. Auch für Kinder in Heimen oder ohne mütterliche Bezugspersonen ist der Tag schwierig.

Moderne Perspektiven und Alternativen

In den letzten Jahren haben sich neue Sichtweisen auf den Muttertag entwickelt.

Erweitertes Mutterverständnis

Viele Menschen nutzen den Tag, um nicht nur leibliche Mütter zu ehren, sondern alle Menschen mit mütterlichen Qualitäten: Adoptivmütter, Pflegemütter, Stiefmütter, Großmütter, Tanten, Mentorinnen, Lehrerinnen. Dies erweitert den Kreis und macht den Tag inklusiver.

Elterntag statt Mutter- und Vatertag

Einige plädieren für einen gemeinsamen Elterntag, der beide Elternteile gleichzeitig würdigt und moderne Familienmodelle besser abbildet. In manchen Ländern gibt es bereits einen „Parents‘ Day“.

Fokus auf Taten statt Geschenke

Eine wachsende Bewegung betont, dass echte Wertschätzung sich in täglichen Taten zeigt, nicht in gekauften Geschenken. Praktische Unterstützung im Alltag, gerechte Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung sind nachhaltiger als ein einmaliger Blumenstrauß.

Soziales Engagement

Manche nutzen den Muttertag, um auf die schwierige Situation von Müttern weltweit aufmerksam zu machen: alleinerziehende Mütter in Armut, Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern, fehlende Kinderbetreuung. Sie spenden an Organisationen, die Mütter unterstützen.

Praktische Tipps für einen gelungenen Muttertag

Für Kinder und Partner

  • Planen Sie frühzeitig – nicht erst am Vorabend!
  • Fragen Sie diskret, was sich die Mutter wünscht (oder was sie entlasten würde)
  • Persönliche Geschenke schlagen teure Käufe
  • Beziehen Sie alle Kinder ein, auch die Kleinsten
  • Dokumentieren Sie den Tag mit Fotos
  • Übernehmen Sie wirklich ALLE Hausarbeiten an diesem Tag
  • Koordinieren Sie sich mit Geschwistern, um nicht doppelte Geschenke zu kaufen

Für Mütter selbst

  • Kommunizieren Sie Ihre Wünsche – niemand kann Gedanken lesen!
  • Erlauben Sie sich, den Tag zu genießen, ohne perfekt sein zu müssen
  • Nehmen Sie Hilfe an und delegieren Sie
  • Wenn der Tag emotional schwierig ist (z.B. bei Verlust), ist das in Ordnung
  • Sie dürfen auch Nein sagen zu übertriebenen Erwartungen

Für Menschen ohne Mutter

  • Gedenken Sie Ihrer Mutter auf Ihre Weise
  • Kontaktieren Sie eine Mentorin oder mütterliche Figur in Ihrem Leben
  • Meiden Sie soziale Medien, wenn die Flut an Muttertagsposts schmerzt
  • Tun Sie etwas Gutes für sich selbst
  • Erlauben Sie sich Ihre Gefühle

Muttertag in Zahlen

~180 Mio. Blumensträuße werden in Deutschland zum Muttertag verkauft
1908 Jahr des ersten offiziellen Muttertags (USA)
150+ Länder feiern den Muttertag weltweit
~1 Mrd. Euro Umsatz wird in Deutschland am Muttertag generiert

Alternativen zum klassischen Feiern

Kreative Ideen jenseits von Blumen und Frühstück

Gemeinsame Projekte

Starten Sie ein gemeinsames Projekt: Legen Sie einen kleinen Garten an, renovieren Sie ein Zimmer zusammen, erstellen Sie ein Familienrezeptbuch oder beginnen Sie ein gemeinsames Hobby. Die gemeinsame Zeit und das bleibende Ergebnis sind wertvoller als materielle Geschenke.

Erinnerungen schaffen

Erstellen Sie eine „Mutter-Schatzkiste“ mit Erinnerungsstücken, schreiben Sie gemeinsam Familiengeschichten auf, interviewen Sie Ihre Mutter über ihr Leben und nehmen Sie es auf, oder erstellen Sie einen Familienstammbaum.

Soziales Engagement

Engagieren Sie sich gemeinsam für einen guten Zweck: Helfen Sie in einer Suppenküche, besuchen Sie ein Altersheim, spenden Sie für Mütter in Not, oder werden Sie Paten für ein Kind in einem Entwicklungsland.

Wellness zu Hause

Verwandeln Sie das Zuhause in ein Spa: Entspannungsbad vorbereiten, Massagen anbieten, Gesichtsmasken machen, entspannende Musik auflegen. Oft ist dieser private Wellness-Tag entspannter als ein überfülltes Spa.

Fazit: Wertschätzung das ganze Jahr

Der Muttertag ist ein Tag voller Widersprüche. Geboren aus edlen Motiven – der Wunsch, Mütter zu ehren und ihre oft unsichtbare Arbeit zu würdigen – hat er sich zu einem hochkommerzialisierten Event entwickelt, das die ursprüngliche Begründerin selbst abgelehnt hätte. Gleichzeitig bietet er Millionen von Menschen weltweit eine willkommene Gelegenheit, ihre Dankbarkeit auszudrücken.

Die berechtigte Kritik am Muttertag – Kommerzialisierung, traditionelle Rollenbilder, Oberflächlichkeit – sollte uns nicht davon abhalten, das Positive zu sehen und zu nutzen. Der Tag kann ein Anstoß sein, über die Bedeutung von Müttern und Mutterschaft nachzudenken, über die Care-Arbeit, die hauptsächlich von Frauen geleistet wird, und über die Strukturen, die Mütter unterstützen oder behindern.

Gleichzeitig ist wichtig zu betonen: Wertschätzung für Mütter sollte nicht auf einen Tag im Jahr beschränkt sein. Echte Anerkennung zeigt sich in der täglichen Unterstützung, in gerechter Verteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung, in politischen Strukturen, die Elternschaft ermöglichen (Kitas, Elternzeit, flexible Arbeit), und in einer Gesellschaft, die Care-Arbeit als das anerkennt, was sie ist: unverzichtbar und wertvoll.

Der Muttertag kann ein schöner Anlass sein, innezuhalten und Danke zu sagen – aber er sollte der Auftakt sein, nicht der Abschluss. Die beste Art, eine Mutter zu ehren, ist nicht ein teures Geschenk einmal im Jahr, sondern kontinuierliche Liebe, Respekt und praktische Unterstützung im Alltag.

Ob Sie den Muttertag traditionell mit Blumen und Frühstück feiern, ob Sie ihn kritisch hinterfragen, ob Sie ihn nutzen, um alle mütterlichen Bezugspersonen zu ehren, oder ob Sie ihn bewusst anders gestalten – das Wichtigste ist die Aufrichtigkeit der Geste. Eine ehrliche Umarmung, ein aufrichtiges „Danke“, gemeinsam verbrachte Zeit – das sind die Dinge, die wirklich zählen und die über den Muttertag hinaus Bestand haben.

An alle Mütter: Danke für alles, was ihr tut – nicht nur am Muttertag, sondern jeden Tag.

Wann ist Muttertag in Deutschland?

In Deutschland wird der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Da es ein beweglicher Termin ist, ändert sich das genaue Datum jedes Jahr. Im Jahr 2025 fällt der Muttertag auf den 11. Mai. Der Termin wurde von den USA übernommen, wo Präsident Wilson 1914 den zweiten Maisonntag zum offiziellen Muttertag erklärte. Der Muttertag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag, sondern ein kultureller Brauch.

Wer hat den Muttertag erfunden?

Der moderne Muttertag wurde von der Amerikanerin Anna Marie Jarvis erfunden. Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1905 setzte sie sich für einen offiziellen Ehrentag für Mütter ein. Am 12. Mai 1908 organisierte sie die erste Muttertagsfeier in Grafton, West Virginia. 1914 wurde der zweite Sonntag im Mai in den USA offizieller Muttertag. Ironischerweise wurde Anna Jarvis später zur größten Kritikerin des Muttertags, weil sie die Kommerzialisierung ablehnte.

Was schenkt man zum Muttertag?

Klassische Muttertagsgeschenke sind Blumensträuße (besonders Rosen, Tulpen, Nelken), Pralinen, Parfüm, Schmuck und Bücher. Sehr geschätzt werden auch selbstgebastelte Geschenke von Kindern wie gemalte Bilder, Gedichte und handgemachte Karten. Immer beliebter werden Erlebnis-Geschenke wie Wellness-Gutscheine, gemeinsame Ausflüge oder Zeit-Geschenke wie die Übernahme der Hausarbeit. Am wichtigsten ist die persönliche, aufrichtige Geste – oft zählt ein handgeschriebener Brief mehr als teure Geschenke.

Ist der Muttertag ein gesetzlicher Feiertag?

Nein, der Muttertag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. Da er immer auf einen Sonntag fällt, haben die Menschen ohnehin frei, aber es gibt keine besonderen gesetzlichen Regelungen wie an Feiertagen. Geschäfte können grundsätzlich geschlossen sein (Sonntagsruhe), aber es gibt keine zusätzlichen Einschränkungen. Der Muttertag ist ein kultureller Brauch ohne offiziellen Status, im Gegensatz zu Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten.

Warum wird der Muttertag kritisiert?

Der Muttertag wird aus mehreren Gründen kritisiert: Hauptkritikpunkt ist die starke Kommerzialisierung – Blumenindustrie und Einzelhandel generieren Millionen-Umsätze. Feministinnen kritisieren, dass der Tag traditionelle Rollenbilder verstärkt und Frauen auf die Mutterrolle reduziert. Für ungewollt kinderlose Frauen kann der Tag schmerzhaft sein. Kritiker merken auch an, dass Mütter das ganze Jahr Wertschätzung verdienen, nicht nur einen Tag. Die NS-Instrumentalisierung in Deutschland belastet den Tag zusätzlich historisch.

Wie wird der Muttertag in anderen Ländern gefeiert?

Der Muttertag wird in über 150 Ländern gefeiert, aber zu unterschiedlichen Terminen. In den USA und Deutschland ist es der zweite Maisonntag, in Großbritannien der vierte Fastensonntag (Mothering Sunday), in Frankreich der letzte Maisonntag, in Polen am 26. Mai, in Thailand am 12. August (Geburtstag der Königin) und in Mexiko am 10. Mai. Die Bräuche variieren: In England gibt es Simnel Cake, in Japan werden Porträts gemalt, in Mexiko spielen Mariachi-Bands, in Äthiopien gibt es ein dreitägiges Fest.

Was kann man am Muttertag unternehmen?

Beliebte Aktivitäten am Muttertag sind: Frühstück ans Bett servieren, gemeinsamer Brunch im Restaurant oder Café, Ausflug in die Natur oder einen Park, Besuch im Museum oder Theater, gemeinsames Kochen eines besonderen Essens, Wellness-Tag zu Hause oder im Spa, Picknick bei schönem Wetter, oder einfach gemeinsame Zeit verbringen. Wichtig ist, die Mutter von der Hausarbeit zu befreien und ihr einen entspannten Tag zu ermöglichen. Am wertvollsten ist oft die gemeinsam verbrachte Qualitätszeit.

Letzte Bearbeitung am Montag, 20. Oktober 2025 – 16:28 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO.

Muttertag: Zum Datum springen, inkl 2026, 2027 und 2028

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