Winterferien 2026 in Deutschland

Die Winterferien in Deutschland, auch oft als „Halbjahresferien“ bezeichnet, bieten Schülern eine kurze Erholungspause nach dem ersten Schulhalbjahr. Diese Ferien sind jedoch nicht in allen Bundesländern etabliert und haben oft unterschiedliche Längen und Zeitpunkte. Sie fallen in der Regel im Januar oder Februar und sind eine gute Gelegenheit, den Winter zu genießen – sei es durch Skifahren, Rodeln oder einfach erholsame Tage zu Hause. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Winterferien in den verschiedenen Bundesländern.

Inhaltsverzeichnis

Winterferien
Winterferien

Wann sind Winterferien in Deutschland (Datum)?

Die Winterferien in Deutschland finden üblicherweise im Januar oder Februar statt, allerdings variieren Dauer und Zeitpunkt stark je nach Bundesland. In einigen Regionen dauern sie nur wenige Tage, während andere Bundesländer eine ganze Woche freigeben. Diese Ferienzeit liegt kurz nach dem Jahreswechsel und ist oft eine kurze Erholungspause vor den anstehenden Frühjahrsmonaten.

Anstehende Veranstaltungen

Die Winterferien sind für viele Familien in Deutschland die perfekte Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und gemeinsame Zeit in der kalten Jahreszeit zu verbringen. Während einige Bundesländer zweiwöchige Winterferien anbieten, verzichten andere komplett darauf. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über die Winterferien 2025/2026, von den genauen Terminen über beliebte Reiseziele bis hin zu praktischen Planungstipps für einen gelungenen Winterurlaub mit der Familie.

Winterferien 2025/2026 im Überblick

Die Winterferien sind eine besondere Zeit im deutschen Schulkalender. Anders als die bundesweit einheitlichen Sommerferien werden Winterferien nicht in allen Bundesländern angeboten. Diese regionale Unterscheidung hat historische Gründe und spiegelt die föderale Struktur des deutschen Bildungssystems wider. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern haben Winterferien eine lange Tradition und sind fest im Jahreskalender verankert.

Für das Schuljahr 2025/2026 haben fünf Bundesländer Winterferien eingeplant. Diese fallen vorwiegend in den Februar, teilweise bereits Ende Januar. Die Ferienzeiten sind so konzipiert, dass sie Familien die Möglichkeit geben, die kalte Jahreszeit aktiv zu nutzen – sei es für Wintersport in den Bergen, Städtereisen oder einfach für Erholung zu Hause.

🗓️ Winterferien-Termine 2025/2026
📅 03.02. – 08.02.2026
⏱️ 6 Tage (1 Woche)
📅 02.02. – 07.02.2026
⏱️ 6 Tage (1 Woche)
📅 09.02. – 21.02.2026
⏱️ 13 Tage (2 Wochen)
📅 09.02. – 21.02.2026
⏱️ 13 Tage (2 Wochen)
📅 09.02. – 14.02.2026
⏱️ 6 Tage (1 Woche)
📅 02.02. – 07.02.2026
⏱️ 6 Tage (1 Woche)

Warum nicht alle Bundesländer Winterferien haben

Die unterschiedliche Handhabung der Winterferien in Deutschland hat historische und praktische Gründe. In der ehemaligen DDR waren Winterferien fest etabliert, hauptsächlich um den Energieverbrauch in den kalten Wintermonaten zu senken, da Schulgebäude während der Ferien weniger beheizt werden mussten. Diese Tradition wurde nach der Wiedervereinigung in den ostdeutschen Bundesländern beibehalten.

Westdeutsche Bundesländer verzichten hingegen weitgehend auf Winterferien. Stattdessen verlängern sie häufig die Osterferien oder verteilen die freien Tage anders über das Schuljahr. Der Grund hierfür liegt in der unterschiedlichen Ferienplanung: Während die östlichen Bundesländer mit den Winterferien eine zusätzliche Erholungspause schaffen, gleichen westliche Bundesländer dies durch längere Ferien zu anderen Zeiten aus.

Ein weiterer Aspekt ist die Koordination der Ferientermine zur Entzerrung des Reiseverkehrs. Die Kultusministerkonferenz stimmt die Ferientermine der Bundesländer ab, um zu verhindern, dass alle Familien gleichzeitig in den Urlaub fahren. Die Winterferien fügen sich in dieses System ein und ermöglichen es Familien aus den betreffenden Bundesländern, außerhalb der Hauptreisezeiten zu reisen.

💡 Wichtig zu wissen

Die Winterferien-Regelung kann sich von Jahr zu Jahr leicht ändern. Während die Termine für 2025/2026 bereits feststehen, können sich für spätere Jahre noch Anpassungen ergeben. Es empfiehlt sich daher, bei konkreter Urlaubsplanung immer die aktuellen Termine beim jeweiligen Kultusministerium zu prüfen.

Beliebte Reiseziele für die Winterferien

Die Winterferien bieten vielfältige Möglichkeiten für Familien, gemeinsame Zeit zu verbringen. Während einige die verschneiten Berge für Wintersport bevorzugen, nutzen andere die Zeit für Städtereisen oder Wellnessurlaube. Die Reiseziele lassen sich dabei grob in verschiedene Kategorien einteilen, je nach Interesse und Budget.

Deutsche Wintersportgebiete

⛷️ Top-Wintersport-Destinationen in Deutschland
Garmisch-Partenkirchen

Das Premium-Skigebiet am Fuße der Zugspitze bietet über 60 Pistenkilometer und ist besonders für Familien geeignet. Die Zugspitze als Deutschlands höchster Berg garantiert Schneesicherheit bis ins Frühjahr.

🎿 40+ Lifte | 🏔️ bis 2.720m
Oberstdorf

Im südlichsten Ort Deutschlands treffen sich Wintersportler aller Levels. Das Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand bietet spektakuläre Ausblicke und bestens präparierte Pisten für die ganze Familie.

🎿 36 Lifte | 🏔️ bis 2.224m
Winterberg

Das größte Skigebiet nördlich der Alpen ist perfekt für Familien aus Norddeutschland. Mit kurzer Anreise und guter Infrastruktur ideal für einen Kurzurlaub in den Winterferien.

🎿 27 Lifte | 🏔️ bis 810m
Fichtelberg/Oberwiesenthal
Erzgebirge

Sachsens höchster Berg lockt mit Tradition und Familienfreundlichkeit. Besonders für Familien aus den östlichen Bundesländern eine attraktive Option mit authentischem Winterfeeling.

🎿 15 Lifte | 🏔️ bis 1.215m

Internationale Wintersport-Hotspots

Für Familien, die höhere Berge und garantierten Schnee suchen, bieten sich die Alpenregionen in Österreich, der Schweiz und Italien an. Diese Destinationen sind von Deutschland aus gut erreichbar und bieten erstklassige Infrastruktur.

Österreich

Österreich zählt zu den beliebtesten Zielen deutscher Winterurlauber. Das Zillertal mit seinen 544 Pistenkilometern, der Arlberg als größtes zusammenhängendes Skigebiet Österreichs oder das familienfreundliche Saalbach-Hinterglemm bieten für jeden Geschmack das Richtige. Die Anreise ist komfortabel mit dem Auto oder Zug möglich, viele Hotels bieten spezielle Familienarrangements.

Besonders attraktiv für Winterferien-Reisende sind die All-Inclusive-Angebote vieler österreichischer Skigebiete. Skipässe für Kinder sind häufig günstiger oder sogar kostenlos, und zahlreiche Hotels haben sich auf Familien spezialisiert mit Kinderbetreuung, Spielzimmern und kindergerechten Menüs.

Schweiz

Die Schweizer Alpen locken mit spektakulären Panoramen und perfekt präparierten Pisten. Zermatt am Fuße des Matterhorns, das Engadin mit St. Moritz oder die Jungfrau-Region sind weltbekannte Destinationen. Allerdings sollte man hier mit höheren Kosten rechnen – sowohl für Unterkünfte als auch für Skipässe und Verpflegung liegen die Preise deutlich über deutschem Niveau.

Italien (Südtirol)

Südtirol verbindet deutschsprachige Kultur mit italienischem Flair. Gröden, das Pustertal oder die Kronplatz-Region bieten exzellente Pistenverhältnisse und die einzigartige Kombination aus Wintersport und italienischer Kulinarik. Die Region ist besonders für Familien interessant, die neben Skifahren auch Wert auf gutes Essen und Kultur legen.

Städtereisen und Kulturerlebnisse

Nicht jeder möchte die Winterferien auf der Skipiste verbringen. Städtereisen sind eine attraktive Alternative, besonders für Familien mit Kindern, die sich weniger für Wintersport begeistern. Deutsche Großstädte wie Berlin, München, Hamburg oder Dresden bieten auch im Winter vielfältige Attraktionen.

Museen, Theater, Indoor-Spielplätze und Schwimmbäder sorgen für Abwechslung bei jedem Wetter. Viele Städte haben spezielle Winterprogramme für Familien, von Eislaufbahnen über Wintermärkte bis zu besonderen Ausstellungen. Die Hotelpreise sind außerhalb der Karnevalszeit oft günstiger als in den Sommermonaten.

Europäische Metropolen wie Paris, London, Prag oder Wien sind ebenfalls beliebte Ziele. Die Anreise mit dem Flugzeug oder der Bahn ist unkompliziert, und die kulturellen Highlights dieser Städte faszinieren Groß und Klein gleichermaßen. Wichtig ist allerdings, dass die Winterferien-Termine der deutschen Bundesländer nicht zwingend mit Schulferien in anderen Ländern übereinstimmen, sodass Museen und Sehenswürdigkeiten weniger überlaufen sein können.

Winterferien zu Hause sinnvoll gestalten

Nicht jede Familie hat die Möglichkeit oder den Wunsch, während der Winterferien zu verreisen. Das ist überhaupt kein Problem – auch zu Hause lassen sich die Ferien abwechslungsreich und erholsam gestalten. Die freie Zeit bietet die Chance, Dinge zu unternehmen, für die im Alltag oft keine Zeit bleibt.

🏠 Winterferien-Aktivitäten für zu Hause
⛸️
Eislaufen vor Ort

Viele Städte und Gemeinden betreiben im Winter Eisbahnen. Ein Besuch dort ist oft günstiger als gedacht und macht der ganzen Familie Spaß.

🎨
Kreativ-Workshops

Volkshochschulen, Kunstschulen und Museen bieten in den Ferien spezielle Workshops für Kinder und Familien an – von Malen über Töpfern bis zu digitalen Medien.

🏊
Therme & Schwimmbad

Thermalbäder und Spaßbäder sind perfekt für Wintertage. Viele Einrichtungen haben Familientickets im Angebot.

🎬
Kino & Theater

Kinoprogramme mit Familienfilmen und Kindertheater-Vorstellungen sorgen für kulturelle Abwechslung.

🥾
Winterwanderungen

Die heimische Natur im Winter erkunden: Verschneite Wälder und klare Wintertage bieten wunderbare Wandererlebnisse.

🎮
Indoor-Spielplätze

Bei schlechtem Wetter sind Indoor-Spielplätze, Trampolinhallen oder Kletterhallen ideale Anlaufstellen für aktive Kinder.

Tagesausflüge in die Region

Auch ohne mehrtägige Reise lassen sich die Winterferien mit Ausflügen bereichern. Jede Region in Deutschland bietet interessante Ziele, die mit dem Auto in 1-2 Stunden erreichbar sind. Burgen und Schlösser, Tropfsteinhöhlen, Wildparks oder Bergwerke sind spannende Ausflugsziele, die oft unterschätzt werden.

Besonders attraktiv für Familien sind kombinierte Angebote: Ein Besuch im Freilichtmuseum lässt sich mit einer Rodelpartie verbinden, eine Stadtführung mit einem Restaurantbesuch. Viele Tourismusverbände bieten spezielle Winterferien-Programme mit vergünstigten Kombi-Tickets an.

Praktische Planungstipps für die Winterferien

Eine gute Planung ist der Schlüssel zu gelungenen Winterferien. Je früher Sie mit der Vorbereitung beginnen, desto mehr Auswahl haben Sie bei Unterkünften und Aktivitäten – und oft auch bessere Preise. Hier die wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Ferienplanung.

Buchungszeitpunkt und Frühbucher-Vorteile

Für Winterferien gilt: Früh buchen lohnt sich! Viele Hotels und Ferienwohnungen in beliebten Wintersportgebieten sind bereits Monate im Voraus ausgebucht. Wer mindestens 3-4 Monate vor Ferienbeginn bucht, hat nicht nur die größte Auswahl, sondern profitiert oft auch von Frühbucher-Rabatten von 10-25 Prozent.

Auch bei Skipässen lohnt sich das frühe Reservieren. Online-Buchungen sind meist günstiger als der Kauf vor Ort, und viele Skigebiete bieten Saisonkarten oder Mehrtagespässe mit erheblichen Preisnachlässen an. Für Familien mit mehreren Kindern können diese Einsparungen erheblich sein.

📊 Winterurlaub in Zahlen
68%
der Familien planen Winterurlaub
850€
Durchschnittspreis Woche Skiurlaub (Familie)
7,2
Tage durchschnittliche Reisedauer
45%
bevorzugen deutsche Skigebiete

Budget-Planung für Winterferien

Die Kosten für Winterferien variieren stark je nach Destination und Reiseart. Ein Skiurlaub in den Alpen ist deutlich teurer als ein verlängertes Wochenende in einer deutschen Stadt. Für eine realistische Budgetplanung sollten Sie folgende Posten berücksichtigen:

Unterkunft

Hotels in Wintersportorten kosten in der Hochsaison zwischen 80 und 250 Euro pro Nacht für ein Familienzimmer. Ferienwohnungen sind oft günstiger und bieten den Vorteil der Selbstverpflegung. Eine Woche in einer Ferienwohnung kostet je nach Region zwischen 400 und 1.200 Euro.

Skipässe und Ausrüstung

Ein 6-Tage-Skipass kostet für Erwachsene in deutschen Skigebieten etwa 200-280 Euro, in österreichischen Premium-Gebieten auch über 350 Euro. Kinder zahlen meist die Hälfte oder weniger. Wer keine eigene Ausrüstung hat, muss mit zusätzlichen Leihkosten von etwa 25-40 Euro pro Tag rechnen.

Verpflegung

Je nach Verpflegungsart variieren die Kosten erheblich. Mit Halbpension im Hotel rechnen Sie mit 25-45 Euro zusätzlich pro Person und Tag. Bei Selbstverpflegung in der Ferienwohnung lassen sich die Kosten auf etwa 15-20 Euro pro Person und Tag reduzieren. Beachten Sie, dass Restaurants in Skigebieten oft höhere Preise haben als im Tal.

Anreise

Die Anreisekosten hängen von Entfernung und Verkehrsmittel ab. Mit dem eigenen PKW rechnen Sie mit etwa 0,30-0,40 Euro pro Kilometer (inklusive Sprit, Maut und Verschleiß). Eine Bahnfahrt für eine vierköpfige Familie von Berlin nach München kostet mit Sparpreis etwa 150-250 Euro, ohne Sparpreis deutlich mehr.

💰 Spartipps für Winterferien

  • Ferienwohnung statt Hotel buchen und selbst kochen
  • Skiausrüstung online im Voraus reservieren – oft günstiger als vor Ort
  • Mehrtages-Skipässe kaufen – günstiger als Einzeltageskarten
  • Mitfahrgelegenheiten nutzen oder mit befreundeten Familien zusammen fahren
  • Nebensaison-Zeiten am Anfang oder Ende der Winterferien bevorzugen
  • Familienhotels mit All-Inclusive-Angeboten vergleichen
  • Kostenlose Aktivitäten einplanen: Rodeln, Winterwandern, Schneemann bauen
  • Tourismus-Karten für Regionen prüfen – oft gibt es Kombi-Rabatte

Sicherheit und Gesundheit im Winterurlaub

Wintersport macht Spaß, birgt aber auch Risiken. Besonders für Familien mit Kindern ist es wichtig, auf Sicherheit zu achten und sich richtig vorzubereiten. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Umsicht steht einem sicheren und gesunden Winterurlaub nichts im Wege.

Die richtige Ausrüstung

Beim Wintersport ist die richtige Ausrüstung essenziell. Ein Helm ist Pflicht für Kinder und sollte auch von Erwachsenen getragen werden. Moderne Skihelme sind leicht, gut belüftet und schränken weder Sicht noch Hörfähigkeit ein. Auch Protektoren für Rücken und Handgelenke können sinnvoll sein, besonders für Anfänger und Kinder.

Die Kleidung sollte nach dem Zwiebelprinzip aufgebaut sein: mehrere dünnere Schichten statt einer dicken Jacke. So können Sie die Isolierung flexibel an die Aktivität und Temperatur anpassen. Wichtig sind wasserdichte und atmungsaktive Außenschichten sowie gute Handschuhe und warme Socken. Für Kinder sollten Sie Ersatzkleidung einpacken – nasse Klamotten vom Spielen im Schnee sind garantiert.

Sonnenschutz nicht vergessen

Viele unterschätzen die Sonneneinstrahlung in den Bergen. Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der UV-Strahlung, und die Intensität nimmt mit der Höhe zu. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30, besser 50) ist daher unverzichtbar – auch bei bewölktem Himmel. Lippenbalsam mit UV-Schutz verhindert spröde Lippen. Für die Augen ist eine Skibrille oder Sonnenbrille mit UV-Schutz wichtig, um Schneeblindheit zu vermeiden.

Höhenkrankheit und Akklimatisierung

In Höhen über 2.500 Metern kann es zu Symptomen der Höhenkrankheit kommen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Atemnot. Kinder sind besonders anfällig. Planen Sie daher bei der Anreise in hochgelegene Skigebiete einen Tag zur Akklimatisierung ein, bevor Sie mit anstrengenden Aktivitäten beginnen. Trinken Sie ausreichend Wasser und vermeiden Sie Alkohol am ersten Tag.

Versicherungsschutz prüfen

Vor der Abreise sollten Sie Ihren Versicherungsschutz überprüfen. Eine Auslandskrankenversicherung ist für Reisen ins Ausland empfehlenswert, auch innerhalb Europas. Sie deckt Kosten, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt, etwa den Rücktransport bei schweren Verletzungen. Für Wintersport empfiehlt sich zudem eine spezielle Unfallversicherung, die auch die Bergungskosten bei Skiunfällen abdeckt – diese können schnell mehrere tausend Euro betragen.

Nachhaltigkeit im Winterurlaub

Wintertourismus belastet die Umwelt – von der Anreise über den Energieverbrauch in Hotels bis zur Pistenpräparierung. Dennoch können Familien mit bewussten Entscheidungen ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren und trotzdem einen schönen Winterurlaub genießen.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Anreise verursacht den größten Teil der CO₂-Emissionen im Winterurlaub. Viele Skigebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mit der Bahn gut erreichbar. Von den Bahnhöfen gibt es oft Shuttle-Services zu den Hotels oder Skiliften. Einige Regionen bieten sogar kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit der Gästekarte an. Die Bahnfahrt mag etwas länger dauern als die Autofahrt, aber dafür kann die ganze Familie entspannt die Fahrt genießen, ohne dass sich jemand auf Straßenverhältnisse konzentrieren muss.

Regionale und saisonale Verpflegung

Achten Sie bei der Verpflegung auf regionale Produkte. Viele Bergregionen haben eine ausgeprägte kulinarische Tradition mit lokalen Spezialitäten. Hotels und Restaurants, die mit regionalen Erzeugern zusammenarbeiten, unterstützen nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern bieten oft auch qualitativ hochwertigere Speisen. Fragen Sie nach Gästehäusern mit Bio-Zertifizierung oder eigenem Anbau.

Umweltfreundliche Unterkünfte

Immer mehr Hotels und Ferienwohnungen in Wintersportorten setzen auf Nachhaltigkeit: Nutzung erneuerbarer Energien, Wärmerückgewinnung, wassersparende Systeme und regionale Bauweise. Zertifizierungen wie das EU-Ecolabel oder das österreichische Umweltzeichen helfen bei der Orientierung. Diese Unterkünfte sind oft nicht teurer, bieten aber ein gutes Gewissen zusätzlich zum Urlaubsvergnügen.

Alternative Winteraktivitäten zum Skifahren

Nicht jeder möchte oder kann Skifahren. Glücklicherweise bieten Winterregionen vielfältige Alternativen, die mindestens genauso viel Spaß machen und oft günstiger und familienfreundlicher sind.

Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern erlebt einen Boom und ist ideal für Familien. Die Technik ist schnell erlernt, die Ausrüstung günstig zu leihen, und die Wanderungen führen durch unberührte Winterlandschaften abseits der Pisten. Viele Regionen haben markierte Schneeschuhtrails, und geführte Touren bieten zusätzliche Sicherheit und Informationen über die Natur. Schon Kinder ab etwa 6 Jahren können mit speziellen Kinderschneeschuhen mitlaufen.

Rodeln und Schlittenfahren

Rodeln ist der Klassiker für Familien und macht Groß und Klein gleichermaßen Spaß. Viele Skigebiete haben eigene Rodelbahnen, einige davon sogar mit Flutlicht für Nachtrodeln. Die längste Rodelbahn Deutschlands ist übrigens die 6,5 Kilometer lange Wallberg-Rodelbahn bei Rottach-Egern in Bayern. Schlitten können Sie meist vor Ort günstig leihen.

Eislaufen und Eisstockschießen

Viele Bergorte haben Natureisbahnen oder künstliche Eislaufplätze. Eislaufen ist eine schöne Familienaktivität für zwischendurch, wenn alle eine Pause vom Skifahren brauchen. Eisstockschießen, auch als Bavarian Curling bekannt, ist eine traditionelle Sportart, die mittlerweile auch touristisch angeboten wird und viel Spaß für die ganze Familie bietet.

Winterwellness und Thermen

Für entspannungsorientierte Familien sind Thermalregionen im Winter besonders reizvoll. Der Kontrast zwischen warmem Thermalwasser und kalter Winterluft ist einzigartig. Deutschland hat zahlreiche Thermenlandschaften, von der Therme Erding in Bayern über die Toskana Therme in Bad Schandau bis zur Badewelt Sinsheim. Diese Anlagen bieten meist auch Kinderbereich mit Rutschen und Spielmöglichkeiten.

Winterferien mit kleinen Kindern

Mit Kleinkindern und Babys gelten bei der Winterurlaubsplanung besondere Überlegungen. Nicht jedes Skigebiet ist für die Allerkleinsten geeignet, und die Ansprüche an Unterkunft und Aktivitäten unterscheiden sich deutlich von denen mit älteren Kindern.

Ab welchem Alter in die Berge?

Grundsätzlich können auch Babys mit in den Winterurlaub, allerdings sollten Sie große Höhen über 2.000 Meter in den ersten Lebensmonaten vermeiden. Der Druckausgleich fällt Babys schwer, und die dünne Bergluft kann zu Atemproblemen führen. Kinder ab etwa 18 Monaten kommen meist gut mit der Höhe zurecht, und ab 3-4 Jahren können die meisten bereits erste Erfahrungen auf Skiern sammeln.

Für Kleinkinder sind flachere Wintersportgebiete oder Regionen unter 1.500 Metern Höhe optimal. Hier gibt es weniger Höhenprobleme, und die Temperaturen sind meist milder als auf den höchsten Gipfeln. Wichtig ist auch die Erreichbarkeit: Lange Autofahrten oder mehrfaches Umsteigen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind mit Kleinkindern anstrengend.

Kinderbetreuung und Skischulen

Viele Familienhotels und Skigebiete bieten Kinderbetreuung ab etwa 2-3 Jahren an. Skischulen nehmen Kinder meist ab 3-4 Jahren auf. Die Kleinsten lernen spielerisch im Schnee, und schon nach wenigen Tagen können die meisten erste Kurven fahren. Wichtig ist, dass die Gruppe klein und der Unterricht kindgerecht gestaltet ist. Erkundigen Sie sich vorab nach Gruppengröße und Qualifikation der Skilehrer.

Für Eltern mit Babys oder Kleinkindern, die selbst Skifahren möchten, sind Hotels mit stundenweiser Kinderbetreuung ideal. Einige Resorts haben sogar Baby-Betreuung ab 6 Monaten. So können sich die Eltern abwechselnd auf der Piste vergnügen, während das Kind in guten Händen ist.

Packliste für Winterferien mit Kleinkindern

🧳 Das sollten Sie nicht vergessen

  • Genügend warme Kleidung zum Wechseln (Kinder werden oft nass)
  • Sonnencreme mit hohem LSF speziell für Kinder
  • Spezielle Kälte-Creme für Gesicht und Hände
  • Tragetuch oder Kraxe für längere Wanderungen
  • Warmer Fußsack für den Kinderwagen
  • Schneeanzug und wasserdichte Stiefel
  • Reiseapotheke mit Fieberzäpfchen und Nasentropfen
  • Lieblingsspielzeug für drinnen
  • Eventuell Schlitten oder Bob
  • Thermoskanne für warme Getränke unterwegs

Rechtliches und Organisatorisches

Auch bei der Organisation von Winterferien gibt es einige rechtliche und praktische Aspekte zu beachten, die einen reibungslosen Urlaub sicherstellen.

Urlaub während der Schulzeit

In Deutschland herrscht Schulpflicht, und eigenmächtiges Fernbleiben vom Unterricht – auch für Urlaubsreisen – ist nicht erlaubt. Wer sein Kind ohne Genehmigung aus dem Unterricht nimmt, riskiert ein Bußgeld, das je nach Bundesland zwischen 80 und 1.000 Euro liegen kann. Nur in Ausnahmefällen können Eltern bei der Schulleitung einen Antrag auf Beurlaubung stellen, etwa bei wichtigen familiären Ereignissen. Die günstigeren Preise außerhalb der Ferienzeiten sind kein anerkennenswerter Grund.

Planen Sie Ihre Winterferien daher ausschließlich innerhalb der offiziellen Ferientermine Ihres Bundeslandes. Die Termine stehen bereits Jahre im Voraus fest und können bei der Kultusministerkonferenz oder auf den Webseiten der Kultusministerien eingesehen werden.

Reisedokumente und Versicherungen

Für Reisen innerhalb Deutschlands genügt der Personalausweis, der nicht abgelaufen sein sollte. Bei Reisen ins EU-Ausland benötigt auch jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument – Kinderreisepässe sind ausreichend und günstiger als Reisepässe. Wichtig: Prüfen Sie die Gültigkeit rechtzeitig vor der Reise, denn die Bearbeitungszeit für neue Dokumente kann mehrere Wochen betragen.

Die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite Ihrer Versichertenkarte gilt in allen EU-Ländern sowie in der Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen. Für umfassenden Schutz ist dennoch eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung empfehlenswert, die auch Rücktransporte abdeckt. Diese kostet für Familien etwa 20-40 Euro pro Jahr.

Stornierungsbedingungen beachten

Lesen Sie bei Buchungen immer die Stornierungsbedingungen. Besonders bei nicht-erstattbaren Angeboten sollten Sie prüfen, ob eine Reiserücktrittsversicherung sinnvoll ist. Diese kostet etwa 4-8 Prozent des Reisepreises und schützt bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Krankheit oder Unfall. Bei Reisen mit Kindern kann sich diese Versicherung lohnen, da Kinder häufiger kurzfristig erkranken als Erwachsene.

Trends und Entwicklungen im Wintertourismus

Der Wintertourismus befindet sich im Wandel. Klimaveränderungen, neue Technologien und verändertes Reiseverhalten prägen die Entwicklung. Für Familien, die Winterferien planen, sind diese Trends durchaus relevant.

Klimawandel und Schneesicherheit

Der Klimawandel beeinflusst zunehmend die Schneesicherheit in niedrigeren Lagen. Skigebiete unter 1.500 Metern haben immer häufiger Probleme mit unzureichender Schneedecke. Hochgelegene Gletscher-Skigebiete bieten derzeit noch zuverlässigere Bedingungen, aber auch sie sind langfristig vom Gletscherrückgang betroffen.

Viele Skigebiete setzen verstärkt auf Kunstschnee-Anlagen, um die Saison zu verlängern und unabhängiger vom Naturschnee zu werden. Dies funktioniert gut bei ausreichend niedrigen Temperaturen, ist aber energie- und wasserintensiv und daher ökologisch umstritten. Als Reaktion entwickeln einige Regionen verstärkt schneeunabhängige Winterangebote wie Winterwandern, Wellness und Kulturprogramme.

Digitalisierung im Skigebiet

Moderne Skigebiete setzen auf digitale Lösungen: Skipässe sind oft als Chipkarte oder sogar per Smartphone-App verfügbar, Wartezeiten an Liften werden in Apps angezeigt, und Online-Buchungen von Skikursen oder Equipment sind Standard. Einige Resorts bieten auch Tracking-Systeme für Kinder, sodass Eltern jederzeit wissen, wo sich der Nachwuchs aufhält. Diese Digitalisierung macht den Winterurlaub komfortabler und planbarer.

Sanfter Wintertourismus

Ein wachsender Trend ist der sanfte Wintertourismus: weniger Massentourismus, mehr Naturerlebnis und Nachhaltigkeit. Kleine, familiengeführte Hotels gewinnen gegenüber großen Resorts an Beliebtheit. Schneeschuhwandern, Langlauf und Winterwandern werden beliebter als Alternative zum alpinen Skilauf. Diese Entwicklung eröffnet neue, oft günstigere Möglichkeiten für Familien, die authentische Wintererlebnisse abseits des Massentourismus suchen.

🔮 Ausblick

Experten erwarten, dass sich der Wintertourismus in den kommenden Jahren weiter diversifizieren wird. Klassischer Alpinski wird ergänzt durch vielfältige Alternativangebote. Regionen, die früh auf diese Entwicklung reagieren und nachhaltige, vielseitige Winterkonzepte entwickeln, werden langfristig erfolgreich sein. Für Familien bedeutet dies: mehr Auswahl und flexiblere Möglichkeiten, die Winterferien individuell zu gestalten.

Fazit: Winterferien optimal nutzen

Die Winterferien bieten eine wunderbare Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und gemeinsame Familienzeit zu genießen. Ob auf der Skipiste, bei Winterwanderungen, auf Städtereisen oder zu Hause mit lokalen Aktivitäten – die Möglichkeiten sind vielfältig und für jedes Budget und jeden Geschmack ist etwas dabei.

Wichtig ist eine frühzeitige Planung, besonders wenn Sie in beliebte Wintersportgebiete reisen möchten. Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse aller Familienmitglieder bei der Auswahl des Reiseziels, und vergessen Sie nicht die praktischen Aspekte wie Versicherungsschutz und Reisedokumente. Mit der richtigen Vorbereitung werden die Winterferien 2025/2026 zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie.

Die Winterferien-Termine stehen fest, die Auswahl an Destinationen ist größer denn je, und mit den Tipps aus diesem Ratgeber sind Sie bestens gerüstet für die Planung und Durchführung Ihres Winterurlaubs. Nutzen Sie die besondere Atmosphäre der kalten Jahreszeit, stärken Sie den Familienzusammenhalt und schaffen Sie Erinnerungen, die lange nachwirken. Gute Planung ist dabei der Schlüssel zum Erfolg – dann steht gelungenen Winterferien nichts mehr im Wege.

Welche Bundesländer haben 2026 Winterferien?

Im Jahr 2026 haben sechs Bundesländer Winterferien: Berlin (03.02.-08.02.), Brandenburg (02.02.-07.02.), Mecklenburg-Vorpommern (09.02.-21.02.), Sachsen (09.02.-21.02.), Sachsen-Anhalt (09.02.-14.02.) und Thüringen (02.02.-07.02.). Die Dauer variiert zwischen einer und zwei Wochen.

Warum haben nicht alle Bundesländer Winterferien?

Die unterschiedliche Handhabung hat historische Gründe. In der ehemaligen DDR waren Winterferien etabliert, um Energie zu sparen. Diese Tradition wurde in ostdeutschen Bundesländern beibehalten. Westdeutsche Bundesländer verteilen die Ferientage anders über das Jahr und haben oft längere Oster- oder Herbstferien.

Wann sollte man Winterurlaub buchen?

Für beliebte Wintersportgebiete empfiehlt sich eine Buchung 3-4 Monate im Voraus. Frühbucher profitieren von Rabatten zwischen 10-25 Prozent und haben die größte Auswahl bei Unterkünften. Auch Skipässe sind bei Online-Vorbestellung oft günstiger als beim Kauf vor Ort.

Was kostet ein Skiurlaub für eine Familie durchschnittlich?

Ein einwöchiger Skiurlaub kostet für eine vierköpfige Familie durchschnittlich 850 Euro, kann aber je nach Destination und Unterkunft zwischen 600 und 2.000 Euro variieren. Die größten Kostenfaktoren sind Unterkunft, Skipässe und Ausrüstung. Selbstverpflegung und Frühbuchung helfen beim Sparen.

Ab welchem Alter können Kinder Skifahren lernen?

Die meisten Skischulen nehmen Kinder ab 3-4 Jahren auf. In diesem Alter können Kinder spielerisch erste Erfahrungen auf Skiern sammeln. Wichtig ist kindgerechter Unterricht in kleinen Gruppen. Viele Kinder machen bereits nach wenigen Tagen erste Fortschritte auf blauen Pisten.

Welche Alternativen gibt es zum Skifahren im Winterurlaub?

Beliebte Alternativen sind Schneeschuhwandern, Rodeln, Eislaufen, Winterwandern und Langlauf. Auch Thermenbesuche, Städtereisen oder Indoor-Aktivitäten wie Museen und Schwimmbäder sind attraktive Optionen. Viele Winterregionen bieten mittlerweile vielfältige schneeunabhängige Aktivitäten an.

Braucht man eine spezielle Versicherung für Skiurlaub?

Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert, auch innerhalb der EU. Sie deckt Kosten, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt, besonders Rücktransporte. Zusätzlich sollten Sie eine Unfallversicherung mit Bergungskostendeckung in Betracht ziehen, da Bergungskosten mehrere tausend Euro betragen können.

Wie wirkt sich der Klimawandel auf Winterurlaub aus?

Der Klimawandel beeinflusst zunehmend die Schneesicherheit, besonders in niedrigen Lagen unter 1.500 Metern. Viele Skigebiete setzen verstärkt auf Kunstschnee, entwickeln aber auch schneeunabhängige Angebote. Hochgelegene Skigebiete über 2.000 Metern bieten derzeit noch zuverlässigere Schneeverhältnisse.

Letzte Bearbeitung am Dienstag, 21. Oktober 2025 – 11:35 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO.

Winterferien in Deutschland: Zum Datum springen, inkl 2026, 2027 und 2028

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