Weiberfastnacht 2026

Die Weiberfastnacht (auch Altweiberfastnacht genannt) ist der offizielle Beginn des Straßenkarnevals und wird am Donnerstag vor Rosenmontag gefeiert. Besonders im Rheinland, aber auch in anderen Karnevalshochburgen, ist die Weiberfastnacht ein fester Bestandteil der Karnevalszeit und zeichnet sich durch ausgelassene Feiern, Umzüge und eine besondere Rolle der Frauen aus. Traditionell übernehmen die Frauen an diesem Tag die Macht und stürzen symbolisch die Männer von ihren „Herrschaftspositionen“.

Inhaltsverzeichnis

Weiberfastnacht
Weiberfastnacht

Wann ist die Weiberfastnacht (Datum)?

Weiberfastnacht wird am Donnerstag vor Rosenmontag gefeiert und markiert den Beginn der heißen Phase des Karnevals, vor allem im Rheinland. Dieser Tag fällt auf ein Datum zwischen Anfang und Mitte Februar. Traditionell übernehmen an Weiberfastnacht die Frauen symbolisch die Macht und schneiden den Männern zur Begrüßung oft die Krawatten ab, um danach gemeinsam ausgelassen zu feiern.

Weiberfastnacht

Weiberfastnacht, auch Weiberfasching oder Altweiberfastnacht genannt, markiert den Beginn der heißen Phase des Straßenkarnevals und gehört zu den ausgelassensten Tagen im rheinischen Karneval. An diesem Tag übernehmen traditionell die Frauen das Zepter, stürmen Rathäuser und schneiden Männern die Krawatten ab. Im Jahr 2025 fällt Weiberfastnacht auf Donnerstag, den 27. Februar. Was als Brauch der Waschfrauen im 19. Jahrhundert begann, hat sich zu einem der wichtigsten Karnevalstage entwickelt, an dem in vielen Regionen Deutschlands ausgelassen gefeiert wird. Dieser umfassende Artikel erklärt die Geschichte, Traditionen, regionalen Besonderheiten und praktischen Informationen rund um Weiberfastnacht 2025.

Was ist Weiberfastnacht?

Weiberfastnacht, regional auch als Weiberfasching, Wieverfastelovend (kölsch), Altweiberfastnacht oder Fetter Donnerstag bekannt, ist der Donnerstag vor Aschermittwoch und markiert den offiziellen Beginn des Straßenkarnevals. An diesem Tag übernehmen traditionell die Frauen das Kommando im Karneval, erobern symbolisch die Rathäuser und dürfen Männern die Krawatten abschneiden. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „wîp“ für Frau ab, nicht von „alten Weibern“, wie oft fälschlicherweise angenommen wird.

Weiberfastnacht ist kein gesetzlicher Feiertag, hat aber in den Karnevalshochburgen des Rheinlands eine immense Bedeutung. Viele Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern ab mittags frei oder verzichten ganz auf reguläre Arbeitszeiten. Schulen beenden oft bereits am Vormittag den Unterricht. Die Feierlichkeiten beginnen meist um 11:11 Uhr und ziehen sich bis in die späten Abendstunden.

Weiberfastnacht 2025

27. Februar

Weiberfastnacht fällt immer auf den Donnerstag vor Aschermittwoch. Das Datum ist beweglich und richtet sich nach dem Osterfest. 2025 beginnt der Straßenkarneval am Donnerstag, den 27. Februar.

Geschichte und Ursprung der Weiberfastnacht

Die Anfänge im 19. Jahrhundert

Die Tradition der Weiberfastnacht hat ihre Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert. Erstmals dokumentiert wurde ein organisiertes Treffen von Frauen zur Karnevalszeit im Jahr 1824 in Bonn. Damals schlossen sich Wäscherinnen und Dienstmädchen zusammen, um einen Tag im Jahr selbst Karneval feiern zu dürfen. Diese Frauen, die sonst das ganze Jahr über hart arbeiten mussten, forderten an diesem einen Tag das Recht ein, ausgelassen zu feiern und die gesellschaftlichen Regeln außer Kraft zu setzen.

Im Gegensatz zu den etablierten Karnevalsgesellschaften, die damals ausschließlich männlich waren, organisierten die Frauen ihre eigenen Feiern. Sie trafen sich in Wirtshäusern, tanzten, tranken und genossen für einen Tag die Freiheit, die ihnen sonst verwehrt blieb. Dieser emanzipatorische Aspekt prägt die Weiberfastnacht bis heute, auch wenn sich die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend gewandelt haben.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Weiberfastnacht zu einem festen Bestandteil des rheinischen Karnevals. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Brauch eine Renaissance und wurde zunehmend professionalisiert. Die ersten organisierten Frauen-Karnevalssitzungen entstanden, bei denen ausschließlich Frauen auf der Bühne standen und das Programm gestalteten.

In den 1970er und 1980er Jahren erreichte die Weiberfastnacht ihre heutige Form. Der Brauch des Krawattenabschneidens etablierte sich flächendeckend, und der Sturm auf die Rathäuser wurde zu einem festen Ritual. Immer mehr Frauen beteiligten sich aktiv am Karneval, der zuvor stark männlich dominiert war. Die Weiberfastnacht wurde zum Symbol für weibliche Selbstbestimmung und Gleichberechtigung im Karneval.

Bedeutung des Namens

Der Name Weiberfastnacht wird oft missverstanden. Das Wort „Weiber“ stammt vom mittelhochdeutschen „wîp“ ab, was einfach „Frau“ bedeutet, ohne jegliche negative Konnotation. Die alternative Bezeichnung „Altweiberfastnacht“ bezieht sich nicht auf das Alter der Frauen, sondern auf „alt“ im Sinne von „traditionell“ oder „überliefert“. In Köln wird der Tag auf Kölsch „Wieverfastelovend“ genannt, was die sprachliche Wurzel noch deutlicher macht.

Traditionen und Bräuche der Weiberfastnacht

Das Krawattenabschneiden

Der bekannteste Brauch der Weiberfastnacht ist das Abschneiden von Krawatten. Frauen sind an diesem Tag berechtigt, Männern mit einer Schere die Krawatte abzuschneiden – natürlich nur unterhalb des Knotens, um die Kleidung nicht zu beschädigen. Dieser Brauch symbolisiert die vorübergehende Entmachtung der Männer und die Machtübernahme durch die Frauen. Die abgeschnittenen Krawattenstücke werden oft als Trophäen gesammelt und stolz präsentiert.

Kluge Männer tragen an Weiberfastnacht entweder gar keine Krawatte oder eine alte, die sie nicht mehr benötigen. In Büros und öffentlichen Einrichtungen gehört es zur Tradition, dass Männer bewusst auffällige oder besonders geschmacklose Krawatten anziehen, die dann feierlich abgeschnitten werden. Manche Unternehmen organisieren regelrechte Wettbewerbe um die schrägste oder längste Krawatte.

Der Sturm aufs Rathaus

Ein weiterer zentraler Brauch ist der symbolische Sturm der Frauen auf die Rathäuser. Um 11:11 Uhr versammeln sich kostümierte Frauen vor dem Rathaus, fordern vom Bürgermeister die Schlüssel und übernehmen symbolisch für die Karnevalstage die Herrschaft über die Stadt. Der Bürgermeister übergibt die Schlüssel meist ohne Gegenwehr und erhält als Gegenleistung einen Bützje (Küsschen) oder einen Orden.

Diese Tradition wird in nahezu allen rheinischen Karnevalshochburgen praktiziert, von Köln über Düsseldorf bis Mainz. Die Rathausstürme sind oft groß inszenierte Spektakel mit Musik, Tanzeinlagen und Büttenreden. In manchen Städten werden die Ereignisse live im Radio oder im Internet übertragen. Nach der symbolischen Machtübernahme finden häufig große Feiern auf den Rathausplätzen statt.

Möhnenkommandos und Frauen-Karnevalsgesellschaften

In vielen Orten haben sich spezielle Möhnenkommandos oder Frauen-Karnevalsgesellschaften gebildet, die die Weiberfastnacht organisieren. Der Begriff „Möhne“ ist das kölsche Wort für Tante oder ältere Frau und wird im Karneval liebevoll für die aktiven Karnevalistinnen verwendet. Diese Gruppen tragen oft einheitliche Kostüme und marschieren in Formation durch die Straßen.

Die Möhnen haben eigene Hymnen, Tanzschritte und Rituale entwickelt. Sie organisieren Sitzungen, Umzüge und Feiern speziell für Frauen. Einige der bekanntesten Möhnenkommandos existieren seit Jahrzehnten und haben feste Mitgliederstrukturen mit Aufnahmeritualen und Vereinssatzungen. Die Teilnahme in einem solchen Kommando ist für viele Frauen eine Frage der Ehre und Tradition.

🎭 Verkleidung

An Weiberfastnacht ist Kostümierung Pflicht! Von der klassischen Krankenschwester über Piratinnen bis zu kreativen Eigenkreationen – erlaubt ist, was gefällt und Spaß macht.

🎵 Karnevalsmusik

Karnevalslieder laufen in Dauerschleife. Die Klassiker „Viva Colonia“, „Dä Shing“ oder „Echte Fründe“ gehören zum festen Repertoire und werden lauthals mitgesungen.

🍺 Geselligkeit

Weiberfastnacht ist ein Tag der Geselligkeit. In Kneipen, auf Straßen und Plätzen wird gemeinsam gefeiert, getanzt und geschunkelt. Fremde werden zu Freunden.

💋 Bützje verteilen

Das rheinische Bützje (Küsschen) wird an Weiberfastnacht großzügig verteilt. Auf die Wange oder als Luftkuss gehört es zur karnevalistischen Tradition.

Regionale Unterschiede und Verbreitung

Weiberfastnacht im Rheinland

Das Rheinland ist die Hochburg der Weiberfastnacht. In Köln, Düsseldorf, Bonn, Aachen und den umliegenden Städten und Gemeinden steht an diesem Tag das öffentliche Leben praktisch still. Die Altstadt von Köln verwandelt sich in eine riesige Partyzone, in der Hunderttausende kostümierte Jecken feiern. Die Straßen sind so voll, dass man sich kaum bewegen kann.

In Düsseldorf konzentrieren sich die Feierlichkeiten auf die Altstadt und die Königsallee. Der Sturm aufs Rathaus ist ein spektakuläres Ereignis, das jährlich Tausende Zuschauer anzieht. In Bonn, der ersten Stadt mit dokumentierter Weiberfastnacht-Tradition, wird der Tag besonders traditionsbewusst gefeiert. Auch in Aachen, dem westlichsten Karnevalsgebiet, hat die Weiberfastnacht einen hohen Stellenwert.

Mainz und der rheinhessische Raum

In Mainz, der Hochburg der Mainzer Fastnacht, wird Weiberfastnacht ebenfalls groß gefeiert, wenn auch mit eigenem Charakter. Die Mainzer Fastnacht legt traditionell mehr Wert auf politische Satire und Büttenreden. An Weiberfastnacht stehen aber auch hier die Frauen im Mittelpunkt. Der Sturm aufs Mainzer Rathaus und die anschließende Feier auf dem Schillerplatz sind feste Traditionen.

Im rheinhessischen Umland von Mainz wird Weiberfastnacht in vielen kleinen Gemeinden mit großer Hingabe gefeiert. Jeder Ort hat seine eigenen Bräuche und Traditionen, die oft seit Generationen gepflegt werden. Die ländliche Fastnacht unterscheidet sich dabei deutlich von der städtischen und ist oft noch ursprünglicher.

Andere Regionen

Bayern und Baden-Württemberg

In den südlichen Bundesländern spricht man eher von „Weiberfasching“ oder „Schmotziger Donnerstag“. Die Traditionen ähneln denen im Rheinland, sind aber weniger ausgeprägt. In München und den alemannischen Fasnachtsgebieten hat der Tag eine andere Bedeutung.

Berlin und Ostdeutschland

In Berlin und den ostdeutschen Bundesländern ist Weiberfastnacht weniger verbreitet. Der Karneval spielt hier generell eine untergeordnete Rolle. Dennoch haben sich in den letzten Jahren auch hier Karnevalsveranstaltungen etabliert, besonders in Szenevierteln.

Norddeutschland

In Norddeutschland ist Karneval traditionell weniger bedeutsam. Dennoch feiern Karnevalsvereine auch hier Weiberfastnacht, besonders in Städten mit rheinischen Einflüssen oder großen rheinischen Communities.

Weiberfastnacht am Arbeitsplatz

Rechtliche Situation

Weiberfastnacht ist kein gesetzlicher Feiertag. Grundsätzlich besteht daher die normale Arbeitspflicht. Arbeitnehmer haben keinen automatischen Anspruch auf einen freien Tag oder auch nur auf ein früheres Arbeitsende. Ob und wie Weiberfastnacht am Arbeitsplatz gehandhabt wird, liegt im Ermessen des Arbeitgebers.

In der Praxis gewähren viele Unternehmen in den Karnevalshochburgen ihren Mitarbeitern jedoch Zugeständnisse. Häufig wird ab 12 Uhr oder 13 Uhr keine reguläre Arbeit mehr erwartet, oder es finden betriebsinterne Karnevalsfeiern statt. Manche Unternehmen geben den gesamten Tag frei, verlangen dafür aber die Nutzung eines Urlaubstages oder den Abbau von Überstunden.

Betriebsfeiern und Kostümpflicht

Viele Unternehmen organisieren an Weiberfastnacht Betriebsfeiern. Mitarbeiter erscheinen kostümiert zur Arbeit, es gibt ein gemeinsames Frühstück oder Mittagessen, und ab mittags wird gefeiert statt gearbeitet. Die Stimmung ist entspannt, und hierarchische Strukturen werden vorübergehend aufgeweicht. Geschäftsführer und Abteilungsleiter bedienen ihre Mitarbeiter am Buffet oder schenken Getränke aus.

Eine Kostümpflicht kann der Arbeitgeber grundsätzlich nicht anordnen. Allerdings kann er Anreize schaffen, etwa durch Prämien für die besten Kostüme. In der Praxis kostümieren sich in Karnevalshochburgen die meisten Arbeitnehmer freiwillig, da man sonst als Außenseiter gilt. Wer partout nicht mitfeiern möchte, sollte dies vorab mit dem Vorgesetzten klären.

Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz

An Weiberfastnacht wird traditionell Alkohol konsumiert. Arbeitgeber stehen vor der Herausforderung, einerseits die Feierlaune nicht zu verderben, andererseits aber ihre Fürsorgepflicht zu erfüllen. Viele Unternehmen regeln dies pragmatisch: Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wird gearbeitet, danach ist die Arbeitszeit beendet und privates Feiern erlaubt.

Wichtig ist, dass Mitarbeiter nach Alkoholkonsum keine sicherheitsrelevanten Tätigkeiten mehr ausführen oder mit Firmenfahrzeugen fahren. Viele Unternehmen bieten Taxi-Gutscheine an oder organisieren gemeinsame Heimfahrten. Wer am Freitag nach Weiberfastnacht noch unter Alkoholeinfluss steht oder einen Kater hat, muss sich krankmelden – ein „Karnevalskater“ ist keine Entschuldigung für Fehltage.

Kostüme und Verkleidung

Beliebte Kostümideen

An Weiberfastnacht sind der Kreativität bei Kostümen keine Grenzen gesetzt. Klassiker sind Krankenschwestern, Polizistinnen, Piratinnen, Teufelinnen oder Hexen. Auch Gruppenkostüme sind sehr beliebt: Freundesgruppen verkleiden sich gemeinsam als Schlümpfe, M&Ms, verschiedene Jahrzehnte oder Filmcharaktere. Je kreativer und aufwendiger, desto besser kommt man an.

In den letzten Jahren haben sich auch viele moderne Kostümtrends etabliert. Superhelden, Serienfiguren oder aktuelle Memes werden als Vorlage genommen. Wichtig ist, dass das Kostüm bequem ist – schließlich wird den ganzen Tag darin gefeiert, getanzt und gefeiert. Flache Schuhe sind Pflicht, denn in High Heels übersteht man die Weiberfastnacht nicht.

Schminke und Accessoires

Neben dem Kostüm spielt die Schminke eine wichtige Rolle. Viele Frauen schminken sich aufwendig passend zum Kostüm. Wasserfeste Schminke ist empfehlenswert, da man an Weiberfastnacht viel schwitzt und die Schminke den ganzen Tag halten sollte. Glitzer, bunte Farben und übertriebenes Make-up gehören zum Karneval dazu.

Accessoires wie Perücken, Hüte, Orden, Schärpen oder Narrenkappen runden das Kostüm ab. Viele tragen auch Beutel oder Taschen in den Farben ihres Kostüms, um Geldbeutel, Handy und notwendige Utensilien zu verstauen. Praktisch sind Umhängetaschen, die man nicht verlieren kann und die beide Hände frei lassen.

Sicherheit und Verhaltensregeln

Sicherheitstipps für Weiberfastnacht

Wichtige Sicherheitshinweise

In der Gruppe bleiben: Feiern Sie nicht alleine, sondern bleiben Sie bei Freunden. Vereinbaren Sie Treffpunkte für den Fall, dass Sie sich verlieren.

Wertsachen sichern: Nehmen Sie nur das Nötigste mit. Tragen Sie Geldbeutel und Handy nah am Körper in verschließbaren Taschen.

Alkohol im Maß: Trinken Sie ausreichend Wasser zwischen den alkoholischen Getränken und kennen Sie Ihre Grenzen.

Heimweg planen: Überlegen Sie vorher, wie Sie sicher nach Hause kommen. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, Taxis oder Fahrdienste.

Aufeinander achten: Passen Sie auf Ihre Freunde auf und lassen Sie niemanden alleine zurück, der zu viel getrunken hat.

Respektvoller Umgang

Auch wenn an Weiberfastnacht ausgelassen gefeiert wird, gelten weiterhin die Regeln des respektvollen Umgangs. Das Krawattenabschneiden sollte nur mit Einverständnis erfolgen, auch wenn es Tradition ist. Bützje (Küsschen) werden nur gegeben, wenn beide Seiten einverstanden sind. „Nein“ bedeutet „Nein“, auch im Karneval.

Alkohol ist keine Entschuldigung für Fehlverhalten. Belästigungen, Grapschen oder aggressive Anmache haben auch an Weiberfastnacht nichts verloren. Die Polizei ist in den Karnevalshochburgen verstärkt im Einsatz und greift bei Verstößen konsequent durch. Jeder sollte darauf achten, dass alle Beteiligten Spaß haben und sich wohlfühlen.

Essen und Trinken an Weiberfastnacht

Typische Karnevalssnacks

Zu einer richtigen Weiberfastnacht gehören auch die kulinarischen Spezialitäten des Karnevals. Berliner (in Teilen Deutschlands auch Krapfen oder Pfannkuchen genannt) sind der Klassiker schlechthin. Die mit Marmelade gefüllten Hefebällchen werden in rauen Mengen konsumiert. Tradition ist auch der Berliner mit Senffüllung, den man seinen Freunden unterjubelt.

Weitere beliebte Snacks sind Mutzen (frittiertes Hefegebäck), Mutzenmandeln, Kamelle (Bonbons) und herzhafte Speisen wie Mettbrötchen oder Würstchen. Viele Bäckereien bieten in der Karnevalszeit spezielle Backwaren an. In Gaststätten gibt es oft Karnevalsmenüs mit regionalen Spezialitäten.

Getränke und Trinkkultur

Kölsch, Alt und andere regionale Biersorten fließen an Weiberfastnacht in Strömen. In Köln trinkt man Kölsch aus 0,2-Liter-Gläsern, die schnell nachgeschenkt werden. In Düsseldorf ist Altbier das Getränk der Wahl. Auch Sekt, Prosecco und bunte Cocktails sind beliebt. Wichtig ist, zwischendurch immer wieder Wasser zu trinken, um einen Kater zu vermeiden.

In den letzten Jahren haben sich auch alkoholfreie Alternativen etabliert. Viele feiern bewusst nüchtern oder mit wenig Alkohol, um den Tag besser durchzuhalten. Bars und Kneipen bieten zunehmend alkoholfreie Cocktails und Getränke an. Der Trend zum bewussteren Konsum ist auch im Karneval angekommen.

Weiberfastnacht und moderne Gesellschaft

Emanzipation und Gleichberechtigung

Die ursprüngliche Bedeutung der Weiberfastnacht als Emanzipationsbewegung hat sich gewandelt. Während früher Frauen an diesem einen Tag im Jahr aus der gesellschaftlichen Rolle ausbrechen konnten, ist Gleichberechtigung heute weitgehend selbstverständlich – zumindest rechtlich. Die Weiberfastnacht hat sich von einem Befreiungsakt zu einem Spaßevent entwickelt.

Dennoch behält der Tag eine symbolische Bedeutung. Die Machtübernahme durch Frauen, das Abschneiden der Krawatten als Symbol männlicher Autorität und die Erstürmung der traditionell männlich dominierten Rathäuser erinnern an den langen Kampf für Gleichberechtigung. Moderne Feministinnen diskutieren kontrovers über Weiberfastnacht: Ist es eine Befreiung oder eine Farce?

Kommerzialisierung und Tourismusfaktor

Weiberfastnacht ist längst zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Hotels in Köln, Düsseldorf und Mainz sind Monate im Voraus ausgebucht. Gastronomie, Kostümhandel, Brauereien und Eventveranstalter profitieren massiv. Der Kölner Karneval generiert jährlich einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich, ein großer Teil davon an Weiberfastnacht.

Touristen aus der ganzen Welt kommen, um die einzigartige Atmosphäre zu erleben. Dies hat Vor- und Nachteile: Einerseits wird die Tradition international bekannt, andererseits beklagen Einheimische zunehmend die Überfüllung und den Verlust der ursprünglichen Atmosphäre. Die Balance zwischen Tradition und Kommerz ist eine ständige Herausforderung.

Kritik und Kontroversen

Nicht alle sehen Weiberfastnacht positiv. Kritiker bemängeln den exzessiven Alkoholkonsum, die Lärmbelästigung und die Verschmutzung der Innenstädte. Anwohner von Karnevalsgebieten fühlen sich teilweise in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Auch die Kosten für Polizeieinsätze und Reinigung werden kontrovers diskutiert.

Zudem gibt es Debatten über die Darstellung von Geschlechtern im Karneval. Manche Kostüme bedienen Klischees oder können als sexistisch empfunden werden. Die Karnevalsgesellschaften bemühen sich zunehmend um political correctness, stoßen dabei aber auch auf Widerstand von Traditionalisten. Der Spagat zwischen Tradition, Spaß und gesellschaftlicher Verantwortung ist schwierig.

Praktische Informationen für Weiberfastnacht 2025

Wichtige Termine rund um Weiberfastnacht 2025

Donnerstag, 27. Februar 2025

Weiberfastnacht: Beginn des Straßenkarnevals um 11:11 Uhr, Rathausstürme, Krawattenabschneiden, Feiern in Kneipen und auf den Straßen

Freitag, 28. Februar 2025

Karnevalsfreitag: Fortsetzung der Feierlichkeiten, Kneipenkarneval, Karnevalssitzungen

Samstag, 1. März 2025

Karnevalssamstag: Weitere Feiern und Veranstaltungen, in manchen Orten Umzüge

Sonntag, 2. März 2025

Karnevalssonntag: Große Umzüge in vielen Städten, Höhepunkt des Straßenkarnevals

Montag, 3. März 2025

Rosenmontag: Der Haupttag mit den größten Umzügen in Köln, Düsseldorf, Mainz und anderen Städten

Dienstag, 4. März 2025

Veilchendienstag: Ausklang des Karnevals, letzte Feiern

Mittwoch, 5. März 2025

Aschermittwoch: Ende des Karnevals, Beginn der Fastenzeit

Anreise und Mobilität

An Weiberfastnacht sind die Innenstädte der Karnevalshochburgen hoffnungslos überfüllt. Eine Anreise mit dem Auto ist nicht empfehlenswert, da Parkplätze rar und teuer sind und viele Straßen gesperrt werden. Nutzen Sie stattdessen öffentliche Verkehrsmittel. Die Verkehrsbetriebe setzen an Karneval zusätzliche Bahnen und Busse ein und verlängern die Betriebszeiten.

Viele Verkehrsverbünde bieten spezielle Karnevalstickets an, mit denen man den ganzen Tag unbegrenzt fahren kann. Rechnen Sie mit vollen Bahnen und längeren Wartezeiten. Planen Sie ausreichend Zeit ein und seien Sie geduldig. Taxis sind an Weiberfastnacht Mangelware und oft überteuert. Apps für Fahrdienste können eine Alternative sein, allerdings auch mit erhöhten Preisen.

Veranstaltungen und Hotspots

In Köln konzentriert sich das Geschehen auf die Altstadt, besonders den Alter Markt, Heumarkt und die Zülpicher Straße. In Düsseldorf ist die Altstadt das Zentrum, die als „längste Theke der Welt“ bezeichnet wird. In Mainz trifft man sich in der Altstadt rund um den Dom und den Schillerplatz. In allen Städten gibt es zusätzlich organisierte Veranstaltungen in Hallen, Zelten und Eventräumen.

Viele Karnevalsvereine und Gaststätten organisieren spezielle Weiberfastnachts-Veranstaltungen. Diese reichen von traditionellen Damensitzungen über Partys mit Live-Musik bis zu großen Open-Air-Events. Tickets für beliebte Veranstaltungen sollten frühzeitig gebucht werden, da sie schnell ausverkauft sind. Informationen finden sich auf den Websites der Karnevalsvereine und Tourismusverbände.

Fazit: Weiberfastnacht 2025 feiern

Weiberfastnacht ist ein einzigartiges Kulturgut, das tief in der Tradition des rheinischen Karnevals verwurzelt ist. Der Tag verbindet Geschichte und Gegenwart, Emanzipation und Ausgelassenheit, Tradition und Moderne. Am 27. Februar 2025 werden wieder Hunderttausende Menschen in bunten Kostümen auf die Straßen gehen, um gemeinsam zu feiern, zu tanzen und zu lachen.

Ob Sie zum ersten Mal dabei sind oder schon jahrelange Erfahrung haben – Weiberfastnacht bietet für jeden etwas. Von ausgelassenen Straßenfesten über traditionelle Rathausstürme bis zu geselligen Runden in Kneipen gibt es unzählige Möglichkeiten, den Tag zu erleben. Wichtig ist, mit Respekt, Freude und gesundem Menschenverstand zu feiern.

Bereiten Sie sich gut vor: Besorgen Sie rechtzeitig ein Kostüm, planen Sie Ihre Anreise, informieren Sie sich über Veranstaltungen und Sicherheitshinweise. Dann steht einem unvergesslichen Weiberfastnacht-Erlebnis nichts mehr im Wege. Kölle Alaaf, Helau und ein dreifaches Ahoi – auf eine tolle Weiberfastnacht 2025!

Wann ist Weiberfastnacht 2025?

Weiberfastnacht 2025 fällt auf Donnerstag, den 27. Februar. Weiberfastnacht ist immer am Donnerstag vor Aschermittwoch und markiert den Beginn des Straßenkarnevals. Die Feierlichkeiten starten traditionell um 11:11 Uhr.

Ist Weiberfastnacht ein Feiertag?

Nein, Weiberfastnacht ist kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Arbeitnehmer haben grundsätzlich keine Arbeitspflicht. Viele Unternehmen in Karnevalshochburgen gewähren ihren Mitarbeitern jedoch ab mittags frei oder veranstalten Betriebsfeiern.

Warum schneiden Frauen an Weiberfastnacht Krawatten ab?

Das Krawattenabschneiden symbolisiert die vorübergehende Entmachtung der Männer und die Machtübernahme durch die Frauen an diesem Tag. Es ist einer der bekanntesten Bräuche der Weiberfastnacht und wird mit einer Schere durchgeführt, wobei nur das Ende unterhalb des Knotens abgeschnitten wird.

Was bedeutet Weiberfastnacht?

Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort wîp für Frau ab. Weiberfastnacht bezeichnet den Tag, an dem traditionell die Frauen im Karneval das Kommando übernehmen. Die Tradition geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als Wäscherinnen und Dienstmädchen einen eigenen Feiertag forderten.

Wo wird Weiberfastnacht am meisten gefeiert?

Die Hochburgen der Weiberfastnacht sind die rheinischen Städte Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen sowie Mainz in Rheinhessen. In diesen Städten steht das öffentliche Leben an Weiberfastnacht praktisch still und Hunderttausende feiern auf den Straßen.

Was ist der Sturm aufs Rathaus?

Beim Sturm aufs Rathaus versammeln sich um 11:11 Uhr kostümierte Frauen vor dem Rathaus und fordern vom Bürgermeister symbolisch die Schlüssel der Stadt. Nach der Übergabe übernehmen die Frauen für die Karnevalstage die symbolische Herrschaft über die Stadt. Dies ist eine feste Tradition in vielen Karnevalsstädten.

Muss man an Weiberfastnacht ein Kostüm tragen?

Eine gesetzliche Kostümpflicht gibt es nicht. In den Karnevalshochburgen ist es jedoch üblich und erwünscht, sich zu verkleiden. Wer nicht kostümiert erscheint, fällt auf und wird schnell als Außenseiter wahrgenommen. Bei Betriebsfeiern kann der Arbeitgeber keine Kostümpflicht anordnen.

Wie lange dauert Weiberfastnacht?

Weiberfastnacht beginnt traditionell um 11:11 Uhr und dauert bis in die späten Abendstunden oder frühen Morgenstunden. Die Feierlichkeiten gehen dann am Karnevalsfreitag, Samstag und Sonntag weiter und erreichen ihren Höhepunkt am Rosenmontag. Am Aschermittwoch endet der Karneval.

Letzte Bearbeitung am Montag, 20. Oktober 2025 – 17:43 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO.

Weiberfastnacht: Zum Datum springen, inkl 2026, 2027 und 2028

Konnten wir deine Fragen zu Weiberfastnacht beantworten? Lass es uns gerne wissen, falls etwas nicht stimmen sollte. Feedback ist gerne gesehen, auch zum Thema Weiberfastnacht.