Ostern, das Fest der Auferstehung

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Frohe Ostern

Ostern bzw. das Osterfest stellt eines der wichtigsten christlichen Feste dar. Schließlich wird im Rahmen des Osterfestes die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert, der am Freitag vor Ostern nahe der Stadt Jerusalem auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt wurde. Auch wenn sich viele Menschen der hohen Bedeutung des Osterfestes durchaus bewusst sind, werden die Osterfeiertage oft jedoch vorwiegend mit den ersten zusammenhängenden Feiertagen des Jahres und den daraus resultierenden Möglichkeiten für Urlaubsreisen verbunden.

Deshalb wird im Folgenden nicht ausschließlich die Bedeutung von Ostern für das Christentum dargestellt, sondern Sie finden neben Erläuterungen zu den einzelnen Ostertagen auch Informationen über verschiedene Bräuche und Gepflogenheiten, die zur Osterzeit üblich sind.

Der Ablauf des Osterfestes

Das Osterfest inklusive der Karwoche erstreckt sich grundsätzlich von Palmsonntag, also dem Sonntag vor Ostern bis hin zum Weißen Sonntag, dem auf den Ostersonntag folgenden Sonntag. Die wichtigsten Feierlichkeiten finden jedoch rund um das Osterwochenende vom Gründonnerstag bis hin zum Ostermontag statt, weshalb diese Tage etwas näher erläutert werden:

Gründonnerstag

Der Gründonnerstag ist zwar kein gesetzlicher Feiertag und stellt somit einen ganz normalen Arbeitstag dar, dieser Tag hat hinsichtlich des Osterfestes jedoch durchaus Bedeutung. So nahm Jesus Christus am Abend des Gründonnerstages zusammen mit seinen 12 Jüngern (Apostel) am Vorabend seiner Kreuzigung das letzte Abendmahl ein.

Karfreitag

Der Karfreitag, also der Tag an dem Jesus von Nazareth am Kreuz starb, wird auch als Stiller Freitag oder Hoher Freitag bezeichnet. Die Silbe „Kar“, abgeleitet vom althochdeutschen „Kara“, steht auch für Kummer und Trauer. Der Karfreitag, einer der wichtigsten christlichen Feiertage, ist von dieser Trauer und Stille geprägt und Christen auf aller Welt gedenken dem Sohn Gottes, der an diesem Tag für die Sünden der Menschheit sein Leben ließ. Die Stille und Trauer ist im Übrigen nicht nur im Rahmen kirchlicher Veranstaltungen zu spüren, sondern zeigt sich auch im gesellschaftlichen Leben. So finden am Karfreitag beispielsweise keine Tanzveranstaltungen statt und in vielen Diskotheken bleibt die Tanzfläche zumindest bis Mitternacht gesperrt.

Karsamstag

Der Karsamstag, der regional auch als Stiller Samstag oder Ostersamstag bezeichnet wird, ist der Tag, an dem die christliche Welt der Grabesruhe von Jesus Christi und seinen Abstieg in die Unterwelt gedenkt. Anders als der Karfreitag ist der Karsamstag kein gesetzlicher Feiertag, weshalb am Karsamstag auch gearbeitet wird und vor allem in den Geschäften der Städte oftmals Hochbetrieb herrscht. Gleiches gilt auch für viele Autobahnen in Deutschland, da viele Menschen den Karsamstag nutzen, um in den Osterurlaub zu starten.

Ostersonntag

Der Ostersonntag ist der ranghöchste Feiertag in der christlichen Welt, schließlich wird an diesem Tag die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert. Am Ostersonntag finden nicht nur entsprechende Ostergottesdienste statt, sondern das Kirchenoberhaupt, der Papst, spricht zudem den kirchlichen Segen „Urbi et Orbi“ aus. Dieser Segen wird ansonsten lediglich noch am ersten Weihnachtsfeiertag und direkt nach der Wahl eines neuen Papstes ausgesprochen. Mit dem Ostersonntag beginnt auch die offizielle Osterwoche, die erst eine Woche später mit dem sogenannten Weißem Sonntag endet.

Ostermontag

Ebenso wie der Pfingstmontag und der zweite Weihnachtsfeiertag ist der Ostermontag ein zweiter Feiertag, an dem die Feierlichkeiten des Vortages Fortsetzung finden. In Deutschland ist der Ostermontag wie in vielen anderen christlich geprägten Ländern auch ein gesetzlicher Feiertag, an dem in der Regel nicht gearbeitet wird. Da mit dem Ostermonat für viele Menschen auch das verlängerte Osterwochenende endet, setzt auf vielen Straßen an diesem Tag zudem der Rückreiseverkehr mit den damit verbundenen Verkehrsbehinderungen ein.

Bräuche rund um Ostern

An den meisten Feiertagen in Deutschland und weltweit werden die verschiedensten Bräuche zelebriert. Oft wissen wir jedoch gar nicht, was es mit solchen Bräuchen auf sich hat und welchen Bezug diese zum jeweiligen Fest haben. Deshalb im Folgenden noch eine kurze Darstellung der bekanntesten Osterbräuche:

Ostereier und der Osterhase

Bunt bemalte Eier sind zu Ostern quasi allgegenwärtig. In Supermärkten werden sie werbewirksam präsentiert, sie zieren Sträucher in Vorgärten und sie werden über Ostern natürlich versteckt, damit Kinder sie am Ostersonntag finden und sich an ihnen erfreuen. Doch was haben bunte Eier eigentlich ursprünglich mit dem Osterfest zu tun?

Eier sind auch ein Symbol der Auferstehung, da aus ihnen Leben erwacht. Ebenso symbolisieren Eier die jungfräuliche Geburt, was zum Teil auch einigen Marienbildern zu entnehmen ist. Aus diesen Gründen werden Eier bereits seit mehreren Hundert Jahren symbolhaft mit der Auferstehung von Jesus und dem Osterfest in Verbindung gebracht. Da Ostern ein Fest der Freude ist, setzte es sich durch mit bunt bemalten Eiern vor allem Kindern zu Ostern eine Freude zu machen.

Parallel entwickelte sich auch die Fabel des Osterhasen, der angeblich zu Ostern die Eier bemalt, um sie dann zu verstecken. Diese Vorstellung trägt natürlich ebenfalls dazu bei, Kindern eine österliche Freude zu bereiten. Zudem gilt der Hase jedoch auch als ein Symbol für Fruchtbarkeit, also indirekt auch für die Entstehung neuen Lebens.

Das Osterfeuer

Ein weitverbreiteter Osterbrauch, den es schon Mitte des 16. Jahrhunderts gab, ist das Anzünden eines Osterfeuers. Dieser Brauch entstand, da Priester in früheren Zeiten an einem Osterfeuer um das sich die Gemeinde versammelte, die sogenannte Osterkerze entzündete. Diese Kerze wurde durch die dunkle Kirche getragen und stand als Sinnbild für Jesus Christus, dem Licht der Welt.

Die meisten Osterfeuer werden am Karsamstag entzündet, wobei in einigen Regionen auch der Ostersonntag oder der Ostermontag bevorzugt wird. Wie früher auch versammeln sich immer noch viele Menschen um das Feuer, wobei es heute mehr ein geselliges Treffen darstellt und nicht selten sogar Partycharakter hat.

Ostermärsche für den Frieden

Eine weitere Tradition, die in der Osterzeit zelebriert wird, sind die Ostermärsche. Im Rahmen der Märsche wird in der Regel für den Erhalt des Friedens demonstriert. Entwickelt hat sich dieser Brauch in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und eine Hochphase dieses Osterbrauches gab es Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Seiner Zeit wurde hauptsächlich gegen die Neutronenbombe und eine Aufrüstung im Sinne des NATO-Doppelbeschlusses demonstriert. Auch wenn der Zulauf etwas gesunken ist, finden Ostermärsche immer noch rund um Ostern statt.

Geschenke zu Ostern

Ursprünglich waren die einzigen Geschenke, die zu Ostern präsentiert wurden, wirklich nur die Ostereier für Kinder. Dies hat sich im Laufe der Zeit jedoch gewandelt und Ostern wird immer mehr zu einem Anlass auch teurere Geschenke zu machen. Da solchen Ostergeschenken, anders als dies bei Weihnachtsgeschenken der Fall ist, keinerlei Bezug zum Osterfest zukommt, wird dieses Verhalten (Konsumverhalten) jedoch oft kritisch betrachtet. Wer sich dennoch verpflichtet fühlt, seine Liebsten zu Ostern zu beschenken, findet Inspiration auf: https://geschenke.xyz 

Weitere Informationen

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Wann genau ist das Ostern - Datum?

2020

  • Sonntag, 12. April 2020 - Montag, 13. April 2020
    Ostern 2020    ::  Feiertage