Aschermittwoch

Der Aschermittwoch stellt des Ende der Faschingszeit und den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit dar. Er findet zwischen Februar und März statt und geht mit verschiedenen Bräuchen einher.

Namensgebung und Herkunft

Der Aschermittwoch hat seinen Namen von der Tradition, gesegnete Asche aufzulegen. In einigen Regionen wird er auch als Heringstag, Pfeffertag, Aschetag, Macherdag, Eschtag, Esztag oder Hessischer Mittwoch bezeichnet. Auch Schurtag und Öschriger Mittwoch sind bekannte Bezeichnungen, die Bezug auf die jeweiligen Traditionen und Eigenheiten nehmen. 

Karneval Bild

Die Herkunft des Aschermittwoch lässt sich nicht eindeutig klären. Es gibt allerdings Aufzeichnungen darüber, dass er bereits im 2. Jahrhundert begangen wurde. Er war damals Teil einer zweitägigen Fastenzeit, welche erst im 3. Jahrhundert auf die Karwoche ausgedehnt wurde. Im 4. Jahrhundert wurde schließlich die 40-tätige Fastenzeit eingeführt und der Aschermittwoch als Tag der Trauer festgelegt. 

Der Tag vor dem Aschermittwoch wird traditionell als Veilchendienstag bezeichnet. Nach dem Rosenmontag gelegen, geht er mit zahlreichen Ritualen wie etwa den Nubbelverbrennungen einher und leitet das Ende der Fastnacht ein. Im englischsprachigen Raum wird er auch als Pancake Day bezeichnet, während er im französisch geprägten Raum Mardi Gras, also fetter Dienstag, heißt.

Bräuche am Aschermittwoch

Der Aschermittwoch geht mit verschiedenen Bräuchen einher. Der wichtigste ist die Spendung des Aschenkreuzes. Bei diesem Brauch, welcher in der Heiligen Messe stattfindet, segnet der Priester die Asche mit Weihwasser und legt sie den Anwesenden auf. Dabei spricht er die Worte: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ oder Variationen davon. Während der Prozedur werden zumeist christliche Lieder gesungen.

Ein weitere Tradition des Aschermittwoch ist der Verzehr von Fisch. Meist wird Hering verzehrt, welcher in Kombination mit Schnaps und Bier eine gute Ernte bringen soll. Da der Aschermittwoch in die Karnevalszeit fällt, wird diese Tradition fälschlicherweise oft als Kateressen bezeichnet. 

Eine Tradition, die heute nicht mehr gepflegt wird, ist die Vertreibung von sündigen Menschen aus der Kirche. Dabei wurde diesen Asche auf den Kopf gestreut, welche gesegnet war und der Reinigung der Seele dienen sollte. Außerdem mussten die Sündigen ein Bußgewand tragen und das Kirchengebäude verlassen. Erhalten geblieben ist bis heute lediglich das Auflegen von gesegneter Asche. 

In einigen Regionen Deutschlands wird der Aschermittwoch auch als Pfeffertag bezeichnet. Damit einhergehend, werden Langschläfer mit Reisig- oder Birkenruten aus dem Bett getrieben, also „herausgepfeffert“. 

Datum des Aschermittwoch

Der Aschermittwoch hat kein festes Datum, sondern wird nach der Osterformel des beweglichen Osterfestes berechnet. Er findet traditionell am 46. Tag vor dem Ostersonntag statt, womit er frühestens am 4. Februar und spätestens am 10. März begangen werden kann. Der nächste Termin ist der 10. Februar 2016. 

Der Aschermittwoch ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, gilt aber als stiller Feiertag. Viele Arbeitnehmer haben also Nachmittags frei und Schüler, die keine Ferien haben, können einen Schulgottesdienst besuchen. Abhängig ist auch dies von der Region und dem Land. 

Wann ist Aschermittwoch 2018 - das Datum?

Am 14.Februar 2018