Silvester

 In vielen Teilen der Welt feiern die Menschen am 31. Dezember das Silvesterfest, um das neue Jahr lautstark zu begrüßen. Der gesetzliche Feiertag findet eine Woche nach Weihnachten statt und schließt die Zeit zwischen den Jahren ein. Durch die verschiedenen Zeitzonen findet der erste Jahreswechsel nach Mitteleuropäischer Zeit bereits vormittags am 31.12. um 11 Uhr statt. Entlang der Zeitzonen, teilweise auch innerhalb eines Landes, reiht sich dann eine Silvesterfeier an die nächste. Alleine in dem riesigen Land Russland erfolgt der Jahreswechsel über mehrere Zeitzonen, also von uns aus betrachtet zu unterschiedlichen Uhrzeiten.

Silvester Bild Feuerwerk

Ein Papst gab dem Fest seinen Namen: Silvester

Der Name Silvester lässt sich auf einen Papst namens Silvester der Erste zurückführen, der am 31. Dezember des Jahres 335 gestorben ist. Seitdem ist der 31. Dezember auch der Namenstag von Silvester, ein in anderen Ländern als Deutschland durchaus üblicher und häufig vorkommender Name. Übersetzt bedeutet der Name „Waldmensch“, denn er entstammt dem lateinischen Wort für Wald „silva“. Ursprünglich wurde das Jahresende bereits am 24. Dezember gefeiert, aber nach dem Tod des Papstes Silvester von der katholischen Kirche auf den 31. Dezember verlegt. Dieses Ereignis fiel mit der Umstellung auf den gregorianischen Kalender zusammen, der von nun an bis heute in vielen Ländern galt.

Silvester ist ein heidnisches Fest gewesen

Obwohl der Name Silvester auf einen Papst zurückgeht, ist das Feiern des Jahresabschlusses kein ursprünglich kirchliches Fest. Wie viele andere Ereignisse auch, ist diese Feier heidnischen Ursprungs und von der katholischen Kirche lediglich adaptiert worden. Heidnische Bräuche wurden von den Katholiken alle Ereignisse genannt, die Nicht-Christlich waren. Die Germanen feierten den Jahreswechsel mit Krach und Lärm, weil sie glaubten, dass ihr Kriegsgott Wotan am liebsten in der dunklen Jahreszeit sein Unwesen trieb. In der Mitte der sogenannten Rauhnächte, also der langen und dunklen Tage des Winters, erschufen sie das Silvesterfest, um den Kriegsgott Wotan zu vertreiben. Sie veranstalteten ein großes Spektakel, schlugen mit Stöcken und schrien, so laut sie konnten. Außerdem vertrieben sie die Dunkelheit mit Licht und Feuern, sie zündeten Holzräder an und rollten sie brennend ins Tal. 

Viele Bräuche und Rituale ranken sich rund um das Jahresfest

Noch heute werden die Bräuche der Germanen an Silvester fortgeführt. Das Feuerwerk verbindet den Lärm und das Licht, um die bösen Geister zu vertreiben. Je größer, desto besser. Doch auch mit anderen Bräuchen und Ritualen wird der Wechsel vom alten in das neue Jahr verbunden. Typisch für das Silvesterfest sind Glücksbringer wie kleine Schweinchen oder Schornsteinfeger und Kleeblätter. Auch Pfennige sollen dazu beitragen, dass das neue Jahr erfolgreich und vielversprechend beginnt. Um die Zukunft vorauszusagen, ist das Bleigießen sehr beliebt. Dabei wird ein Stück Blei über einer Flamme geschmolzen und dann in kaltes Wasser geworfen. Die dabei entstehende Form wird interpretiert und gibt Aufschluss über das künftige Schicksal. An Silvester werden häufig um Mitternacht Gottesdienste abgehalten und in geselliger Runde wird mit einem Glas Sekt auf das kommende Jahr angestoßen. Typsche Speisen sind Karpfen, Raclette oder Fondue.

Weitere Informationen findet ihr auch auf http://guten-rutsch.com 

Wann ist Silvester 2017?

Am 31. Dezember 2017