1. Weihnachtstag

Mit dem 25. Dezember beginnt die eigentliche Weihnachtszeit, daher fällt der 1. Weihnachtstag unter die gesetzlichen Feiertage, ist demnach ein arbeitsfreier Tag, an dem auch die Geschäfte geschlossen sind. Der Heilige Abend, einen Tag zuvor, leitet das Weihnachtsfest erst seit der Neuzeit ein, ist daher auch kein christlicher Feiertag. Die Feierlichkeit an diesem Tag ist abhängig von Brauch und Umgebung.

frohe Weihnachten Bild

Termin

Der 1. Weihnachtstag am 25. Dezember ist der Tag der Geburt Jesu Christi, wird zumindest als dieser gefeiert, obwohl die biblische Geschichte hier nicht ganz schlüssig ist, denn der eigentliche Tag der Geburt des Christkindes steht nicht genau fest, da sich die Überlieferungen in dieser Hinsicht unterscheiden. 

Bedeutung

Weihnachten ist neben Ostern und Pfingsten eines der wichtigsten Feste des Kirchenjahrs und endet mit dem Fest der Taufe und dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, begleitet durch eine pompöse Mitternachtsmesse. Andere Bezeichnungen für das Weihnachtsfest sind z. B. „Christfest“ oder „Hochfest der Geburt des Herrn“. 

Kirchlicher Brauch

Aus kirchlichem Brauch dauert das Weihnachtsfest sogar noch wesentlich länger. Es wird durch die Vorbereitungszeit des Advents eingeleitet, die gleichzeitig eine vorweihnachtliche Buß- und Fastenzeit darstellt, und endet am 2. Februar als Fest der Darstellung des Herrn, auch „Maria Lichtmess“ genannt. Mit dem Adventssonntag wiederum beginnt auch das neue Kirchenjahr.

Geschichtliches

Der Geschichtsüberlieferung nach wurde  der 1. Weihnachtstag zum ersten Mal im Jahr 336 n. Chr. in Rom gefeiert. Das Datum leitete in Rom unter Kaiser Aurelian eigentlich das Fest des Sonnengottes „Sol Invictus“ ein. Die christliche Kirche dagegen schien Weihnachten zuvor nie gefeiert zu haben, stattdessen nur den Todestag und die Auferstehung Christi.

Um die Christen nun von diesem heidnischen Brauch der Anbetung eines Sonnengottes wegzulocken, während für die Kirche doch Christus die Sonne darstellte, ein Kampf, der auch als „Christus versus Sol“ bezeichnet wird, wurde der 25. Dezember als Beginn der Weihnachtszeit festgelegt, um damit Jesus als wahren Gottessohn dem Sonnengott gegenüberzustellen und diesen zu ersetzen. Unter Kaiser Theodosius wurde der 25. Dezember dann endgültig zum Beginn des Weihnachtsfestes erklärt.

 

Eine andere Deutung des Datums im christlichen Sinne war die Überbringung der Nachricht durch einen Engel, dass Maria am 25. März durch den Heiligen Geist empfangen hatte und das Kind Jesus neun Monate später am 25. Dezember zur Welt kommen sollte.

Weihnachten heute

Heutzutage wird das Weihnachtsfest hauptsächlich mit der Familie gefeiert. Das gilt sowohl für Christen als auch Nichtchristen. Zumeist folgt an diesem Tag auch ein gegenseitiges Beschenken der Familienmitglieder, Freunde und Kinder. 

Dieser Brauch wurde 1535 erstmals unter Martin Luther eingeführt. Zuvor wurden Geschenke am Nikolaustag überreicht. Luther wollte mit diesem kleinen Protest das Interesse auf Christus selbst lenken, statt der davor üblichen, allgemeinen Heiligenverehrung. 

Fazit

Auch heute übliche Bräuche wie das Krippenspiel, der Adventskranz, der Weihnachtsbaum und sogar der rot gekleidete Weihnachtsmann waren zuvor keine Symbole des Weihnachtsfestes und fanden erst nach und nach allgemeine Gültigkeit. Gerade der Weihnachtsmann als Überbringer der Geschenke trat erst im 19. Jahrhundert zum ersten Mal auf. Andere Überbringer waren und sind z. B. das Christkind oder der Nikolaus, da sich alte und neue Bräuche mit der Zeit vermischten. Informationen zu den Weihnachtsferien findet ihr hier.

Wann ist der erste Weihnachtstag 2017 - das Datum?

Am 25. Dezember 2017

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