3. Advent

Jeder der insgesamt vier Adventssonntage trägt durch seine Eigenart und Einmaligkeit zur Gestaltung  der Weihnachtszeit bei. Die Adventszeit wird insofern auch als Vorweihnachtszeit bezeichnet. Der 3. Advent wird von Johannes dem Täufer geprägt. Das Leitmotiv des Adventsonntags lautet „Der Vorläufer des Herrn“. Erinnert wird an Johannes den Täufer als den Wegbereiter von Jesu Christi. In Matthäus 11,2 – 6 heißt es dazu: „Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, und Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, der sich nicht an mir ärgert“.

Advent Bild

Herkunft des Advents

Der Name Advent leitet sich aus dem Griechischen von dem Wort epiphaneia, zu Deutsch Erscheinung ab. Das Wort wurde so in den christlichen Glauben übernommen und zu Jesus Christus in Beziehung gebracht. Der 3. Advent, und somit auch das dritte Adventswochenende, stehen  ebenfalls im direkten Zusammenhang auf die Vorbereitung des Weihnachtsfestes mit dem 24. Dezember, dem Heiligabend als Höhepunkt. In der Alten Kirche, den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirchengeschichte, war die Adventszeit als eine Fastenzeit zwischen dem 11. November und dem 6. Januar festgelegt. Darüber hinaus war die Adventszeit eine sogenannte geschlossene Zeit, in der weder öffentlich gefeiert noch getanzt werden durfte. Je länger die Adventszeit andauerte, umso genauer wurde dieses Brauchtum eingehalten.

Dritter Advent heute

Daraus resultiert der heutige Brauch, dass in vielen Haushalten der 3. Advent für heimische Aktivitäten wie die Weihnachtsbäckerei reserviert ist. An diesem Wochenende werden die saisonalen Backwaren wie Plätzchen, Kuchen, Stollen und andere Spezialitäten hergestellt. An der Weihnachtsbäckerei ist die gesamte Familie mit mehreren Generationen beteiligt. Von freitags bis sonntags ist Weihnachten im gesamten Haus beziehungsweise in der Wohnung buchstäblich zu riechen und zu spüren. Auf dem beruflichen Gebiet ist das Wochenende des 3. Advents  die letzte Gelegenheit im Jahr für eine Weihnachtsfeier im Kollegenkreis. Der 4. Advent ist seit jeher der Familie vorbehalten. An diesem Wochenende vor Weihnachten  werden sowohl Lebensmittel als auch die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft. Der 3. Advent hingegen kann nochmals, zumindest zeitweise, außerhaus verbracht werden. 

Feiertag?

Ebenso wie alle anderen Adventwochenenden ist auch der 3. Advent ein nichtgesetzlicher Feiertag, der besonders in der römisch-katholischen sowie in der evangelischen Kirche festlich begangen wird. Der Einzelhandel hat an den beiden Wochentagen Samstag einige Stunden länger, und Sonntag stundenweise nachmittags geöffnet. Adventsbasare sowie der örtliche Weihnachtsmarkt bieten eine festliche Einstimmung auf das in der übernächsten Woche stattfindende Weihnachtsfest. Die ganz Kleinen in der Familie haben den Besuch des Nikolaus erlebt, ihren Wunschzettel abgegeben und sind in diesen Tagen gespannt darauf, welche Wünsche letztendlich erfüllt werden. 

Fazit

In der harmonisch geführten Familie wird bei der nachmittäglichen Adventsfeier die dritte Kerze am Adventskranz angezündet, und in der Abenddämmerung werden die ersten, am 3. Advent frischgebackenen Weihnachtsplätzchen probiert. 

Wann ist der dritte Advent 2017  - das Datum?

Am 17. Dezember 2017