2. Advent

Das Wort Advent wird von dem lateinischen „adventus“ abgeleitet. Es heißt zu Deutsch Ankunft, im christlichen Sinne Ankunft des Herrn. Angesprochen wird damit diejenige Jahreszeit, in der sich die christliche Welt auf den Festtag der Geburt Jesu von Nazareth vorbereitet. Es ist das Weihnachtsfest mit dem 24. Dezember als Heiligabend. Darüber hinaus soll in der Adventszeit auch an das zweite Kommen von Jesu Christi erinnert werden. Sowohl in der evangelischen als auch in der römisch-katholischen Kirche beginnt mit dem ersten Adventssonntag das neue Kirchenjahr. 

Advent Bild

Kein gesetzlicher Feiertag

Der 2. Advent, das heißt der zweite Adventssonntag, gilt als die „Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn“. Er wird auch als Wiederkunft bezeichnet. Die Adventssonntage sind keine Feiertage in dem Sinne; sie werden, als nichtgesetzliche Feiertage, im christlichen Sinne und Glauben jedoch als Festsonntage begangen. Der 2. Advent soll die Gläubigen zu insgesamt mehr Aufmerksamkeit und Wachsamkeit im Hinblick auf die Ankunft von Jesu Christi anhalten und dazu ermahnen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahrhunderten wird in der westlichen Kirche das frühere Fasten während der Adventswochen heutzutage nicht mehr erwartet. 

Besonderheiten des Adventstages

Als zweites Adventswochenende steht der 2. Advent datumsmäßig im engen Zusammenhang mit dem 6. Dezember, dem Nikolaustag. Er ist der Todestag von Nikolaus von Myra, einem besonders bekannten Heiligen der lateinischen Kirche und der Ostkirchen. Im Angedenken an ihn wird der 6. Dezember in der westlichen Welt mit vielfältigen Volksbräuchen begangen. Die verlagern sich dann auf den 2. Advent, wenn der 6. Dezember ein Wochentag ist. Im Jahre 2015 ist die ebenso seltene wie glückliche Konstellation, der 2. Advent und der 6. Dezember an demselben Sonntag sind. Das nächste Mal ist das im Jahre 2020 der Fall.

Tag der Familie?

In den Familien wird der 2. Advent traditionell für größere Weihnachtseinkäufe genutzt. Der örtliche Einzelhandel hat am zweiten Adventswochenende samstags bis 20.00 Uhr oder bis 22.00 Uhr geöffnet, und darüber hinaus auch sonntags ab 13.00 Uhr oder 14.00 Uhr. Für die Kinder ist dieser Adventsbesuch in der Stadt eine letzte Gelegenheit, um den Wunschzettel für den Nikolaus und für Weihnachten zu komplettieren. Es herrscht eine insgesamt erwartungsvolle Stimmung, die sowohl in christlichen Gemeinschaften als auch im weltlichen Umgang miteinander zu spüren ist. In den Kirchen werden Gottesdienst und Messe gerne in die späten Nachmittags- oder in die frühen Abendstunden hinein verlegt.  Die damit verbundene Stimmung, bei Kerzenschein und dem Adventskranz mit zwei brennenden Kerzen, wird durch Aufführungen der Kinder aus Kindergarten und Kindergottesdienst, von Posaunen- und Kirchenchor noch deutlich gesteigert. Ein anschließender Gang über den Weihnachtsmarkt, der in den meisten Fällen bis um 20.00 Uhr geöffnet ist, bietet Jung und Alt ein gleichermaßen schönes Erlebnis. 

Fazit zum Advent

Das Leitbild des 2. Advent „Der kommende Erlöser“ nach Lukas 21, 25-33 soll daran erinnern, dass der verheißene Messias in der Person Jesu Christi erschienen ist. Die griechische Übersetzung von Christos, auf Lateinisch Christus ist Messias, wörtlich übersetzt „der Gesalbte“. Er bringt den Menschen Heil für Leib und Seele. Daraus folgend wird Jesus gerne auch als Heiland bezeichnet. 

Wann ist der zweite Advent 2018 - das Datum?