Nikolaus

Der 6. Dezember wird nicht nur in Deutschland als der Nikolaustag gefeiert. Dieser Tag ist jedoch in den einzelnen Bundesländern der BRD kein gesetzlicher Feiertag und somit auch nicht mit einem freien Arbeitstag oder mit schulfrei verbunden.

Heilige Nikolaus Bild

Brauchtum

Seinen Ursprung findet der Nikolaustag in der Verehrung des Heiligen Nikolaus von Myra, einem Heiligen der römisch-katholischen Kirche. 

Das Brauchtum um den Nikolaustag beinhaltet heute die Beschenkung von Kindern, unter anderem in der Form einer mit Geschenken befüllten Socke, die meist im Wohnzimmer gut sichtbar in der Nacht vor dem 6. Dezember aufgehängt wird. Dieser Brauch geht wiederum auf eine Legende um Nikolaus von Myra zurück, in der dieser drei Jungfrauen beschenkte. Um diesen Brauch herum hat sich auch die Weihnachtsbescherung gebildet, die ursprünglich am 6. Dezember stattfand. Erst mit der Reformation der Kirche im 16. Jahrhundert durch Martin Luther wurde die Beschenkung der Kinder auf die Weihnachtsfeiertage um den 25. und 26. Dezember verlegt. Dies hatte ursprünglich den Zweck, die Konzentration der Kinder auf die Geschenke zu reduzieren, statt auf den Heiligen Nikolaus. Dadurch ergab sich aber eine entsprechende Zwiespältigkeit. Die Folge davon war, dass der heilige Nikolaus nun nicht nur am 6. Dezember Geschenke an die braven und artigen Kinder verteilte, sondern auch an Weihnachten, da die Menschen dieses ältere Brauchtum dem neueren Christkind vorzogen. Manifestiert wurde das ganze im Amerika des 19. Jahrhunderts mit der Figur des Santa Claus, der sich dann mit der populären Werbefigur des Weihnachtsmanns von Coca Cola zu Anfang des 20. Jahrhunderts endgültig etablierte. So werden in vielen Ländern der Erde heute an zwei Tagen im Dezember Geschenke verteilt. Sowohl am 6. Dezember wie auch zu Weihnachten, entweder an Heiligabend, 24. Dezember, oder am 1. Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember. 

Knecht Ruprecht

Der Begleiter des Nikolauses bei der Beschenkung der Kinder spielt in der Überlieferung eine besondere Rolle. In den kirchlichen Mythen werden oft Gegensätze nebeneinander gestellt und auch Figuren und Legenden aus heidnischen Bräuchen in die Geschichten mit einbezogen. Der Begleiter von Nikolaus verkörperte hierbei das Böse, das im Gegensatz zum guten Nikolaus steht. Daraus ergibt sich auch die Rollenverteilung von Bestrafen und Beschenken. In den ersten Formen wurde der Begleiter schlicht als Satan oder Beelzebub bezeichnet. Erst später kamen andere Namen in Gebrauch wie Knecht Ruprecht, Krampus, Bartl, Klaubauf oder sogar Begleiterinnen wie die hessische Fraache oder die bayrische Butzenbercht. 

Hat Nikolaus wirklich gelebt?

Nikolaus von Myra selbst war aber keineswegs nur eine Legendenfigur, sondern hat tatsächlich gelebt. Während der Todestag mit dem 6. Dezember festgelegt wurde, ist das Jahr des Todes von Nikolaus schon umstritten, genauso wie die Geburt. Es wird ein Zeitraum von 270 bis 365 für die Lebenszeit von Nikolaus angenommen. Gelebt und gewirkt hat Nikolaus von Myra in Lykien, einer kleinasiatischen Region, die heute zur Türkei gehört. Der Ort Myra, das heutige Demre, liegt etwa 100 km südwestlich von Antalya. Zur Zeit des Nikolauses war Myra ein Bischofssitz der römischen Ostkirche. Seine Laufbahn begann Nikolaus als Priester unter seinem gleichnamigen Onkel, der schon vorher das Amt des Bischofs von Myra einnahm.

Später folgte Nikolaus seinem Onkel auf den Bischofssitz. Prägend für die zahlreichen Legenden und Wunder, die sich um Nikolaus ranken, ist die belegte Schenkung seiner Reichtümer an Arme und Hilfsbedürftige.

Wann ist Nikolaus 2018 - das Datum?

  • Donnerstag, 6. Dezember 2018 
    Nikolaus 2018    ::  Feiertage