Martinstag

Der Martinstag wird am 11. November gefeiert. Es ist ein christlicher Gedenktag aber in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. 

Der Tag erinnert an den Heiligen Martin von Tours, der im 4. Jahrhundert nach Christus als römischer Soldat in Frankreich stationiert war. Er wollte nie Soldat sein, musste aber auf Wunsch seines Vaters zur Armee. Er kümmerte sich um Arme. Der Legende nach begegnete er als berittener Soldat im Alter von ungefähr 18 Jahren einem unbekleideten, frierenden Bettler. Er konnte ihm nicht anders helfen, also teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem armen Mann. In der Nacht soll ihm dann Jesus, bekleidet mit dem halben Mantel Martins, im Traum erschienen sein. Seither gilt Martin als ein Jünger Jesu.

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Wer ist Martin?

Er wollten den Armeedienst nicht mehr ausüben, musste aber vierzig Dienstjahre lang Soldat bleiben. Er wurde erst mit 36 Jahren getauft. Martin bekehrte auch seine Eltern zum Christentum. Er führte ein Leben als asketischer Mönch, übte sich in Nächstenliebe und half bei der Verbreitung des Christentums. Im Alter von 81 Jahren verstarb der im heutigen Ungarn geborene Martin. Am 11.11.397 wurde er in Tours begraben. Aus diesem Grund feiert die Kirche den Namenstag des Heiligen zu diesem Datum. 

Der Heilige Martin wird außer in der katholischen Kirche auch in der evangelischen, der anglikanischen und der orthodoxen Kirche verehrt.

Martin war einer der ersten Menschen, der heilig gesprochen wurde, obwohl er kein Märtyrer war, sondern weil er ein besonders gottgefälliges Leben geführt hat. Auch Wunder wurden ihm zugeschrieben.

Traditionen

Am Martinstag werden verschiedene Traditionen und Bräuche gelebt. Einer davon ist, dass an diesem Tag Kinder, meist mit selbst gebastelten Laternen, Laternenumzüge veranstalten. Dabei wird das Kinderlied "Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir" gesungen. Oft wird auch die Legende mit den Gänsen im Gänsestall von den Kindern nachgespielt. In manchen Gegenden ist es üblich, nach der Martinsfeier in Erinnerung an den Heiligen ein Gebäckstück zu teilen.

Ein weiterer Brauch, der mit dem Heiligen Martin in Verbindung gebracht wird, ist das traditionelle Essen der gebratenen Martinsgans rund um dieses Datum. Martin war durch seinen Lebensstil und seine guten Taten bei der Bevölkerung von Tours sehr beliebt und geschätzt. Aus diesem Grund wollten sie ihn zum Bischof ernennen. Martin fand sich aber für dieses hohe Amt nicht würdig genug, und so versteckte er sich der Legende nach in einem Gänsestall. Das Geschnatter der aufgeregten Tiere verriet ihn, und er wurde doch noch zum Bischof ernannt. Martin bekehrte auch seine Eltern zum Christentum. Er führte ein asketisches Leben, übte sich in Nächstenliebe und half bei der Verbreitung des Christentums. 

Schutzpatron

Der Heilige Martin ist Schutzpatron von Frankreich und der Slowakei.

Das Datum 11.11. ist auch der Beginn des Karnevals und besonders im Rheinland, in den Karnevalshochburgen, beginnen die Karnevalsvorbereitungen. 

Wann ist Martinstag 2017 - das Datum?

Am 11. November 2017