Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt (lateinisch: Assumptio Mariae) gilt als wichtigstes Marienhochfest in der katholischen Kirche. Dieser katholische Feiertag fällt als fixer Termin alljährlich auf den 15.August, an welchem er auch in der orthodoxen Kirche gefeiert wird. 

In Deutschland wurde Mariä Himmelfahrt im Bundesland Saarland und in den vorwiegend katholischen Regionen Bayerns zum gesetzlichen Feiertag erhoben. Dies gilt unter anderem auch für Österreich und Italien sowie für viele andere überwiegend katholische Länder. Fälschlicherweise wird dieser Marienfeiertag oftmals unter dem Begriff Maria Himmelfahrt angeführt. Die korrekte Bezeichnung lautet hingegen „Mariä Himmelfahrt“, welche für die Aufnahme Mariens in den Himmel (Himmelfahrt der Maria) steht. 

Mariä Himmelfahrt Bild

Ursprung

Die Anfänge dieses Marienfeiertages liegen im „Tag der Gottesmutter“, welcher in Jerusalem im 5.Jahrhundert feierlich zelebriert wurde. Erste Zeugnisse für den Glauben an die Aufnahme Mariens in den Himmel finden sich im 6.Jahrhundert, in welchem dieser Festtag von Kaiser Maurikios bindend eingeführt wurde. In Rom wurde Mariä Himmelfahrt ab Mitte des 7.Jahrhunderts alljährlich am 15.August gefeiert, wohingegen dieser Marienfeiertag in Deutschland seit 813 belegt ist. Im Jahr 1950 erklärte Papst Pius XII den tradierten Glauben von der ganzheitlichen Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel zum Dogma. Nach diesem katholischen Glaubensinhalt wurde Maria unmittelbar nach ihrem Tod mit Leib und Seele im Himmel aufgenommen. Da sie als Mutter Gottes ohne Sünde war, musste sie nicht vor das jüngste Gericht treten, um die Vollendung mit Gott erlangen zu können. Mit dieser ganzheitlichen Himmelfahrt wird auch der Umstand begründet, dass es keine sterblichen Überreste von Maria gibt. 

Traditionelle Kräuterweihen am 15.August

Die Marienverehrung der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft verband sich im Laufe der Jahrhunderte mit unterschiedlichen volkstümlichen Bräuchen. Einer Legende zufolge fanden die Jünger Jesu bei Öffnung der Grabstätte Marias statt der sterblichen Überreste blühende Lilien und Kräuter vor. Ebenfalls tradiert ist ein angenehmer Duft nach Kräutern. In Anlehnung an diese überlieferte Begebenheit wurden seit dem 9.Jahrhundert an diesem Marienfeiertag feierliche Gottesdienste mit Kräuterweihen abgehalten, um die heilenden Kräfte der Maria an die Kräuter weiterzugeben. In manchen ländlichen Gebieten ist Mariä Himmelfahrt daher als „Büschelfrauentag", „Maria Würzweih oder "Unser Frauen Würzweih" bekannt. 

Die kirchlichen Kräuterweihen am 15.August haben auch heute noch in vielen Gegenden Tradition. Als Symbol für die sieben Sakramente und die sieben Schöpfungstage werden sieben verschiedene Kräuter zu Sträußen gebunden und anschließend geweiht. Alternativ gibt es Buschen mit neun und zwölf und fünfzehn, aber auch mit 72 und 99 Kräutern. Traditionell sollen diese Kräutersträuße auf dem Dachboden im Inneren des Hauses angebracht werden, um die Hausbewohner vor Unwetter und Krankheiten zu bewahren. In Süddeutschland wird dieser Marienfeiertag mancherorts mit abendlichen Lichterprozessionen beendet. 

Frauendreißiger

Das Hochfest Mariä Himmelfahrt leitet zugleich den Beginn der „Frauendreißiger“ ein, welche mit Mariä Namen am 12.September enden. Diese Zeitspanne von dreißig Tagen, welche die Marientage Maria Königin (22.August) und Mariä Geburt (8.September) beinhalten, wird von katholischen Christen zu Ehren der Gottesmutter verbreitet mit Prozessionen, Wallfahrten und Gebeten zelebriert. 

Wann ist Mariä Himmelfahrt 2018 - das Datum?