Pfingstsonntag

Beim Pfingstsonntag handelt es sich um einen von zwei christlichen Feiertagen, die gemeinsam das Pfingstfest oder Pfingsten genannt werden. Pfingsten kommt als Begriff aus dem Griechischen; von dem griechischen Wort Pentekoste (das bedeutet: Fünfzig) abgeleitet, bezeichnet es den fünfzigsten Tag nach Ostersonntag. 

Der Pfingstsonntag steht dabei ausdrücklich für den feierlichen Abschluss der Osterzeit. Am Pfingstmontag beginnt bereits eine neue Zeit. 

Frohe Pfingsten Bild

Hintergrund

Am Pfingstsonntag ist laut der christlichen Liturgie der Heilige Geist über den Jüngern Jesu ausgegossen worden. Interessanterweise entspricht dieser Feiertag vom Datum her auch einem jüdischen Feiertag, dem sogenannten Schawuot. An diesem Tag versammelten sich nach der christlichen Lehre die Jünger in einem Haus, als plötzlich ein Brausen wie ein Sturmwind anhob.

Und auf einmal begannen die Jünger in verschiedenen Sprachen zu sprechen (oder wie es in der Lehre heisst: In Zungen) und auch verschiedene Sprachen zu verstehen. So ermutigt vom Wunder, das ihnen geschehen war, verbreiteten sie die Lehre um das Christentum bei allen Menschen und konnten mehr und mehr Menschen zum Übertritt zum Christentum bewegen.

Heute

Heutzutage haben viele Menschen, auch Christen, das Wissen um Pfingsten verloren; eine Befragung der Zeitung Die Welt vor einigen Jahren hatte ergeben, dass die Hälfte der Befragten nichts zum Pfingstfest zu sagen wussten. Gefeiert bzw. ein Feiertag ist es heute trotzdem noch. In Deutschland wurde letztmalig 2005 ein (erfolgloser) Antrag der Arbeitgeberverbände eingebracht, ihn abzuschaffen. 

Auch wenn viele Menschen in unserer Zeit Pfingsten nicht mehr als Hochfest der Kirche nutzen,  in dem das Empfangen des Heiligen Geistes gefeiert wird, ist es doch ein guter Tag im späten Frühling oder Frühsommer, um etwas Schönes zu unternehmen. Dieses Jahr fällt der Pfingstsonntag auf den 24. Mai. Da wie erwähnt Pfingsten immer 50 Tage nach Ostern gefeiert wird, gibt es jedes Jahr ein anderes Datum. 

Brauchtum

Wer in Frankfurt lebt, weiß, dass am Pfingstsonntag der Wäldchestag beginnt – eine Feier, die über die Pfingstfeiertage andauert. Doch es gibt auch viele andere regionale Bräuche: In der Lüneburger Heide wird zum Beispiel ein Pfingstbaum gepflanzt, in Mecklenburg der sog. Pfingstochse geschmückt, andernorts gibt es das „Birkenstecken“, wo ein Junggeselle der Angebeteten eine Birke an die Hauswand lehnt.

Schön sind auch Gebräuche des Gesangs: Junge Männer oder Gesangsvereine ziehen zum Beispiel im Bergischen Land von Haus zu Haus und singen, wofür sie Gaben erhalten. Ähnliches gibt es auch aus dem Bayrischen Wald zu berichten, wo man dies das „Wasservogelsingen“ nennt. In der Pfalz wird dies von Kindern praktiziert und „Pfingstquack“ genannt.

Zusammenfassung

Historisch gesehen findet das Pfingstfest erstmals im Jahre 130 nach Christus Erwähnung. Als ein Hochfest innerhalb der Kirche, wird Pfingsten heute überall auf der Welt gefeiert, wo es Christen gibt. Sinnbildlich steht das Erscheinen des Heiligen Geistes auch für die Taufe und damit für den Eintritt in die Kirche. Deshalb wird Pfingsten bisweilen auch als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet. Informationen zu den Pfingstferien findet ihr hier.

Wann ist Pfingsten 2018 - das Datum?

Am 20. Mai 2018

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