Christi Himmelfahrt

Der gesetzliche Feiertag Christi Himmelfahrt gehört zu den sogenannten beweglichen Feiertagen im Kalenderjahr. Gefeiert oder begangen wird Christi Himmelfahrt jeweils am 40. Tag des Osterfestkreises. Der beginnt am Ostersonntag und endet fünfzig Tage, also sieben Wochen später, mit dem Pfingstsonntag. Zehn Tage vorher, und zwar jeweils donnerstags, wird das Himmelfahrtsfest, im Sprachgebrauch auch die Himmelfahrt Christi genannt, begangen. Im christlichen Glauben wird damit die Rückkehr von Jesu Christi als Gottes  Sohn zu seinem Vater in den Himmel bezeichnet. Das geschieht 39 Tage nach Ostersonntag. Der Osterfestkreis ist eine variable Zeitspanne. In seinem Ursprung wird Ostern durch das jüdische Hauptfest innerhalb der Pessach-Woche bestimmt; daraus ergibt sich dann der jährliche Wechsel von Christi Himmelfahrt. Das rechnerisch früheste Datum für diesen Feiertag ist der 30. April, das späteste der 3. Juni. In der anglikanischen,  der katholischen sowie in der orthodoxen Kirche ist Christi Himmelfahrt ein Hochfest. 

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Brauchtum

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich an und für Christi Himmelfahrt innerhalb der einzelnen Religionen recht unterschiedliche Bräuche entwickelt. Einer unter ihnen ist das Hinaufziehen der Christusstatue bis zur Decke innerhalb des Kirchengebäudes. Dieser Brauch kommt dem Begriff „Auffahrt“ oder „Aufstieg des Herrn“ in Liechtenstein und in der Schweiz sehr nahe. Auch Prozessionen durch Felder, Wiesen und Weinberge sind ein regionales  Brauchtum. Die Gläubigen beten aus diesem Anlass für ein neues, gutes Erntejahr. Die Prozessionen verloren, im Gegensatz zur Fronleichnamsprozession, nach und nach ihren religiösen Sinn. Auf die Umzüge wurde allerdings nicht verzichtet; sie bekamen jedoch von Mal zu Mal einen zunehmend weltlichen Charakter. Teilnehmer waren zunehmend Männer, und aus der Zeit ab dem 17. Jahrhundert nach Christi Geburt ist überliefert, dass sich daraus mehr und mehr lustige Trinkgelage entwickelten. In den Großstädten wurden daraus sogenannte Schinkentouren, aus denen der heutige Vatertag beziehungsweise der Herrentag hervorging. Der hat seine historische Tradition im germanischen Rechtsgebrauch. Danach soll der Grundeigentümer als Herr und Herrscher einmal jährlich, und zwar am Himmelfahrtstag, seinen Grundbesitz zu Fuß abschreiten und umgehen. Je nach Größe der Ländereien konnte das lange dauern, sodass eine dementsprechende Verpflegung an Speisen und Getränken mitgenommen werden musste. Darauf sind regional die Wanderungen mit Bollerwagen, Schubkarren, Pferdekutschen oder mit Klingelstöcken zurückzuführen. 

Vatertag

Als Vatertag wird der Mitte der 1930er Jahre in Deutschland eingeführte gesetzliche Feiertag Christi Himmelfahrt im deutschsprachigen Raum zu Ehren der Väter und Männer gefeiert. Andere Bezeichnungen sind Männertag, Herrentag oder Herrentagpartie. Heutzutage ist Christi Himmelfahrt mit dem Vatertag das Pendant zum Muttertag als einem Feiertag zu Ehren von Mutterschaft und Mutter. In Deutschland wird der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai begangen. Seit etwa ein, zwei Jahrzehnten ist der Vatertag, ebenso wie der Muttertag, ein Tag für die ganze Familie. An den traditionellen Ausflügen ins Grüne sind eher jüngere  und vor allem familiär ungebundene  Männer interessiert.

Brückentag

Christi Himmelfahrt mit dem daraufolgenden Freitag als Brückentag ist auch die willkommende Gelegenheit für einen Kurzurlaub. Vielen Männern ist es wichtig, die knappe Freizeit und somit auch Christi Himmelfahrt auf Unternehmungen gemeinsam mit ihrer Familie zu verbringen.

Wann ist Herrentag - Vatertag bzw Christi Himmelfahrt 2018 - das Datum?

Am 10. Mai 2018

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