Ostermontag

 Zusammen mit dem Karfreitag und dem Ostersonntag bildet der Ostermontag die Osterfeiertage und soll an das Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus erinnern. Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag werden auch als Dreitagefeier bezeichnet. Ostermontag ist der Tag nach dem Ostersonntag, welcher am ersten Sonntag nach dem Vollmond im Frühling stattfindet.

Frohe Ostern Bild

Was am Ostermontag geschah

Am Karfreitag ist Jesus am Kreuz gestorben. Als Maria Magdalena, eine Begleiterin von Jesus, ihn an seinem Grab besuchen will, bemerkt sie, dass der Grabstein beiseite geschoben wurde und es erscheint ihr ein Engel, der die Auferstehung Jesu verkündet. Der Engel war es auch, der den Gradstein weggeschoben hat. Die Grabstätte wurde untersucht und kein Leichnam gefunden, trotzdem blieben die Jünger des Herrn skeptisch. 

Zwei von ihnen gingen am Ostermontag nach Emmaus. Sie begegneten einem Fremden, mit dem sie Abends speisten. An der Art wie dieser das Brot brach, erkannten sie, dass es Jesus Christus war, der sogleich verschwand. In Jerusalem verbreiteten die Jünger die frohe Kunde von der Auferstehung des Herrn. 

Um an diese Geschehnisse zu erinnern, gibt es heute den Brauch des Emmausgangs. Für viele Familien ist es einfach nur ein besinnlicher Spaziergang in der Natur. Gläubige führen ihn aber auch als geistlichen Gang mit Gesang und Gebet aus, der meist vor der Pfarrkirche beginnt und bei einer Kapelle endet. 

Bräuche am Ostermontag

In Oberbayern gibt es noch vereinzelt den Brauch des österlichen Feldumganges. Dabei geht der Bauer das Winterfeld, auf dem Roggen und Weizen gesät wurde, ab. Meist wird er dabei von den anderen Hausbewohnern begleitet.

In Traunstein in Oberbayern findet am Ostermontag der Georgi-Ritt statt, der dort vom St.-Georgs-Verein veranstaltet wird und schon seit Jahrhunderten besteht. Die Attraktion ist ein Umzug mit Wagen, festlich geschmückten Pferden und Musikkapellen, die vormittags zum Ettendorfer Kirchlein ziehen. Ein weiteres Ereignis in Traunstein ist der seit 1926 aufgeführte, historische Schwerttanz, der am Vormittag und Nachmittag auf dem Marktplatz stattfindet. 

Auch in Bern gibt es einen Ostermontagsbrauch. Hier wird seit 1720 der Ostermontagsumzug veranstaltet, der darauf beruht, dass die Magistraten vom Berner Münster ins Rathaus zogen.

In Remlingen in Unterfranken findet seit 1738 der traditionelle Remlinger Eierlauf statt.

In Schönecken in der Eifel ist die Schönecker Eierlage ein Brauch.

Ostermontag als gesetzlicher Feiertag

Im Vergleich zum Ostersonntag fristet der Ostermontag im liturgischen und historischen Sinne trotz der heute noch stattfindenden Bräuche ein Schattendasein. Dennoch ist der Ostermontag nicht unbedeutsam, vor allem nicht bei berufstätigen Angestellten, denn der Ostermontag ist ein gesetzlicher Feiertag, nicht nur in Deutschland sondern auch in Österreich und vielen Teilen der Schweiz. Auch die Niederländer, Italiener, Kroaten, Schweden, Finnen und Norweger haben an diesem Tag frei. Außerdem gehen die Menschen in Island, Großbritannien, Irland, Polen, Luxemburg, Slowenien, Ungarn, Tschechien, Frankreich und Spanien am Ostermontag nicht zur Arbeit.

Früher war zwischen Palmsonntag und dem Sonntag nach Ostern frei. Ab dem Hochmittelalter war schon am Mittwoch nach Ostern Schluss mit den Feiertagen. 1642 wurden die freien Tage durch Papst Urban VIII. noch einmal drastisch gesenkt. Dieser erklärte, dass zwischen Ostersonntag und dem folgenden Dienstag arbeitsfrei ist. Heute bleibt noch der Ostermontag als arbeitsfreier Tag erhalten. Informationen zu Osterferien findet ihr hier auch.

Wann ist Ostermontag 2018 - das Datum?

Am 02.April 2018