Karfreitag

Der Karfreitag ist in fast allen Ländern, so auch in Deutschland, ein gesetzlicher Feiertag und zählt gleichzeitig zu den beweglichen Feiertagen, was bedeutet, dass der Feiertag nicht in jedem Jahr zur gleichen Zeit, demnach zum gleichen Datum stattfindet. Dazu haben bewegliche Feiertage grundsätzlich immer eine Verbindung zum Kirchenjahr.

Karfreitag Bild

Karfreitag als Feiertag

Ebenfalls gehört der Karfreitag zu den Feiertagen, die unter die Feiertagsregelungen der „stillen Tage“ fällt, was wiederum beinhaltet, dass besondere Einschränkungen gelten. Am Karfreitag gilt beispielsweise ein striktes Sport- und Tanzverbot. Im Sinne der katholischen Kirche ist der Karfreitag ein Buß-, Fast- und Abstinenztag. Die „stillen Tage“ dienen dazu, Verletzungen des sittlichen und religiösen Empfindens zu vermeiden. 

Wann ist Karfreitag

Der Karfreitag ist im Datum natürlich abhängig von den Osterfeiertagen und geht immer mit ihnen einher. Er liegt in der Woche des Gründonnerstags und dem Ostersonntag. Er stellt den Beginn der Dreitagesfeier des Osterfestes dar und ist gleichzeitig der höchste Feiertag des Kirchenjahrfestes. 

Geschichtliches

Am Karfreitag starb nach der Kirche Jesus Christus am Kreuz. Es war die Nacht, in der Jesus verhaftet und ausgepeitscht wurde, um ihm am Ende die Dornenkrone auf den Kopf zu drücken. Am nächsten Morgen wurde Jesus durch den römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tode verurteilt, um 9 Uhr ans Kreuz geschlagen und starb um 15 Uhr.

Im kirchlichen Sinne symbolisiert der Feiertag nicht nur den Kreuztod, sondern auch die Hoffnung auf die Auferstehung. Nach der Bibel starb Jesus als Sohn Gottes am Kreuz, um die Sünden der Menschen auf sich zu nehmen. Durch seinen Tod und die damit einhergehende Auferstehung wurden den Menschen ihre Sünden vergeben. 

Fasttag

Die Karfreitagsliturgie gehört zu den ältesten Riten und findet genau nach der vierzigtägigen Passionszeit statt. Diese beginnt am Aschermittwoch nach der Fast-Nacht, die traditonell in Städten wie z. B. Venedig oder Köln als Karneval gefeiert wird, und zieht für die Gläubigen eine vierzigtägige Fastenzeit nach sich. 

Der Karfreitag ist gleichzeitig ein strenger Fastentag, da man sich ein letztes Mal durch zweitägiges Fasten auf den Ostersonntag vorbereitet, mit dem dann die Fastenzeit endet. Die vierzigtägige Fastenzeit wiederum soll auf Ostern und die Taufe und Buße vorbereiten. Die Anzahl dieser Tage steht für die Wende und den Neubeginn. In der katholischen Tradition endet die Fastenzeit mittlerweile bereits am Gründonnerstag.

Evangelische Kirche

 In evangelischen Kirchen werden die ganze Woche über traditionelle Passionsandachten abgehalten. In der katholischen Kirche wiederum findet keine Messe statt, dagegen kommen traditionell um 15 Uhr, also in der Todesstunde Jesu, die Gläubigen zusammen, um einen Wortgottesdienst abzuhalten, um so der Leiden und des Todes Christus zu gedenken. 

Sowohl in der evangelischen als auch katholischen Tradition ist der Karfreitag der Tag des Leidens. Im Wort „Karfreitag“ steckt das althochdeutsche Wort „kara“, das für die Trauer und Wehklage steht. 

Tradition

Mit dem Palmsonntag einer Woche zuvor geht die Passionszeit dem Ende entgegen, wobei neben dem Kreuztod und der Auferstehung auch das Abendmahl eine wichtige Rolle spielt. Gebackenes Brot am Karfreitag gilt als heiliges Brot. 

Ebenso wichtig ist das christliche Passionsspiel, das an Karfreitagen aufgeführt wird. Hier wird der Tod, die Leiden und die Auferstehung, ebenso die Kreuzigung und die Grablegung Jesus Christi nachgespielt.

Wann ist Karfreitag 2018 - das Datum?

Am 30.März 2018